Hochsensibilität & Scham: Warum sich viele HSP oft falsch fühlen

Hochsensibilität & Scham: Warum sich viele HSP oft falsch fühlen

Kennst du dieses leise, nagende Gefühl, dass mit dir irgendetwas nicht stimmt? Dass du dich für deine Reaktionen schämst, obwohl du rational weißt, dass du niemandem schadest? Viele Menschen mit Hochsensibilität tragen Scham in sich, ohne sie klar benennen zu können. Sie fühlen sich „zu viel“, „zu empfindlich“ oder schlicht falsch.

Dieser Artikel erklärt, warum Hochsensibilität und Scham so häufig zusammen auftreten, wie sich Scham konkret zeigt – und was dir helfen kann, dich Schritt für Schritt davon zu lösen.

5 Schritte, um einen gesunden Umgang mit Scham zu lernen für Menschen mit Hochsensibilität

 

Was ist Scham – und warum trifft sie hochsensible Menschen besonders?

Scham ist eines der tiefsten menschlichen Gefühle. Sie entsteht nicht, weil wir etwas falsch gemacht haben, sondern weil wir glauben, falsch zu sein.

Ich persönlich empfinde Scham als das bedrohlichste Gefühl überhaupt, denn sie zweifelt mein Existenzrecht an. Während Schuld sagt: „Ich habe etwas falsch gemacht“, sagt Scham: „Mit mir stimmt etwas nicht.“

 

Da wir Hochsensible intensiver auf Emotionen, Schwingungen und Reize reagieren, sind wir auf ein gesundes Umfeld angewiesen. Wenn wir in einer Umgebung leben, die Härte, Belastbarkeit und Anpassung belohnt und Verletzlichkeit bestraft, sind Schamgefühle vorprogrammiert.

In einer Studie zu Scham und Trauma wurde sogar herausgefunden, dass starke Schamgefühle das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen.

Viele Hochsensible werden bereits in der Kindheit:

  • für ihre feine Wahrnehmung ausgelacht und angezweifelt
  • aufgrund ihrer hohen Verletzlichkeit angegriffen
  • für kleinere, ganz normale „Fehler“ gedemütigt und bloßgestellt (auch in der Familie)
  • aufgrund ihrer Tiefe und Weisheit von anderen Kindern verspottet und gemieden

Diese Erfahrungen graben sich tief ins Nervensystem ein, werden später zur inneren Stimme der Scham und die Grundlage für neurotisches Verhalten und Opferrolle.

Hinweis: Wer als Kind oft beschämt wurde, reagiert als Erwachsener emotional stark auf Kritik – selbst wenn sie sachlich formuliert ist. Das Gegenüber wird dann schnell zum Feind, dabei hatte es keine böse Absicht. Wie du gesund mit solchen Projektionen umgehst, erfährst du in meinem kostenfreien PDF „Projektionen erkennen – Wie Beziehungen Traumata spiegeln“.

 

 

Typische Scham-Auslöser bei hochsensiblen Menschen

Scham zeigt sich bei Hochsensibilität selten laut. Sie wirkt eher im Verborgenen, färbt viele Alltagssituationen und beeinflusst die Entscheidungsfindung.

 

Sich für Gefühle schämen

Hochsensible empfinden intensiv – Freude, Traurigkeit, Mitgefühl, Verletzlichkeit. Wenn diese Gefühle als „zu viel“ bewertet werden, entsteht Scham über die eigene Emotionalität.

Dann wächst die Vorsicht, anderen Menschen gegenüber zu öffnen und es kommt nicht selten zu sozialer Isolation.

Hinweis: Wenn du mehr über die Ursachen von Schamgefühlen wissen möchtest, dann wirf gern einen Blick in meinen kostenfreien PDF „Trauma und Hochsensibilität – Entwicklung und Heilung von Traumata“ .

 

Sich für Überforderung schämen

Die Maßstäbe in unserer hektischen Leistungsgesellschaft sind für Hochsensible eine wahre Zumutung. Lärm, Konflikte, Zeitdruck oder soziale Erwartungen können schnell zu viel werden. Statt das als Signal eines dysregulierten Nervensystems zu sehen, das auf Stress aufmerksam macht, schämen sich HSP oft für sich selbst.

 

Wie die Leistungsgesellschaft Schamgefühle bei Menschen mit Hochsensibilität verstärkt

 

Sich für Rückzug schämen

Das Bedürfnis nach Ruhe wird oft als Schwäche missverstanden.

Viele ziehen sich zurück – leiden unter Reizschuld, und schämen sich dafür, nicht „belastbarer“ zu sein. Da wir HSP von vielen emotional unreifen Menschen umgeben sind und wir oft unsichere Bindungsmuster entwickelt haben, ist Distanz der einzige Schutzmechanismus, der uns bleibt.

 

Sich für Bedürfnisse schämen

Pausen, Klarheit, Verlässlichkeit, Tiefe – hochsensible Bedürfnisse wirken in einer schnellen Welt unpassend. Die Folge: Anpassung statt Selbstschutz. Dadurch verleugnen wir uns selbst und tauschen unsere Authentizität gegen eine fade Maske ein, die uns langfristig krank macht und emotional auslaugt.

Tipp: Hochsensible profitieren von einem entschleunigten Alltag, der Platz für die eigenen Bedürfnisse lässt. In meinem kostenfreien PDF „Reizarme Alltagsgestaltung für Menschen mit Hochsensibilität“ findest du nützliche Infos dazu.

 

Woher kommt die Scham bei Hochsensibilität wirklich?

Scham ist nicht angeboren.

Im Gegensatz zu anderen Emotionen wie Trauer und Wut, entsteht Scham durch ungünstige Beziehungserfahrungen – meist schon in der frühen Kindheit.

  • Gesellschaftliche Normen: Unsere Gesellschaft belohnt Tempo, Durchsetzungsfähigkeit und emotionale Kontrolle. Feinfühligkeit wird hingegen kaum anerkannt und in vielen Fällen als Labilität und Schwäche gewertet (z. B. bei Hochsensibilität im Beruf).
  • Selbstabwertung statt Selbstschutz: Anstatt die Umgebung zu hinterfragen, beginnen Hochsensible oft, sich selbst zu kritisieren. Scham wird zur Strategie, um dazuzugehören. Denn Zugehörigkeit ist für Kinder überlebensnotwendig.
  • Kindheit und frühe Prägung: Viele Kinder wurden nicht absichtlich verletzt, fühlten sich aber aufgrund ihrer Hochsensibilität unverstanden. Wiederholte kleine Abwertungen reichen aus, um ein dauerhaftes Gefühl von „Ich bin falsch“ zu erzeugen. Und natürlich erleiden viele HSP in ihrer Kindheit schwere Traumata (z. B. Missbrauch auf verschiedenen Ebenen), die automatisch Schamgefühle erzeugen.

Hinweis: Viele schämen sich auch, wenn sie aufgrund von Grenzüberschreitungen Wut empfinden – weil sie gelernt haben, dass diese Emotion nicht OK ist. Wenn du wissen willst, wie du diese Emotion gesund in dein Leben integrierst, dann wirf gern einen Blick in meinen kostenfreien PDF „Hochsensibilität und Wut – Gesund mit Wut umgehen“.

 

Wie sich Scham bei Hochsensibilität zeigt

Scham ist nicht immer offensichtlich. Sie tarnt sich oft als Anpassung. Viele Menschen, die leistungsfähig und perfektionistisch sind, leiden insgeheim unter dem nagenden Gefühl „Ich bin falsch – und muss wenigstens so tun, als ob ich alles im Griff habe.“

Bei Menschen mit Hochsensibilität äußert sich Scham so:

  • Gefühle werden unterdrückt oder rationalisiert
  • eigene Grenzen werden überschritten
  • es besteht ein übertriebenes Verantwortungsbewusstsein
  • People Pleasing ist ein häufiges Verhaltensmuster
  • innerer Rückzug trotz äußerer Funktionalität
  • ein strenger innerer Kritiker mit Anspruch auf Perfektion
  • schnell einsetzende Schuldgefühle ohne objektiven Grund

Viele hochsensible Menschen wirken nach außen stabil – und kämpfen innerlich mit Selbstzweifeln. Manche führen ein „ganz normales“ Leben, leiden aber unter einem ständigen Gefühl von Enge, Getriebensein und Druck.

Man könnte sagen: Die Scham und die damit verbundene Angst, mit Unvollkommenheit aufzufliegen, peitscht viele Menschen durch ihr ganzes Leben.

3 unbewusste Auswirkungen von Scham bei Menschen mit Hochsensibilität

 

Warum Scham nichts mit Schwäche zu tun hat

Scham ist kein Beweis dafür, dass du zu empfindlich bist. Sie ist ein erlerntes Schutzgefühl, das verhindern soll, dass du ausgeschlossen oder verletzt wirst.

Für Hochsensible bedeutet das: Deine Scham zeigt nicht deine Schwäche – sondern deine (kräftezehrende) Anpassungsleistung, die für dein Überleben notwendig war.

Das Problem ist nicht deine Sensibilität, sondern dass du lange in Umständen leben musstest, die nicht sicher waren. Vielleicht klingt das komisch, aber: Ohne deine Scham hättest du deine Kindheit vielleicht gar nicht überlebt. Das ist sehr traurig und leider das Schicksal vieler hochsensibler Menschen in unserer Gesellschaft.

 

5 Schritte, wie du als HSP gesund mit Schamgefühlen umgehst

Als erwachsener Mensch hast du endlich die Chance, deine Schamgefühle bewusst zu bearbeiten – und dadurch ein freieres, authentischeres Leben gestalten zu können.

Wichtig: Der Prozess, Scham abzubauen, ist langwierig und oft schmerzhaft (denn Scham muss aktiv durchlebt werden, damit sie aus deinem System verschwindet). Sei deshalb freundlich und liebevoll mit dir, wenn sich dieses Gefühl in deinem Leben zeigt.

 

1. Scham erkennen

Scham wirkt am stärksten, wenn sie unbewusst bleibt.

Wer Scham nicht bewusst fühlt, sondern sie eher diffus erlebt, wird von ihr durch das ganze Leben getrieben. Allein das Benennen der Scham und ggf. Mitteilen kann entlasten und dabei helfen, sie mit etwas Abstand zu betrachten.

 

2. Die innere Sprache verändern

„Ich bin falsch“ darf zu „Ich bin gerade überfordert“ werden. Das ist ein entscheidender Unterschied. Je mitfühlender du mit dir umgehst, desto besser können sich Schamgefühle abbauen. Scham verschwindet nämlich überhaupt nicht, wenn sie auf Härte, Perfektionismus und Ablehnung trifft.

Tipp: Wenn du wissen willst, wie du einen liebevolleren Umgang mit dir selbst erlernen kannst, dann wirf gern einen Blick in meinen PDF „Perfektionismus abbauen – So besänftigst du den inneren Kritiker“.

 

3. Gefühle erlauben

Gefühle sind Signale, keine Fehler. Wenn du Scham abbauen und Hochsensibilität gesund leben möchtest, geht es um Erlaubnis und Vertrauen – nicht um Kontrolle.

Wann immer du bemerkst, dass deine Atmung flach und deine Gedanken streng werden, atme tief durch und sorge mit Yoga etc. für Entspannung.

Hinweis: Um die Verbindung zu dir selbst zu stärken und Gefühl wahrnehmen zu können, ist Körperarbeit hilfreich. In meinem kostenfreien PDF „Körperarbeit für Hochsensible – Signale des Körpers verstehen“ findest du Ideen, wie du dich noch besser in dir verankern kannst.

3 ungewöhnliche Tipps, um liebevoll mit Scham umzugehen für Menschen mit Hochsensibilität

 

4. Grenzen setzen – ohne Rechtfertigung

Du musst weder dich, noch deine Bedürfnisse erklären. Wenn du spürst, dass du etwas Bestimmtes brauchst, dann setze es um.

Du bist erwachsen und niemand hat mehr das Recht, dir etwas zu verbieten. Je sicher du im Grenzen setzen und wahren wirst, desto besser stehen die Chancen, dass sich Schamgefühle langsam abbauen.

 

5. Sichere Beziehungen suchen

Scham heilt nicht in Isolation, sondern in Resonanz.

Menschen, bei denen du nicht kleiner werden musst, sind essenziell. Suche dir Menschen, die sich sicher in ihrer Verletzbarkeit zeigen. Sie können dir dabei helfen, Selbstvertrauen zu entwickeln.

 

Was Hochsensiblen hilft, langfristig aus der Scham auszusteigen

Menschen mit Hochsensibilität lösen Scham nicht durch noch mehr Druck, Hektik und konkrete Zielvorstellungen.

Alles, was wir brauchen, ist Liebe – und das meine ich ganz ernst. Wenn wir lernen, uns bedingungslos anzunehmen, mit allen Schatten und negativen Gefühlen, entsteht ein Raum für Heilung.

 

Um Schamgefühle gesund abzubauen, hilft:

  • Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung
  • Verständnis für das eigene Nervensystem
  • Austausch mit anderen Hochsensiblen
  • bewusste Entschleunigung
  • professionelle Beratung oder therapeutische Begleitung (z. B. bei schweren Traumata)

Scham löst sich nicht durch „Zusammenreißen“, sondern durch Verstehen und Annahme, Erlaubnis und Vertrauen.

 

Erfahrungsbericht: Als Hochsensible gesund mit Scham umgehen lernen

Ich kenne Schamgefühle sehr gut. Unterschwellig haben sie mich mehrere Jahrzehnte begleitet und zu einem Leben geführt, das auf Anpassung statt Selbstverwirklichung ausgerichtet war.

Ich kann mich gut an eine Zeite erinnern, als die ganze unbewusste Scham mit einem Mal in meinem Bewusstsein auftauchte: Es fühlte sich existenzbedrohlich an und ich hatte keine Ahnung, was ich nun tun sollte.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden hatte, dass Scham stellvertretend für all die Verletzungen stand, die ich über die Jahre angesammelt hatte. Und ich verstand auch: Meine Gewohnheit, Gefühle mit Härte zu beantworten, half mir überhaupt nicht weiter.

Was mich meine Schamgefühle gelehrt haben

 

Über viele Jahre hinweg setzte ich mich der Scham aus, betrachtete sie, fühlte sie, durchlebte sie. Es war ein steiniger Weg, auf dem ich vielen anderen Gefühle begegnete (z. B. Wut und Traurigkeit) und der mich lehrte, liebevoll mit mir umzugehen.

Wenn Schamgefühle jetzt auftauchen:

  • nehme ich sie wahr, ohne zu beurteilen
  • setze ich sie in Kontext (Welches Ursprungserlebnis hat die Scham verursacht?)
  • versuche ich, liebevoll mit ihnen zu sein (und den Alltag normal fortzusetzen)
  • mich zu beruhigen und mein Vorhaben umzusetzen (z. B. Neues ausprobieren)
  • mit nahestehenden Menschen darüber zu sprechen

Dadurch hat sich meine Scham wesentlich reduziert. Sie ist nicht weg, aber doch auf ein erträgliches Maß geschrumpft, sodass ich mich innerlich sehr frei fühle und meiner Intuition folgen kann.

Und das ermöglicht es mir, immer mehr zu reifen, auszuprobieren und zu heilen.

 

Häufige Fragen zu Hochsensibilität und Scham

Ist Scham typisch für hochsensible Menschen?

Ja, viele Hochsensible erleben Scham – nicht wegen ihrer Sensibilität, sondern wegen der Reaktionen ihres Umfelds darauf. Je unbarmherziger und kälter das soziale Umfeld, desto wahrscheinlicher ist die Entwicklung tiefer Schamgefühle.

Warum schäme ich mich für meine Gefühle?

Weil dir vermutlich früh vermittelt wurde, dass sie unangemessen sind. Gefühle selbst sind niemals falsch, sondern der innere Spiegel für das Erlebte im Außen.

Kann man Scham verlernen?

Ja. Scham ist erlernt – und damit auch veränderbar. Ein mitfühlender Umgang mit sich selbst und liebevolle Unterstützung von außen können den Heilungsprozess beschleunigen.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Hochsensible entwickeln oft Scham: aufgrund zu hoher gesellschaftlicher Erwartungen, falscher Maßstäbe und dysfunktionalen Familiendynamiken.

In meiner Beratung begegne ich HSP, die sich den Verletzungen unter ihrer Scham widmen und aus destruktiven Gedanken- und Verhaltensmustern ausbrechen möchten.

Falls auch du daran Interesse hast und dabei begleitet werden möchtest, melde dich gern.

 

Die Angst, nicht gut genug zu sein: 3 Gedanken für Hochsensible

Die Angst, nicht gut genug zu sein: 3 Gedanken für Hochsensible

Wahrscheinlich ist jeder Mensch in der ein oder anderen Form von der Angst, nicht gut genug zu sein, betroffen. Bist du auch hochsensibel und kämpfst mit diesem Gefühl vielleicht mehr als andere? Dann möchte ich dir heute zeigen, wie ich damit umgehe.

 

Du nimmst mit:

  • woher diese Angst kommen könnte
  • wie du es als HSP schaffst, dich vor unangebrachter Kritik zu schützen
  • was du tun kannst, um deinen Selbstwert zu steigern

Tipp: Ein tolles Kinderhörbuch mit der Botschaft „Du bist genauso richtig, wie du bist!“ heißt „Sofias Bruder liebt das Wasser“ und handelt von Tom, einem Kind mit Angelmansyndrom.

 

Der Ursprung des Glaubenssatzes „Ich bin nicht gut genug.“

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.

Du, ich, und alle anderen werden meistens nicht daran gemessen, wer wir sind, sondern WAS wir erreicht haben – oder eben auch nicht. Wir werden schon in der Schule permanent darauf hingewiesen, wo unsere Fehler liegen, werden bewertet und kritisiert. Unsere Rollenerwartungen fördern Leistungsdenken – vor allem hochsensible introvertierte Männer können ihre Verletzlichkeit kaum zeigen, ohne beschämt zu werden.

Auch eine Studie zum Thema Angst, nicht gut genug zu sein, belegt, dass Perfektionismus, der stark auf Angst vor Fehlern und Bewertung ausgelegt ist, mit niedrigerem Selbstwert verbunden ist.

Der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug.“ ist daher wahrscheinlich so alt, wie unsere Leistungsgesellschaft.

Ich bin nicht gut genug - So kannst du mit dem Glaubenssatz umgehen

Ich bin mir sicher, dass meine und deine Vorfahren unter diesem Gedanken gelitten haben. Ständige Vergleiche mit anderen, Erwartungen und der gesellschaftlich verankerte Leistungsgedanke fußen darauf, dass wir angeblich Mängelwesen sind, die erst durch Leistung genügen.

Und so haben deine Vorfahren dir diesen Glaubenssatz (ohne böse Absicht) in die Wiege gelegt. Einfach, weil auch ihnen niemand gesagt hat, dass das Blödsinn ist. Während deines Lebens wirst du sicher immer mal wieder auf deine Fehlerhaftigkeit hingewiesen worden sein. Durch deine Hochsensibilität geht dieser Glaubenssatz bei dir vielleicht tiefer als bei anderen.

An dieser Stelle (und ich werde es noch oft wiederholen) sei gesagt: DU BIST GENUG! So, wie du jetzt bist. Egal, was du gemacht hast und egal, was noch kommen wird. DU GENÜGST!

 

Der Glaubenssatz „Ich genüge nicht.“ ist unfassbar schädlich. Er erzeugt inneren Druck und erschwert die Entscheidungsfindung erheblich. Mit dem Selbstwertgefühl geht es steil bergab.

Es ist nicht deine Schuld, dass dir jemand die Angst, nicht gut genug zu sein, eingepflanzt hat.

Aber es ist jetzt deine Verantwortung, diesen Glaubenssatz zu entlarven und aus deinem System zu entsorgen. Einfach, weil du es verdient hast, GLÜCKLICH ZU SEIN und ENTSPANNT LEBEN zu können!

 

Angst, nicht gut genug zu sein: Vor unangemessener Kritik anderer schützen

Menschen, die kein gutes Haar an dir lassen, haben oftmals Selbstwertprobleme und projizieren diese auf dich.

Wenn jemand an mir und meinem Leben herumnörgelt, mich schlecht macht und in die Enge treiben will, dann weiß ich sofort, dass er selbst von der Angst, nicht gut genug zu sein, betroffen ist.

Menschen teilen viel über sich selbst mit, wenn sie an dir herumkritisieren! In Wahrheit bist nicht DU derjenige/diejenige, der/die nicht genügt. In Wahrheit sprechen sie über ihr eigenes Gefühl, ungenügend zu sein.

 

Glaubst du mir nicht? Dann möchte ich dir gern ein Beispiel geben.

Ein Bekannter verurteilt meine Art zu leben, weil ich mich angeblich nicht selbst verwirkliche, nicht egoistisch genug bin und nach der Pfeife anderer tanze.

Nichts davon stimmt. Ich mache (meist) WONACH MIR IST und liebe es, authentisch zu sein.

Ich weiß aber, dass dieser Bekannte selbst in einem Leben feststeckt, das von Zwängen und Druck bestimmt ist. Er hat mir das selbst gesagt. Warum lebt er so ein anstrengendes Leben? Weil er glaubt, genau das aufrechterhalten zu müssen, da er sonst versagt hätte – also nicht mehr genügt.

Er projiziert sein eigenes Selbstwertproblem auf mich!

 

Wann immer jemand in mir die Angst, nicht gut genug zu sein, triggert, prüfe ich:

  • wie glücklich dieser Mensch auf mich wirkt
  • mit welchem Tonfall er mich kritisiert
  • inwieweit meine Intuition mir signalisiert, ob dieser Mensch auf mich den authentischen Eindruck macht, dass er mit sich zufrieden ist
  • ob er mich angemessen kritisiert oder ob er mich angreift
  • wie gut mich dieser Mensch wirklich kennt

Danach entscheide ich, wie ich mit seiner Kritik umgehe.

Stelle ich fest, dass die Kritik unangemessen ist, dann lasse ich das Gesagte im besten Fall an mir abprallen. Alternativ verteidige ich mich auch, ohne dabei großartig emotional zu werden.

3 Strategien, um mit unangemessener Kritik umzugehen

Selbstwert steigern: 5 Tipps, um das Gefühl „Ich genüge!“ zu pushen

Um von der Angst, nicht gut genug zu sein, nicht mehr so schnell getriggert werden zu können, hilft vor allem ein gesundes Selbstwertgefühl.

Ich möchte meine Worte gern noch einmal bekräftigen: DU BIST GENUG! Wirklich! Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich das Gefühl von Wertlosigkeit breit macht. Aber es gehört nicht zu dir. Es wurde dir im Laufe deines Lebens nur übergestülpt.

 

Und deshalb kannst du gegensteuern, indem du dein Selbstwertgefühl steigerst – mithilfe von 5 einfachen Tipps:

  1. Stelle dich jeden Tag 1 Minute vor den Spiegel. Schau dir in die Augen und sage: „Ich genüge. Ich liebe mich so, wie ich bin. Ich bin wertvoll. Ich bin dankbar für all meine Talente und Fähigkeiten.“ Du kannst das natürlich abwandeln, wie es sich für dich richtig anfühlt. Am Anfang fällt es dir vielleicht etwas schwer. Aber mit der Zeit wird die Angst, nicht gut genug zu sein, immer kleiner werden! Diese Übung ist übrigens super geeignet, um dich und deine Hochsensibilität im Alltag zu schützen.
  2. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe all das auf, was du schon geschafft hast. Egal, wie klein die Erfolge gewesen sein mochten: Schreib sie auf! Jeden Abend kannst du etwas ergänzen. Je sichtbarer du diese Liste bei dir platzierst, desto besser. Greife dir die Liste in Situationen, die dir Angst machen (z. B. wenn du als HSP zum Date gehst), um dein Selbstvertrauen zu stärken.
  3. Es gibt sie – die lieben Menschen in deinem Umfeld! Vielleicht bist du mutig genug, um einen von ihnen zu bitten, dich an deine Stärken zu erinnern, wenn es dir gerade schwerfällt. Wenn du möchtest, kannst du ihn auch fragen, ob er seine Worte auf Tonband für dich aufnimmt.
  4. Schaffe dir eine kleine Routine, die du relativ mühelos einhalten kannst (z. B. 5 Minuten Meditation pro Tag, 2-mal Sport in der Woche). Das sorgt für kleine Erfolgserlebnisse, die dir dabei helfen, dein Selbstwertgefühl zu steigern.
  5. Übe dich in einer „Ist nicht so schlimm“-Strategie für schlechte Tage. Du bist eine HSP. Sei gnädig und liebevoll mit dir, wenn es mal nicht so läuft, wie gewünscht. Du genügst auch dann, wenn du deine Ziele nicht erreichst oder dafür einfach länger brauchst.

 

Früher war ich furchtbar streng mit mir und bin immer ärgerlich geworden, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen lief.

Mittlerweile kann ich mich besser auf meine Stärken und Tageserfolge konzentrieren und Grenzen setzen. Mein Selbstwert ist jetzt unabhängiger von dem, was andere von mir denken bzw. mir sagen.

Bestimmt wirst auch du nach und nach die Angst, nicht zu genügen, loslassen können.

5 Sätze, um das Selbstwertgefühl bei Hochsensibilität zu steigern

 

Fazit: Angst, nicht zu genügen abbauen & Selbstwert steigern

Ich kenne dich nicht, aber trotzdem weiß ich: Du bist ein wertvoller Mensch! Mit deiner hochsensiblen Ader, deinen Eigenheiten, Begabungen, Stärken und Besonderheiten bereicherst du diese Welt.

Deshalb wäre es wunderbar, wenn dich das Gefühl, nicht zu genügen, nicht mehr belastet und in deiner Lebensfreude einschränkt!

 

Prüfe daher gut, wer dich umgibt und wie die Menschen mit dir umgehen. Höre genau hin, wenn dich jemand ungefragt kritisiert. Oft teilen Menschen dir nur mit, wie sie über sich selbst denken. Du hast die Möglichkeit, dich gegen unangemessene Kritik zu wehren oder den Kontakt zu diesen Menschen zu reduzieren.

Im besten Fall sind dein Selbstwertgefühl und die innere Geborgenheit irgendwann so groß, dass Angriffe einfach an dir abprallen.

 

Für ein gesundes Selbstwertgefühl kannst du viel tun!

Je liebevoller du mit dir selbst umgehst und je besser du all deine kleinen Erfolge würdigen kannst, desto schneller wird sich die Angst, nicht gut genug zu sein, in Luft auflösen!

DU BIST WERTVOLL. DU BIST GENUG. Erschaffe dir dein Leben so, wie du es möchtest!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Nicht gut genug zu sein, ist ein Gefühl, das existenzbedrohlich ist. Auch ich habe viele Jahre geglaubt, mir das Recht auf ein schönes Leben hart erarbeiten zu müssen.

In meiner Beratung unterstütze ich Hochsensible, die sich von der Angst, nicht zu genügen, befreien wollen. 

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen Selbstwert zu stärken und dich von Ängsten und Zweifeln zu befreien.

 

Hochsensibilität & die Angst vor Fehlern: 5 Tipps für dich!

Hochsensibilität & die Angst vor Fehlern: 5 Tipps für dich!

Angst vor Fehlern hat wohl jeder. Doch bei Hochsensiblen ist dieses Gefühl oft stärker ausgeprägt. Hast du das Gefühl, dass dein Kopf nur damit beschäftigt ist, Fehler zu vermeiden – und deine Lebensqualität darunter leidet? Ich zeige dir 5 Tipps, wie du mit dieser Angst besser umgehen kannst.

Du nimmst mit:

  • warum HSP mehr als andere unter der Angst, Fehler zu machen, leiden
  • wie du durch schrittweise Konfrontation die Angst abbauen kannst
  • wie du es schaffst, dein Selbstwertgefühl zu steigern

 

 

Warum ist bei Hochsensiblen die Angst vor Fehlern stärker ausgeprägt?

Hochsensible Menschen sind sehr empathisch und zudem verletzlicher als Nicht-HSP. Das liegt an der stärkeren Reizverarbeitung – denn die hat zur Folge, dass dich das, was du erlebst,auf einer sehr tiefen Ebene berührt.

Du

  1. fühlst, wie es deinem Gegenüber gehen würde, wenn du einen Fehler machen würdest (z. B. etwas Gemeines sagst)
  2. weißt, wie beschämt und schuldig du dich fühlst, wenn du von anderen für Fehler verurteilt wirst
  3. weißt auch, wie sehr sich diese Beschämung tief in deine Seele eingräbt und dein Selbstwertgefühl beeinflusst

 

All das spüren Nicht-Hochsensible auch – aber nicht so tief wie du!

Darum neigen Menschen mit Hochsensibilität dazu, sich besonders vorsichtig in der Welt zu bewegen – oft auf Kosten der eigenen Lebensfreude.

Die Angst vor Fehlern ist (teilweise durch das Naturell, teilweise durch negative Erfahrungen) sehr stark ausgeprägt und kann schnell dazu führen, dass wir die Opferrolle einnehmen und Schamgefühle entwickeln.

Doch das muss nicht so bleiben! Hole dir ein Stück deiner Lebensqualität zurück, indem du aktiv an dieser Angst arbeitest!

5 Fakten zur Angst vor Fehlern

 

Tipp Nr. 1: Finde heraus, woher die Angst vor Fehlern kommen könnte!

Wie groß deine Angst vor Fehlern ist, liegt daran, welche Erfahrungen du mit Fehlern gemacht hast.

Je verurteilender die Blicke, je beschämender die Reaktion deiner Bezugspersonen und je weitreichender die Folgen waren (z. B. Entzug der Geborgenheit bis hin zu Bestrafungen), desto stärker ist die Angst in dir herangewachsen.

Vielleicht hast du als Kind auch erlebt, für dein Handeln zur Verantwortung gezogen zu werden, obwohl du noch viel zu klein warst und es nicht besser wissen konntest. Die Angst vor Fehlern konnte sich so immer tiefer in dein System eingraben.

 

ABER JETZT BIST DU ERWACHSEN!

Du bestimmst, wie sehr dich das, was jemand zu dir oder über dich sagt, verletzten darf. Du musst vor niemandem Rechenschaft ablegen. Und du bist für niemandem verantwortlich – außer natürlich für dich selbst.

Prüfe auch, wovor du Angst hast. Ist es die Angst, jemandem aus Versehen zu schaden? Oder ist es eher die Angst vor der Reaktion deines Umfeldes auf diese Situation?

 

Tipp Nr. 2: Hinterfrage deine Ängste! Wie realistisch sind sie?

Wenn du weißt, was der Grund für deine Angst vor Fehlern ist, dann solltest du einen Realitätscheck machen. Du bist ein umsichtiger Mensch und das ist gut!

Aber ist der potenzielle Schaden, der durch deinen möglichen Fehler entsteht, wirklich so groß, wie du denkst?

 

Mal angenommen: Du fürchtest dich davor, Auto zu fahren, weil du einen Unfall bauen könntest. Dein Worst Case Szenario sieht vielleicht so aus: Unfall, kaputte Autos, tote Autoinsassen. Tatsächlich kann das passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering!

Viel wahrscheinlicher wären ein paar Schrammen am Blech, aufgewühlte Insassen und ein bisschen Ärger mit der Versicherung. Und am allerwahrscheinlichsten ist es, dass du gar keinen Unfall baust!

 

Wenn du deine Angst vor Fehlern einem möglichst objektiven Check unterziehst, wird sie ganz automatisch kleiner. Sie versucht dich vor dem Schlimmsten zu bewahren. Aber das Schlimmste ist meistens nur eine Einbildung.

Versuche, den Horrorszenarien in deinem Kopf zuvor zu kommen, indem du lernst, deiner Angst Grenzen zu setzen (z. B. durch Ablenkung, starke körperliche Reize).

 

Tipp Nr. 3: Überwinde die Angst in kleinen Schritten!

Bleiben wir doch gleich bei dem Beispiel mit der Angst vorm Autofahren. Wenn es für dich noch unmöglich erscheint, Auto zu fahren, weil deine Angst davor vielleicht schon ein paar Jahre existiert, dann beginne in klitzekleinen Schritten, dich diesem inneren Ungeheuer zu stellen.

Hinweis: Eine Beratung – speziell für Hochsensible – kann dir dabei helfen, deine Angst Stück für Stück überwinden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Angst vor Fehlern als Hochsensibler zu besiegen

Ein Fahrtraining mit geschultem Personal auf einem Übungsgelände kann dir helfen, dass du dich beim Fahren wieder sicher fühlst. Anschließend fährst du mit einer vertrauten Person auf bekannten Wegen und Straßen. Und irgendwann, wenn du oft genug die Erfahrung gemacht hast, dass absolut nichts passiert, setzt du dich alleine hinters Steuer.

DANN HAST DU DIE ANGST VOR FEHLERN NÄMLICH BESIEGT.

 

Achte bei diesem Vorgehen immer darauf, deine Grenzen nicht allzu sehr zu strapazieren. Klar, du musst hin und wieder über deinen Schatten springen. Aber nimm dir trotzdem die Zeit, die du brauchst, um dein Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Hier noch ein paar Hinweise, die dir helfen, wenn du deine Angst vor Fehlern abbauen willst:

  • Setze dich nicht unter Druck! Schraube deine Erwartungen runter und freue dich umso mehr über Teilerfolge!
  • Lasse dich von niemandem hetzen! Lass auch nicht zu, dass toxische Menschen deinen Prozess kleinreden oder sich über deine Angst lustig machen.
  • Gönne dir ausreichend Zeit in der Komfortzone, um Kraft zu tanken.
  • Authentisch sein kann dir dabei helfen, Ängste weiter abzubauen. Halte nach empathischen Menschen Ausschau, die dir zuhören, wenn du über deine Angst vor Fehlern sprechen möchtest.

 

Tipp Nr. 4: Betrachte Fehler als Lernerfahrung, nicht als scheitern!

Kein Mensch ist perfekt. Du nicht, ich nicht, und die anderen sind es auch nicht.

FEHLER ZU MACHEN, IST NORMAL.

Fehler sind menschlich und gehören dazu. Wir haben nur so große Angst vor ihnen, weil uns irgendjemand erzählt hat, dass es inakzeptabel ist, unvollkommen zu sein. Dadurch fällt uns die Entscheiungsfindung irgendwann schwer und wir bleiben stecken.

 

Aber die Wahrheit ist: Fehler sind wichtig, um etwas zu lernen. Keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen, sondern muss sie sich erst mühsam aneignen.

Wann immer du etwas in deinen Augen falsch gemacht hast oder von anderen für einen vermeintlichen Fehler gerügt wirst, dann sage dir:

„Ich habe gerade mein Bestes gegeben und verzeihe mir liebevoll, dass nicht das eingetreten ist, was ich angestrebt habe. Ich habe dabei Informationen erhalten, die mir helfen können, es das nächste Mal noch besser zu machen.“

Wenn du es so sehen kannst, verhinderst du, dass die Angst vor Fehlern weiter anwächst. Im Gegenteil: Sie wird kleiner und du wirst mutiger, neue Dinge auszuprobieren.

 

Tipp Nr. 5: Mache deinen Selbstwert als HSP nicht von Fehlern abhängig!

Die Angst, nicht gut genug zu sein und die Angst vor Fehlern sind sich gar nicht so unähnlich. Sie haben gemeinsam, dass du deinen Selbstwert in Gefahr siehst – und das fühlt sich nie gut an.

Darum habe ich eine ziemlich wichtige und befreiende Botschaft an dich: Ob du nun Fehler machst, oder nicht – deine Handlungen ändern niemals etwas an deinem Wert!

DU BIST IMMER GLEICH WERTVOLL!

Als HSP liebevoll mit den eigenen Ängsten umgehen lernen

 

Je stärker du als hochsensibler Mensch daran glauben kannst, desto mehr wird die Angst vor Fehlern automatisch abnehmen. Denn du hast ihr die Grundlage – nämlich ihren Einfluss auf deinen Selbstwert – entzogen.

Das ist natürlich auch ein mühsamer Lernprozess. Aber er lohnt sich! Denn du befreist dich damit selbst aus der Angstspirale. Deine Intuition und Hochsensibilität können sich so noch mehr entfalten!

 

Fazit: Was tun bei Angst vor Fehlern?

Bei hochsensiblen Menschen ist diese Angst oft überdimensional stark ausgeprägt. Das liegt zum einen am unsensiblen Umgang mit Fehlern, der in der Gesellschaft stattfindet, und zum anderen an der höheren Verletzlichkeit von HSP.

Prüfe, ob deine Angst vor Fehlern wirklich begründet ist oder ob das Szenario in deinem Kopf nicht eher das Ergebnis traumatischer Erfahrungen ist. Stelle dich deiner Angst in kleinen Schritten und scheue dich nicht, vertraute Menschen dabei um Hilfe zu bitten!

Es ist ein Zeichen der Stärke, über Ängste sprechen zu können!

 

Lerne auch, dass es OK ist, Fehler zu machen und betrachte sie vielmehr als Lernerfahrung. Denn du bist ein Mensch und brauchst diese Erfahrungen, um Wissen zu gewinnen.

Am wichtigsten ist: DU BIST WERTVOLL! Deine vermeintlichen Fehler machen dich kein bisschen wertloser! Dein Selbstwert bleibt immer gleich groß! Wenn du wissen möchtest, wie es in einem hochsensiblen Kind aussieht, wenn es Angst hat, dann hör gern mal in mein Hörbuch „Greta spürt einfach viel mehr“ hinein.

 

Ich wünsche dir, dass du das Leben ein bisschen leichter nehmen kannst, indem du die Angst vor Fehlern abbaust! Brauchst du ein wenig Unterstützung, um noch besser mit deiner Hochsensibilität zurechtzukommen?

Dann nimm gern Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ich arbeite mit hochsensiblen Menschen, die durch ihre Angst vor Fehlern zum Stillstand gezwungen worden sind – weil sie zu oft Beschämung erfahren mussten.

In meiner Beratung bestärke ich HSP, ihrer Angst in kleinen Schritten zu begegnen und sich von ihren inneren Zwängen zu befreien.

Denn Fehler sollten Helfer sein und dir beim Wachstum helfen. Keine Blockaden, die dich davon abhalten, deine hochsensiblen Gaben in die Welt zu bringen!