Authentisch sein: 5 Gründe für mehr Authentizität in deinem Leben

Authentisch sein: 5 Gründe für mehr Authentizität in deinem Leben

Hast auch du das Gefühl, immer irgendeine Rolle spielen zu müssen? Und dass du manchmal gar nicht mehr weißt, wer du eigentlich bist? Ich kenne das auch! Deshalb möchte ich dir heute 5 Gründe mit auf den Weg geben, warum es sich lohnt, authentisch zu sein.

 

Du nimmst mit:

  • weshalb du nichts gewinnst, wenn du immer mit Maske herumläufst
  • was die Grundlage dafür bildet, authentisch sein zu können
  • wie deine Authentizität dir dabei hilft, Hochsensibilität im Alltag zu leben

 

Was bedeutet „authentisch sein“ überhaupt?

Keiner von uns ist ein unbeschriebenes Blatt. Sobald wir auf der Welt sind, lernen wir.

Dir wird beigebracht, wie Dinge funktionieren, was erlaubt ist, und was nicht. Und wenn du Glück hast, sind die Bedingungen so gut, dass du dich richtig kennenlernen kannst.

Leider steigen mit zunehmendem Lebensalter auch die Anforderungen und Erwartungen. Und dann kann es schnell passieren, dass du vergisst, was deine wahre Natur ist.

 

Denn Intuition und Hochsensibilität gesund zu leben, ist in unserer Gesellschaft nicht ganz einfach.

Authentisch sein bedeutet, die Verbindung zu sich selbst zu halten und diese so gut wie möglich auszuleben. Authentizität macht dich zu einem bunten Schmetterling inmitten einer eher farblosen und grauen Masse.

Sobald du deine Ecken und Kanten, Facetten, Stärken und Schwächen nicht mehr verbirgst, sondern offen zeigst, wirst du dir das Leben aufbauen können, das wirklich zu dir passt. Denn wenn du weißt, wer du bist und was du willst, ziehst du auf magische Art und Weise an, was dir und deinem Naturell entspricht.

Was authentisch sein für Hochsensible bedeutet: sich nicht zu verbiegen, Emotionen auszuleben, bedürfnisgerecht zu leben

 

Nr. 1: Warum authentisch sein? Masken entfremden dich von dir!

Was möchtest du am Ende deines Lebens sagen können? Dass du DEIN Leben gelebt hast, oder? (Zumindest möchte ich das sagen können, wenn ich diese Welt verlasse.)

Klar, Masken zu tragen und eine Rolle zu spielen, ist manchmal unumgänglich. In einem gewissen Maße können sie uns schützen.

 

Aber einige Menschen laufen immerzu mit einer Maske herum und können diese nicht einmal vor sich selbst fallen lassen. Die Erfahrung hat sie gelehrt, dass sie in ihrem ursprünglichen Naturell nicht akzeptiert werden. Sie lernen, dass sie nur dann gemocht werden, wenn sie eine Rolle spielen (z. B. die der braven Tochter, der aufopfernden Mutter, des starken und fleißigen Vaters). Mit der Zeit stellen sie immer höhere Erwartungen an sich selbst.

Menschen vergessen so nach und nach, wer sie sind und was sie eigentlich wollen. Sie sind oft so auf eine Rolle festgelegt, dass ihre ehemals bunte Gefühlswelt nach und nach einfriert.

Das Resultat ist ein ziemlich anstrengendes, entbehrungsreiches, angepasstes Leben, das sich überdies vielleicht sogar fremd anfühlt. Auch deine hochsensiblen Freundschaften können sich nicht vertiefen, wenn du immer eine Rolle spielst.

Ich finde, niemand hat so ein Leben verdient!

 

Nr. 2: Authentisch sein hilft dir, gesund zu bleiben!

Außerdem entwickeln sich schnell psychische Dysbalancen und körperliche Beschwerden, wenn du langfristig deine wahre Natur übergehst und bei der Entscheidungsfindung dein authentisches Selbst umgehst.

Depressionen, Erschöpfungssymptome, Reizdarm und Co. – all das kann (muss nicht!) darauf hinweisen, dass du viel Anstrengung investierst, um es anderen recht zu machen. Und am Ende keine Kraft mehr übrigbleibt, um deinen eigenen Bedürfnissen nachzukommen.

Wenn du zu dir selbst stehst und den Erwartungen anderer Einhalt gebietest, dann schützt du dich und deine Gesundheit.

Grenzen setzen und verteidigen kannst du nämlich nur, wenn du weißt, wo sie sind. Und dafür ist viel Selbsterkenntnis nötig.

Vorteile von Authentizität für Menschen mit Hochsensibilität

 

Nr. 3: Authentizität bereichert deine sozialen Beziehungen!

Immerzu Masken zu tragen und Rollen zu spielen macht dich unnahbar – gegenüber dir selbst und anderen. Wahrhaftige Beziehungen sind unmöglich. Und es ist in diesem Zustand ebenso unmöglich, sich zu entwickeln.

Authentisch sein bewahrt dich vor einem Leben voller Zwänge, Erwartungen und Dogmen.

Wenn du authentisch bist, spielst du nicht mehr nach den Spielregeln anderer, sondern nach deinen eigenen. Das macht dich für deine bisherigen sozialen Kontakte vielleicht zu einem unbequemen Zeitgenossen, weil du nicht mehr das machst, was sie von dir wollen. Aber du weißt, dass du DEIN Leben lebst, und du wirst nun Menschen in dein Leben ziehen, die dich für deine Authentizität feiern!

Authentisch zu sein, bedeutet, authentische Beziehungen führen zu können – und deine Hochsensibilität in der Partnerschaft in all ihren Facetten zu leben. Deine Beziehungen werden sich für dich zu einer Quelle des Wachstums entwickeln.

 

Ich persönlich erfahre durch Authentizität in meinem sozialen Umfeld:

  • offene Kommunikation von Grenzen und Bedürfnissen
  • tiefe Verbundenheit
  • wahrhaftige emotionale Unterstützung und Geborgenheit
  • die Möglichkeit, bei Entwicklungen unterstützt zu werden
  • dass immer mehr Menschen mit ähnlichem Naturell zusammenfinden

 

Nr. 4: Authentisch leben hilft dir, durchsetzungsfähig zu sein!

Mal ehrlich: Kannst du jemanden ernst nehmen, der gerade etwas Wichtiges mit dir besprechen möchte, aber dabei nervös auf den Boden schaut und vor sich hin stammelt? Offensichtlich hat dieser Jemand Angst und kann nicht selbstbewusst für seine Bedürfnisse einstehen.

Angst kommt von Enge.

Und Enge entsteht unter anderem, wenn wir Dinge machen müssen, die wir nicht machen wollen bzw. können. Wer nie gelernt hat, erhobenen Hauptes für sich einzustehen und auch mal „NEIN“ zu sagen, der wird im Leben oft hin und her geschubst. Weil einfach keine Gegenwehr zu erwarten ist.

 

Wenn du authentisch bist, bist du automatisch in deiner Kraft. Und dann kannst du dich besser verteidigen, wenn dir jemand die Butter vom Brot nehmen will. Eine aufrechte Körperhaltung, Blickkontakt und eine ernste Miene genügen manchmal schon, um deinen Standpunkt zu vermitteln.

Reicht das nicht, hilft dir deine Authentizität auch dabei, sprichwörtlich mit der Hand auf den Tisch zu hauen. Je authentischer du sein kannst, desto mehr wird dein Selbstvertrauen anwachsen.

 

Nr. 5: Authentizität macht dich glücklicher!

Sobald du gelernt hast, authentisch zu sein, wird sich dein Leben Stück für Stück so entwickeln, wie es zu dir passt:

  • Menschen, die mit deinem Selbstbewusstsein nicht zurechtkommen, werden aus deinem Umfeld verschwinden.
  • Beruflich werden sich Möglichkeiten ergeben, bei denen deine Fähigkeiten und Talente entsprechend deinen Bedürfnissen eingesetzt werden können.
  • Deine Power befähigt dich dazu, dir dein Wohnumfeld so zu gestalten, wie du es dir in deiner Vorstellung ausgemalt hast.
  • Weil du deine Grenzen kennst und wahrst, bleibst du gesünder und im Gleichgewicht.
  • Du kannst dich immer besser in dir selbst verankern, weil du weißt, dass du wertvoll bist und an deine Stärke glaubst.

All das macht dich zu einem glücklicheren Menschen.

Du schwimmst nicht mehr im Strom der Masse mit, aber du hast jetzt Menschen um dich, die dich für das lieben, was du wirklich bist.

Ich glaube, das Leben „belohnt“ Menschen, die den Mut aufbringen, ihre Einzigartigkeit zu leben!

Authentizität vs Angepasstheit für Menschen mit Hochsensibilität - Vor- und Nachteile

 

Fazit: Authentisch sein wird dein Leben in jeder Hinsicht bereichern!

Dich gibt es nur ein einziges Mal auf dieser Welt.

Und deshalb bist du mit deinem besonderen Naturell in jeder Hinsicht ein Gewinn und darfst gern zeigen, wer du wirklich bist.

Authentizität befähigt dich, dein Leben nach deinen Vorstellungen gestalten zu können. Außerdem wird dein Selbstbewusstsein immer mehr wachsen, wenn du beginnst, auf dein Inneres zu vertrauen. Damit leistest du aktiven Gesundheitsschutz, kannst tiefere Beziehungen führen und deine Grenzen verteidigen.

Also dann! Zeig dieser Welt, welche Schätze in dir schlummern!

Brauchst du dabei ein wenig Hilfe? Dann nimm gern Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Wer sich verbiegt, um dazuzugehören, bekommt oft genau das, was alle bekommen: ein Leben voller Erwartungen, Druck und Mittelmäßigkeit.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, ihr wahres Potenzial zu entfalten und authentischer zu leben.

Die Welt braucht kreative, authentische Menschen, die mutig ihren Weg gehen und zu ihrer Hochsensibilität stehen.

 

Perfektionismus ablegen: Wie du perfektionistisches Verhalten überwindest

Perfektionismus ablegen: Wie du perfektionistisches Verhalten überwindest

In unserer Gesellschaft ist er allgegenwärtig: Perfektionismus, und zwar in jeder Form. Wir Hochsensiblen neigen dazu, sehr schnell perfektionistische Verhaltensweisen auszubilden. Warum das so ist, und wie du Perfektionismus ablegen kannst, erfährst du jetzt.

 

Du nimmst mit:

  • was Perfektionismus ist und wie er sich im Alltag äußert
  • wie traumatische Erfahrungen die Ausbildung eines solchen Verhaltens begünstigen
  • warum vor allem Selbstliebe und Selbstakzeptanz helfen, um Perfektionismus abzulegen

 

Was ist Perfektionismus überhaupt?

Manche bezeichnen ihn als Persönlichkeitsmerkmal, andere als Verhaltensweise.

Ich persönlich würde Perfektionismus als ein erlerntes Verhalten bezeichnen, das sich infolge ungünstiger emotionaler und sozialer Bedingungen entwickelt hat – und dem auch eine gewisse (genetische) Veranlagung zugrunde liegt.

Perfektionismus bei Menschen mit Hochsensibilität - Anzeichen

Was meine ich konkret?

Perfektionismus äußert sich vor allem durch sehr hohe Ansprüche an sich selbst und andere, einen sehr strengen inneren Kritiker und Antreiber sowie Kontrollstreben. Oft schwingt eine permanente Versagensangst (Angst, nicht gut genug zu sein) und Angst vor Kontrollverlust mit.

Im Grunde handelt es sich bei Perfektionismus um die Angst, andere könnten die eigene Fehlbarkeit erkennen und einen aufgrund dessen (wieder) verletzen und demütigen. Im Grunde erwächst Perfektionismus aus Schamgefühlen. Und natürlich liegt die Ursache von Perfektionismus – wie so oft – in der Kindheit. Perfektionismus ist eine Ausprägung neurotischen Verhaltens.

 

Die Ursachen liegen in der Kindheit!

Perfektionistisches Verhalten ist, in seiner krankhaften, dysfunktionalen Form, eine Traumafolge und kann zu Depressionen, innerem Stillstand und Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung führen. In einer Studie zu frühkindlichem Trauma wurde herausgefunden, dass permanenter Stress die Ausbildung von selbstkritischem (perfektionistischem) Verhalten fördert.

Besonders, wenn du als hochsensibler Mensch in der Kindheit für deine bunte Gefühlswelt gerügt worden bist, deine Wahrnehmungen angezweifelt wurden und du für jeden „Fehler“ bestraft wurdest, ist Perfektionismus eine typische Bewältigungsstrategie.

Denn Menschen mit Hochsensibilität sind auf ein liebevolles und bestärkendes Umfeld angewiesen, das dabei unterstützt, die eigene Intuition gesund zu leben. Die meisten von uns hatten ein solches Umfeld in der Kindheit nicht.

Ursachen von Perfektionismus bei Menschen mit Hochsensibilität

Je öfter hochsensible Kinder gespiegelt bekommen, dass sie nicht in Ordnung sind, desto früher und stärker bilden sich Perfektionismus und die Angst vor Fehlern aus.

 

Warum? Weil wir Hochsensiblen in vielerlei Hinsicht empfindlicher reagieren auf:

  • Bewertungen unserer Bezugspersonen
  • nonverbal kommunizierte oder direkt ausgesprochene Erwartungen
  • erlebten Schmerz, der sich tief in unsere Seele brennt
  • das Gefühl, unverstanden zu sein und uns nicht zugehörig zu fühlen
  • unser soziales Umfeld, ihre inneren Verletzungen und daraus resultierende Ansprüche an uns

Es ist unser natürlicher Anspruch, Dinge „gut“ zu machen.

Wird die Erfüllung unserer Grundbedürfnisse (z. B. Liebe) allerdings an Leistungen geknüpft, erzeugt das automatisch Druck und Angst. Und die sind idealer Nährboden, um krankhaften Perfektionismus zu entwickeln.

Übrigens: Wenn du wissen willst, was geschieht, wenn Trauma in früher Kindheit ausgebildet wird, dann schau gern einmal in mein kostenfreies PDF „Der Mensch als Schichtsystem – Warum Entwicklung in Spiralen erfolgt“ hinein!

 

Dysfunktionalen Perfektionismus ablegen: Ist das möglich?

Es ist wichtig, zu unterscheiden, ob Perfektionismus noch sinnstiftend oder schon krankhaft ist.

Manchmal ist ein wenig Kontrolle nicht schlecht! Wenn deine Gedanken allerdings permanent darum kreisen, ob du wirklich alles richtig gemacht hast und dich für jeden Fehler verurteilst, dann ist dein perfektionistisches Verhalten zu einer Bürde geworden.

Unterschiede zwischen funktionalem und dysfunktionalem Perfektionismus erkennen

Grundsätzlich versucht der innere Perfektionist, dich vor einer erneuten Beschämung seitens deines sozialen Umfelds zu bewahren, also dein (emotionales, soziales) Überleben zu sichern. Je größer er allerdings wird, desto mehr beraubt er dich deiner Leichtigkeit und Lebensfreude.

Wenn du in einer Beziehung bist, ist dein Partner Spiegel für dich. Wenn du bemerkst, dass du auf Äußerungen übermäßig stark reagierst und dich kritisiert fühlst, dann kannst du davon ausgehen, dass eine tiefe Verletzung getriggert wurde. Diese Verletzungen sind meist die Ursache für perfektionistisches Verhalten.

 

Ich persönlich habe mich die meiste Zeit meines Lebens für all das, was nicht „perfekt“ gelaufen ist, geschämt. So sehr, dass ich manchmal gern im Erdboden versunken wäre. Ich bin so oft für meine natürliche Menschlichkeit gedemütigt worden, dass ich irgendwann einen extrem hohen (nicht erfüllbaren) Anspruch an mich entwickelt hatte.

Erst, als nichts mehr ging, habe ich lernen müssen, Perfektionismus abzulegen. Und das hat natürlich eine Weile gedauert!

 

Selbstmitgefühl: Die Basis, um Perfektionismus abzulegen

Du kannst deinen Perfektionismus ablegen – wenigstens zu einem gewissen Teil. Und das bringt dir eine Menge Leichtigkeit in dein Leben zurück. Ein liebevoller Umgang mit dir selbst ist die Basis, um dein perfektionistisches Verhalten zu reduzieren.

Ich habe das lange nicht verstanden.

Warum soll ich denn liebevoll mit mir sein, trotz dem ich Fehler mache (was übrigens normal ist, wenn man ein Mensch ist). Meine Liebe zu mir war immer davon abhängig, dass ich möglichst alles richtig mache. Ein Fehler – und schon habe ich mich selbst verurteilt, mich noch mehr unter Druck gesetzt. Ein Teufelskreis, der zu immer mehr Stress geführt hat.

 

Für dich ist es wichtig, zu verstehen, dass du dysfunktionalen Perfektionismus entwickelt hast, weil du verletzt worden bist. Er ist die Folge traumatischer Erfahrungen, die dir weh getan haben.

Erst, als ich das begriffen hatte, wurde ich ein wenig sanfter zu mir. Endlich erhielt ich Zugang zu all dem Schmerz, der sich über die Jahre angestaut hatte. Ich durfte trauern, meine Wut zulassen, und lernte, mir liebevoll zu begegnen.

Je besser ich das konnte, desto weniger Angriffsfläche hatte der Perfektionismus. Mit zunehmendem Selbstmitgefühl konnte ich ungesunde Erwartungen loslassen und mir ein gutes Stück Leichtigkeit zurückholen.

Selbstwertgefuhl bei Hochsensibilität stärken

 

3 Tipps für den Alltag, um perfektionistisches Verhalten abzubauen

Ich weiß, wie schwer es ist, alte Muster loszuwerden und durch gesünderes Verhalten zu ersetzen. Aber es ist möglich! Und du schaffst das auch.

Um Perfektionismus abzulegen, kannst du im Alltag auf 3 kleine Dinge achten:

  1. Versuche, dein Körpergefühl zu stärken. Je besser du mit deinem Körper verbunden bist, desto weniger Zeit verbringst du im Kopf. So kannst du das innere Gefühl von Sicherheit erhöhen – der Perfektionismus nimmt langsam ab. Zudem kannst du jetzt viel besser Grenzen setzen.
  2. Beame dich in den Beobachtermodus, wenn du bemerkst, dass du gerade viel zu streng mit dir bist. Du kannst diese Fähigkeit trainieren und identifizierst dich weniger mit dem verurteilenden inneren Kritiker.
  3. Werde der beste Freund/die beste Freundin für dich. Ja, das geht (und dauert, aber das ist OK). Pflege einen liebevollen Umgang mit dir. Wann immer du merkst, dass da gerade der innere Perfektionist werkelt, sprich dir innerlich gut zu.

 

Fazit: Perfektionismus ablegen durch Selbstmitgefühl

Niemand ist perfekt!

Und niemand muss perfekt sein, um geliebt zu werden. Verstehe, dass dein Überleben nicht (mehr) davon abhängig ist, wie andere dich beurteilen.

Du bist liebenswert, mit allem, was dich ausmacht!

 

Perfektionistisches Verhalten ist anstrengend. Du kannst es nach und nach abbauen, indem du lernst, den Schmerz darunter anzuerkennen und zu heilen. Die Stärkung deiner Körperwahrnehmung und ein liebevoller Umgang mit dir und deiner Einzigartigkeit helfen dir dabei, Perfektionismus abzulegen. In meinem PDF zum Thema „Perfektionismus abbauen“ findest du noch mehr Infos dazu.

Ich weiß genau, dass du das schaffst! Falls du dabei ein wenig Unterstützung brauchen solltest, dann nimm doch gern Kontakt zu mir auf.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Perfektionismus zeigt sich häufig dort, wo unsere Gesellschaft Hochsensible lehrt, dass Leistung wichtiger ist als Gefühle oder die eigene Verletzlichkeit.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, den inneren Kritiker gegen Selbstmitgefühl zu ersetzen und nachsichtiger mit sich umzugehen.

Falls auch du lernen willst, liebevoller mit dir umzugehen, dann kontaktiere mich gern.

 

Die Angst, nicht gut genug zu sein: 3 Gedanken für Hochsensible

Die Angst, nicht gut genug zu sein: 3 Gedanken für Hochsensible

Wahrscheinlich ist jeder Mensch in der ein oder anderen Form von der Angst, nicht gut genug zu sein, betroffen. Bist du auch hochsensibel und kämpfst mit diesem Gefühl vielleicht mehr als andere? Dann möchte ich dir heute zeigen, wie ich damit umgehe.

 

Du nimmst mit:

  • woher diese Angst kommen könnte
  • wie du es als HSP schaffst, dich vor unangebrachter Kritik zu schützen
  • was du tun kannst, um deinen Selbstwert zu steigern

Tipp: Ein tolles Kinderhörbuch mit der Botschaft „Du bist genauso richtig, wie du bist!“ heißt „Sofias Bruder liebt das Wasser“ und handelt von Tom, einem Kind mit Angelmansyndrom.

 

Der Ursprung des Glaubenssatzes „Ich bin nicht gut genug.“

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.

Du, ich, und alle anderen werden meistens nicht daran gemessen, wer wir sind, sondern WAS wir erreicht haben – oder eben auch nicht. Wir werden schon in der Schule permanent darauf hingewiesen, wo unsere Fehler liegen, werden bewertet und kritisiert. Unsere Rollenerwartungen fördern Leistungsdenken – vor allem hochsensible introvertierte Männer können ihre Verletzlichkeit kaum zeigen, ohne beschämt zu werden.

Auch eine Studie zum Thema Angst, nicht gut genug zu sein, belegt, dass Perfektionismus, der stark auf Angst vor Fehlern und Bewertung ausgelegt ist, mit niedrigerem Selbstwert verbunden ist.

Der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug.“ ist daher wahrscheinlich so alt, wie unsere Leistungsgesellschaft.

Ich bin nicht gut genug - So kannst du mit dem Glaubenssatz umgehen

Ich bin mir sicher, dass meine und deine Vorfahren unter diesem Gedanken gelitten haben. Ständige Vergleiche mit anderen, Erwartungen und der gesellschaftlich verankerte Leistungsgedanke fußen darauf, dass wir angeblich Mängelwesen sind, die erst durch Leistung genügen.

Und so haben deine Vorfahren dir diesen Glaubenssatz (ohne böse Absicht) in die Wiege gelegt. Einfach, weil auch ihnen niemand gesagt hat, dass das Blödsinn ist. Während deines Lebens wirst du sicher immer mal wieder auf deine Fehlerhaftigkeit hingewiesen worden sein. Durch deine Hochsensibilität geht dieser Glaubenssatz bei dir vielleicht tiefer als bei anderen.

An dieser Stelle (und ich werde es noch oft wiederholen) sei gesagt: DU BIST GENUG! So, wie du jetzt bist. Egal, was du gemacht hast und egal, was noch kommen wird. DU GENÜGST!

 

Der Glaubenssatz „Ich genüge nicht.“ ist unfassbar schädlich. Er erzeugt inneren Druck und erschwert die Entscheidungsfindung erheblich. Mit dem Selbstwertgefühl geht es steil bergab.

Es ist nicht deine Schuld, dass dir jemand die Angst, nicht gut genug zu sein, eingepflanzt hat.

Aber es ist jetzt deine Verantwortung, diesen Glaubenssatz zu entlarven und aus deinem System zu entsorgen. Einfach, weil du es verdient hast, GLÜCKLICH ZU SEIN und ENTSPANNT LEBEN zu können!

 

Angst, nicht gut genug zu sein: Vor unangemessener Kritik anderer schützen

Menschen, die kein gutes Haar an dir lassen, haben oftmals Selbstwertprobleme und projizieren diese auf dich.

Wenn jemand an mir und meinem Leben herumnörgelt, mich schlecht macht und in die Enge treiben will, dann weiß ich sofort, dass er selbst von der Angst, nicht gut genug zu sein, betroffen ist.

Menschen teilen viel über sich selbst mit, wenn sie an dir herumkritisieren! In Wahrheit bist nicht DU derjenige/diejenige, der/die nicht genügt. In Wahrheit sprechen sie über ihr eigenes Gefühl, ungenügend zu sein.

 

Glaubst du mir nicht? Dann möchte ich dir gern ein Beispiel geben.

Ein Bekannter verurteilt meine Art zu leben, weil ich mich angeblich nicht selbst verwirkliche, nicht egoistisch genug bin und nach der Pfeife anderer tanze.

Nichts davon stimmt. Ich mache (meist) WONACH MIR IST und liebe es, authentisch zu sein.

Ich weiß aber, dass dieser Bekannte selbst in einem Leben feststeckt, das von Zwängen und Druck bestimmt ist. Er hat mir das selbst gesagt. Warum lebt er so ein anstrengendes Leben? Weil er glaubt, genau das aufrechterhalten zu müssen, da er sonst versagt hätte – also nicht mehr genügt.

Er projiziert sein eigenes Selbstwertproblem auf mich!

 

Wann immer jemand in mir die Angst, nicht gut genug zu sein, triggert, prüfe ich:

  • wie glücklich dieser Mensch auf mich wirkt
  • mit welchem Tonfall er mich kritisiert
  • inwieweit meine Intuition mir signalisiert, ob dieser Mensch auf mich den authentischen Eindruck macht, dass er mit sich zufrieden ist
  • ob er mich angemessen kritisiert oder ob er mich angreift
  • wie gut mich dieser Mensch wirklich kennt

Danach entscheide ich, wie ich mit seiner Kritik umgehe.

Stelle ich fest, dass die Kritik unangemessen ist, dann lasse ich das Gesagte im besten Fall an mir abprallen. Alternativ verteidige ich mich auch, ohne dabei großartig emotional zu werden.

3 Strategien, um mit unangemessener Kritik umzugehen

Selbstwert steigern: 5 Tipps, um das Gefühl „Ich genüge!“ zu pushen

Um von der Angst, nicht gut genug zu sein, nicht mehr so schnell getriggert werden zu können, hilft vor allem ein gesundes Selbstwertgefühl.

Ich möchte meine Worte gern noch einmal bekräftigen: DU BIST GENUG! Wirklich! Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich das Gefühl von Wertlosigkeit breit macht. Aber es gehört nicht zu dir. Es wurde dir im Laufe deines Lebens nur übergestülpt.

 

Und deshalb kannst du gegensteuern, indem du dein Selbstwertgefühl steigerst – mithilfe von 5 einfachen Tipps:

  1. Stelle dich jeden Tag 1 Minute vor den Spiegel. Schau dir in die Augen und sage: „Ich genüge. Ich liebe mich so, wie ich bin. Ich bin wertvoll. Ich bin dankbar für all meine Talente und Fähigkeiten.“ Du kannst das natürlich abwandeln, wie es sich für dich richtig anfühlt. Am Anfang fällt es dir vielleicht etwas schwer. Aber mit der Zeit wird die Angst, nicht gut genug zu sein, immer kleiner werden! Diese Übung ist übrigens super geeignet, um dich und deine Hochsensibilität im Alltag zu schützen.
  2. Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe all das auf, was du schon geschafft hast. Egal, wie klein die Erfolge gewesen sein mochten: Schreib sie auf! Jeden Abend kannst du etwas ergänzen. Je sichtbarer du diese Liste bei dir platzierst, desto besser. Greife dir die Liste in Situationen, die dir Angst machen (z. B. wenn du als HSP zum Date gehst), um dein Selbstvertrauen zu stärken.
  3. Es gibt sie – die lieben Menschen in deinem Umfeld! Vielleicht bist du mutig genug, um einen von ihnen zu bitten, dich an deine Stärken zu erinnern, wenn es dir gerade schwerfällt. Wenn du möchtest, kannst du ihn auch fragen, ob er seine Worte auf Tonband für dich aufnimmt.
  4. Schaffe dir eine kleine Routine, die du relativ mühelos einhalten kannst (z. B. 5 Minuten Meditation pro Tag, 2-mal Sport in der Woche). Das sorgt für kleine Erfolgserlebnisse, die dir dabei helfen, dein Selbstwertgefühl zu steigern.
  5. Übe dich in einer „Ist nicht so schlimm“-Strategie für schlechte Tage. Du bist eine HSP. Sei gnädig und liebevoll mit dir, wenn es mal nicht so läuft, wie gewünscht. Du genügst auch dann, wenn du deine Ziele nicht erreichst oder dafür einfach länger brauchst.

 

Früher war ich furchtbar streng mit mir und bin immer ärgerlich geworden, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen lief.

Mittlerweile kann ich mich besser auf meine Stärken und Tageserfolge konzentrieren und Grenzen setzen. Mein Selbstwert ist jetzt unabhängiger von dem, was andere von mir denken bzw. mir sagen.

Bestimmt wirst auch du nach und nach die Angst, nicht zu genügen, loslassen können.

5 Sätze, um das Selbstwertgefühl bei Hochsensibilität zu steigern

 

Fazit: Angst, nicht zu genügen abbauen & Selbstwert steigern

Ich kenne dich nicht, aber trotzdem weiß ich: Du bist ein wertvoller Mensch! Mit deiner hochsensiblen Ader, deinen Eigenheiten, Begabungen, Stärken und Besonderheiten bereicherst du diese Welt.

Deshalb wäre es wunderbar, wenn dich das Gefühl, nicht zu genügen, nicht mehr belastet und in deiner Lebensfreude einschränkt!

 

Prüfe daher gut, wer dich umgibt und wie die Menschen mit dir umgehen. Höre genau hin, wenn dich jemand ungefragt kritisiert. Oft teilen Menschen dir nur mit, wie sie über sich selbst denken. Du hast die Möglichkeit, dich gegen unangemessene Kritik zu wehren oder den Kontakt zu diesen Menschen zu reduzieren.

Im besten Fall sind dein Selbstwertgefühl und die innere Geborgenheit irgendwann so groß, dass Angriffe einfach an dir abprallen.

 

Für ein gesundes Selbstwertgefühl kannst du viel tun!

Je liebevoller du mit dir selbst umgehst und je besser du all deine kleinen Erfolge würdigen kannst, desto schneller wird sich die Angst, nicht gut genug zu sein, in Luft auflösen!

DU BIST WERTVOLL. DU BIST GENUG. Erschaffe dir dein Leben so, wie du es möchtest!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Nicht gut genug zu sein, ist ein Gefühl, das existenzbedrohlich ist. Auch ich habe viele Jahre geglaubt, mir das Recht auf ein schönes Leben hart erarbeiten zu müssen.

In meiner Beratung unterstütze ich Hochsensible, die sich von der Angst, nicht zu genügen, befreien wollen. 

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen Selbstwert zu stärken und dich von Ängsten und Zweifeln zu befreien.

 

Hochsensibilität: 7 Tipps für einen reizarmen Alltag

Hochsensibilität: 7 Tipps für einen reizarmen Alltag

Hast du auch oft das Gefühl, die Welt viel tiefer wahrzunehmen? Alle Eindrücke gehen bis ins Mark und du brauchst lange, um Erlebnisse zu verarbeiten? Dann liegt das wahrscheinlich an deiner Hochsensibilität!

Ich zeige dir heute 7 Tipps, mit denen du mit Hochsensibilität deinen Alltag entspannter und reizarmer gestalten kannst.

Auflistung der Merkmale von hochsensiblen Menschen

Was ist Hochsensibilität eigentlich?

 

Die Symptome von Hochsensibilität sind vielfältig.

HSP nehmen die Welt etwas anders wahr, als andere Menschen: tiefer, bunter, intensiver. Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen mit besonders feinen Antennen, die ein ausgezeichnetes Gespür für Schwingungen, Stimmungen und Emotionen haben. All das kann sehr überfordernd sein.

Die Vielzahl an Reizen (z. B. Gerüche, Bilder, Stimmen), die täglich auf uns einströmen, kann das Nervensystem von Menschen mit Hochsensibilität im Alltag sehr belasten. Stark besuchte Plätze mit viel Krach und Tausend verschiedenen Eindrücken sind für Hochsensible ebenso wenig attraktiv wie Stress und Hektik im Job und Druck bei der Entscheidungsfindung.

 

Viele Hochsensible reagieren auch sehr gereizt, wenn sie Hunger haben, nervös sind oder gerade keine Möglichkeit besteht, angestaute Emotionen gesund zu entladen.

Dann kann es schnell passieren, dass es entweder zur Reizüberflutung kommt – also einem Zustand, in dem das Nervensystem aufgrund der Überforderung völlig aus der Bahn gerät, oder eine Art Dissoziation einsetzt– also die Abspaltung von den eigenen Emotionen.

Übrigens: Falls du wissen möchtest, wie du dich schnell und einfach erden kannst, dann lade dir meine PDF „Nervensystem regulieren“ herunter.

 

Bei Hochsensibilität handelt es sich also um ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal, das zu einer tieferen Wahrnehmungsfähigkeit führt. Folglich benötigen Menschen mit Hochsensibilität im Alltag länger, um Eindrücke zu verarbeiten und sich von all den Reizen zu erholen.

 

Hinweis: Hochsensibilität ist keine Krankheit! Es handelt sich nicht um eine Diagnose, sondern beschreibt eine Eigenschaft, die derzeit ca. 20 bis 25 % der weltweiten Bevölkerung aufweisen.

Tipps, um Reizüberflutung bei Hochsensibilität sofort stoppen

Symptome von Hochsensibilität: Bin ich hochsensibel?

 

Die Symptome von Hochsensibilität sind vielfältig und auf allen möglichen Ebenen spürbar – körperlich, seelisch und psychisch. Durch die erhöhte Sensibilität gegenüber Reizen geraten Menschen mit Hochsensibilität im Alltag schneller in Stress – und das macht sich ganz unterschiedlich bemerkbar.

Die eigene Hochsensibilität besser erforschen durch das Buch "Hochsensibilität verstehen und leben: 50 Inspirationen, um die eigene Hochsensibilität besser kennenzulernen"

Körperliche Symptome von Hochsensibilität

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien
  • Überempfindlichkeiten (z. B. gegenüber Medikamenten)
  • Verspannungen (z. B. durch hochgezogene Schultern), kommt oft vor, wenn Hochsensible einkaufen gehen
  • Hautirritationen und -ausschläge (z. B. bei kratziger Wollkleidung)
  • vermehrtes Schwitzen (vor allem in Stresssituationen)
  • Neigung zur Ausbildung von Reizdarm, Hautkrankheiten und Migräne

 

Psychische Symptome von Hochsensibilität

  • erhöhte Anfälligkeit gegenüber Depressionen und Angststörungen
  • permanente Unruhe und Hang zu Perfektionismus (In der PDF „Perfektionismus gesund abbauen“ lernst du, wie du freundlicher und nachsichtiger mit dir umgehen kannst.)
  • Schwierigkeiten, sich zu entspannen und fallenzulassen
  • erhöhte Anfälligkeit, traumatisiert zu werden
  • Grübelschleifen, holistisches Denken
  • Offenheit und Lernfreude
  • Hochsensibilität im Beruf führt oft zur Übernahme von zu viel Verantwortung

 

Seelische Merkmale von Hochsensibilität

  • Tiefgründigkeit: Menschen mit Hochsensibilität nehmen den Alltag, ihre Umwelt und ihr Innenleben extrem detailliert und reflektiert wahr, analysieren das Geschehen und setzen es in Kontext.
  • Einfühlungsvermögen: Hochsensible sind extrem empathisch und haben ein ausgezeichnetes Gespür für die Schwingungen in ihrem Umfeld. Die hohe Empathie führt oft zu einem hohen Verantwortungsbewusstsein und der Annahme, die Gefühle anderer Menschen regulieren zu müssen.
  • Komplexe Gefühle: Die Gefühlswelt ist nicht nur bunt, sondern auch extrem komplex. Alle Emotionen werden intensiv wahrgenommen.
  • Kreativität: Hochsensible sind sehr kreativ, musikalisch und künstlerisch begabt. Dadurch finden sie auch unkonventionelle Lösungen und können so Entwicklungen vorantreiben.
  • Reizbarkeit: Alle möglichen Reizarten werden sehr intensiv empfunden. Das kann schnell zu Stress und Verhaltensweisen führen, die andere Menschen für unangebracht und anstrengend halten (z. B. Wutanfall aufgrund von Überforderung).

 

Tipp: Wenn du lernen willst, mit deiner Hochsensibilität im Alltag besser zurechtzukommen, schau gern in meine PDF „Reizarme Alltagsgestaltung für Menschen mit Hochsensibilität“ hinein!

Eigenschaften von Hochsensibilität: tiefe Wahrnehmung, intensive Sinnesverarbeitung, schnellere Überforderung, komplexe Emotionalität

Ursachen der Hochsensibilität: Angeboren oder erworben?

 

Laut Nachforschungen von Michael Harslem gibt es verschiedene Ursachen, die die Ausbildung von Hochsensibilität erklären könnten. Tatsächlich ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig darüber, was zur Entwicklung von Hochsensibilität führt – und warum einige Menschen hochsensibel sind und andere nicht.

Es wird vermutet, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen (z. B. Hochsensibilität der Eltern, Umweltbedingungen während der Schwangerschaft). Zudem arbeiten gewisse Hirnareale bei Hochsensiblen etwas anders, wodurch eine erhöhte Reizempfindlichkeit erklärt werden könnte. Fakt ist jedenfalls, dass die Vielfalt und Intensität der Reize stark zunimmt und dies eine Belastung für das (vor allem frühkindliche) Nervensystem darstellt.

Es wird aufgrund unserer schnelllebigen Zeit und der stetig höheren Ansprüche immer herausfordernder, Hochsensibilität im Alltag gesund zu leben.

 

Angeborene Hochsensibilität

Laut Untersuchungen von Elaine Aron (der Begründerin der Hochsensibilität) handelt es sich um eine angeborene Eigenschaft. Die Veranlagung zu einer tiefen Reizverarbeitung führt zu einer höheren Empfindsamkeit, einer tiefen Wahrnehmungsfähigkeit und einem permanent höheren Stresslevel. Elaine Aron hat festgestellt, dass Hochsensibilität also vererbt wird.

 

Erworbene Hochsensibilität

Die Persönlichkeitspsychologie geht davon aus, dass Hochsensibilität auch erworben werden kann. Traumatische Erfahrungen – besonders während der frühkindlichen Entwicklung – können dazu führen, dass sich eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Reizen ausbildet und sich das Nervensystem (ähnlich wie bei Krankheitsbildern infolge von Traumata) dauerhaft in einer gewissen Alarmbereitschaft befindet.

 

Hinweis: Ich persönlich glaube, dass es eine Mischung ist. Wer mit einem empfindsameren Nervensystem auf die Welt kommt und in Anbetracht viel zu vieler Reize ständig Stress ausgesetzt ist, ist auch anfälliger dafür, traumatisiert und demzufolge noch sensibler zu werden.

 

 

7 Alltagstipps, um gut mit Hochsensibilität zurechtzukommen

 

Wie geht man mit Hochsensibilität um?

Gerade im hektischen Alltag ist es sehr herausfordernd, die eigene Hochsensibilität zu leben. Überall lauern Reizquellen, Stress und Überforderung. Um das hochsensible Nervensystem nicht zu überlasten, ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und den Alltag so bedürfnisgerecht wie möglich zu gestalten.

 

1. Mit Reizquellen bewusst umgehen

Akustische und visuelle Reize sind oft die, die uns aufgrund unserer Hochsensibilität im Alltag am meisten zu schaffen machen. Anstrengende Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, ein ständig klingelndes Smartphone und trubeliges Stadtgewimmel können uns schon ziemlich zusetzen.

Auch starke Gerüche wie Abgase und starkes Parfum sind für unser Nervenkostüm eine Belastung. Viele Hochsensible sind auch sehr vorsichtig, was den Körperkontakt zu anderen Menschen angeht. Das ist völlig in Ordnung und du solltest dir erlauben, das auch zu kommunizieren.

Du darfst dir erlauben, Reizquellen bewusst zu meiden und auf ein erträgliches Maß einzudämmen.

Mit diesen einfachen Tipps kannst du als HSP Reizquellen bewusst meiden:

  • Verzichte auf kratzige Textilien auf der Haut, um Hautirritationen vorzubeugen.
  • Schalte dein Smartphone nach dem Feierabend aus, um der ständigen Erreichbarkeit zu entgehen.
  • Begrenze deine Zeit auf Social Media auf das Minimum.
  • Nimm dir Kopfhörer oder Ohropax mit, wenn du unter vielen Leuten bist.
  • Suche dir im Vorhinein Orte, wo du zur Ruhe kommen kannst, wenn deine Hochsensibilität im Alltag überstrapaziert wird.
  • Verzichte auf allzu scharfe Speisen und achte auf magenschonende Lebensmittel, die so naturbelassen wie möglich sind.
  • Nimm dir ausreichend Zeit für dich, die du verbringen kannst, wie du gerade möchtest.

2. Grenzen setzen und verteidigen

Dies ist geradezu die Königsdisziplin, um die Hochsensibilität im Alltag gut schützen zu können.

Aufgrund unserer großen Empathie für alles und jeden fällt es uns extrem schwer, unsere eigenen Grenzen zu wahren. Manchmal stehen wir auch so unter Strom, dass wir unsere Bedürfnisse und Grenzen gar nicht mehr wahrnehmen. Und dann geraten wir in eine ungesunde Spirale aus Überforderung, Druck und Selbstsabotage.

Grenzen setzen ist in einer so funktionalen Welt wie unserer die einzige Chance, damit wir nicht permanent aus dem Gleichgewicht geraten.

Zugegeben: Spaß macht es am Anfang nicht, „Nein“ zu sagen. Und dennoch ist dies ein wahrer Beweis dafür, dass du dich und deine Emotionen ernst nimmst.

 

Für klare Grenzen kannst du als hochsensibler Mensch Folgendes tun:

  • Verbindlichkeiten auf das Mindestmaß reduzieren und Verabredungen auch mal absagen, wenn du dich nicht gut fühlst.
  • Vor allem im Job und in Beziehungen konkret besprechen, was deine Aufgaben sind – und welche Verbindlichkeiten jemand anderem gehören. Wir Hochsensiblen wissen nämlich manchmal nicht, dass andere auch Verantwortung tragen können.
  • „Nein“-sagen solltest du wirklich üben. Mach dir bewusst, dass du das machst, um dich und deine Gesundheit zu schützen, und nicht, um jemand anderem zu schaden.
  • Suche dir professionelle Hilfe oder eine Beratung für Hochsensible, um dich besser mit dir selbst zu verbinden. Dann fällt es dir automatisch leichter, deine Grenzen zu ziehen und deine Hochsensibilität im Alltag zu schützen.
  • Lass dich nicht von anderen emotional erpressen. Ja, es mag ihnen gerade nicht gut gehen. Aber es ist nicht deine Verantwortung, sie zu retten!
Grenzen setzen für Hochsensible: Grenzen erkennen, Grenzen kommunizieren, Verbesserungen durchführen, Konsequenzen ziehen

3. Mechanismen erlernen, um Reize und Eindrücke gesund abzubauen

Wer mit feinen Antennen ausgestattet ist, dem geht alles bis ins Mark.

Uns Menschen mit Hochsensibilität fehlt gewissermaßen ein Reizfilter im Gehirn, eine schützende Barriere, die uns davor bewahren würde, alles im Unterbewusstsein abzuspeichern. Alles, was im Kurzzeitgedächtnis ankommt, gelangt automatisch in unser Langzeitgedächtnis – ohne, dass in sinnvolle und sinnlose Informationen unterschieden wird.

Das hat zur Folge, dass wir aufgrund unserer Hochsensibilität im Alltag leichter traumatisiert werden, wenn wir keine Strategien haben, um starke Eindrücke und Emotionen gesund zu verarbeiten.

 

Das Abspalten von überfordernden Reizen ist bestenfalls eine kurzfristige Notlösung. Dauerhaft führt dies nur dazu, dass du emotional immer mehr abstumpfst. Und das ist nicht wirklich optimal, sondern raubt dir eine Menge Lebendigkeit.

Um Hochsensibilität im Alltag zu bewältigen, ist es sinnvoll, das Erlebte zu reflektieren, ohne sich in den Emotionen komplett zu verlieren. Auch offene Kommunikation, Journaling, Meditation und Achtsamkeitsübungen können dich dabei unterstützen, belastende Alltagssituationen gut zu verarbeiten. Im Grunde geht es darum, diese energetischen Eindrücke zu neutralisieren bzw. gesund zu verarbeiten.

 

4. Routinen in den Alltag integrieren

Gerade in einer Welt, die sich ständig verändert, ist es wichtig, sich eigene Strukturen zu schaffen. Ein gut strukturierter Tagesplan erhöht das Sicherheitsgefühl und hilft dir dabei, besser mit emotionaler Überforderung zurechtzukommen. In meinem PDF „Selbstfürsorge für Hochsensible“ findest du viele tolle Inspirationen für Alltagsroutinen.

Das Beste ist: Du kannst dir deine Routinen so in den Tagesplan integrieren, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Vielleicht hilft es dir, jeden Morgen eine halbe Stunde durch den Wald zu spazieren, um dich und deine Hochsensibilität für den Alltag zu wappnen. Vielleicht profitierst du am meisten von einem festgelegten Ernährungsplan (PDF „gesunde Ernährung“) oder einer bestimmten Abfolge von Entspannungstechniken nach dem Feierabend.

Hochsensibilität im Alltag leben mit 5 Achtsamkeitsübungen für alle 5 Sinne

Hinweis: Du wirst wahrscheinlich ganz andere Routinen benötigen, als Nicht-Hochsensible. Vergleiche dich nicht mit ihnen, denn sie sind einfach ganz anders gestrickt. Was auch immer dir dabei hilft, deine Hochsensibilität im Alltag gesund zu leben – mach es! Gib dir die Erlaubnis dazu, deinen Tagesablauf nach deinen Bedürfnissen zu gestalten.

 

Diese 5 Routinen können dir im Umgang mit deiner Hochsensibilität im Alltag helfen:

  1. Stelle dir den Wecker jeden Tag auf dieselbe Uhrzeit und gehe abends zur immer gleichen Zeit ins Bett.
  2. Suche dir einen Wochentag aus, an dem du dich nur um dich selbst kümmerst.
  3. Bereite dich emotional darauf vor, wenn du deinen Alltag startest und dich in schwierige Situationen begibst. Ein imaginärer Schutzschild und ermutigende Selbstgespräche sind gut geeignet, um dich für Herausforderungen zu wappnen.
  4. Wenn dich soziale Kontakte belasten und dir Energie rauben, überlege dir eine Routine, um dich von anstrengenden Schwingungen zu erholen. Ein warmes Bad und energetische Reinigungsübungen sind gute Möglichkeiten, um deine soziale Batterie wieder aufzuladen.
  5. Richte dir jeden Tag eine Zeit ein, in der du dich mit einem Menschen triffst, dem du vertraust. Nun kannst du dich emotional öffnen, Ballast abwerfen und gemeinsam mit deinem Gegenüber nach Lösungen für Probleme suchen.

 

5. Mitgefühl mit sich selbst entwickeln

In einer Welt, die uns gern zum Funktionieren zwingen möchte, bleibt etwas sehr Wichtiges oft auf der Strecke: Selbstmitgefühl.

Leider lernen wir oft, unsere Hochsensibilität im Alltag zu verurteilen, weil wir dadurch oft mehr Zeit benötigen, emotionaler reagieren und im klassischen Sinn nicht so leistungsfähig sind. Dabei sind wir emotionale Leistungsträger in dieser Gesellschaft und müssen uns zudem mit jeder Menge Trauma, Anforderungen und Erwartungen auseinandersetzen.

 

Selbstmitgefühl ist für Hochsensible ganz besonders wichtig, denn aufgrund unserer Gabe fühlen wir uns von anderen ja oft ziemlich unverstanden. Nur wir selbst wissen, warum wir uns wann wie fühlen und können uns mit dem versorgen, was wir brauchen.

Und es ist anfangs auch gar nicht so einfach, einen liebevollen Umgang mit sich selbst zu pflegen – schließlich haben wir alle in irgendeiner Art und Weise erfahren, für unser Sein und unsere Emotionen verurteilt worden zu sein.

Ich möchte dich deshalb dazu ermutigen, Mitgefühl mit dir zu haben. Deine Verletzungen und Narben verdienen es, anerkannt und geheilt zu werden. Deine Seele verdient es, geachtet und respektiert zu werden. Deine Gefühle verdienen es, akzeptiert, umsorgt und gehalten zu werden.

Kein Mensch auf der Welt hat dein Mitgefühl mehr verdient, als du.

 

Hinweis: Gerade am Anfang kann es sich merkwürdig anfühlen, liebevoll mit sich umzugehen. Wer immer erfahren hat, dass andere einen verurteilt haben, der tut sich schwer damit, plötzlich Selbstmitgefühl zu haben. Falls du große Schwierigkeiten damit haben solltest, die verurteilenden Stimmen in dir zu besänftigen, dann scheue dich nicht davor, dir Hilfe zu suchen. Es lohnt sich!

 

6. Gesunde Selbstfürsorge etablieren

Vor allem wir Hochsensiblen wachsen oft in dem Glauben auf, Selbstfürsorge sei egoistisch. Dem ist aber absolut nicht so! Im Gegenteil: Selbstfürsorge ist die Grundlage für, anderen überhaupt erst helfen zu können und das Miteinander positiv zu beeinflussen.

Ohne ausreichend Pflege auf körperlicher, psychischer und seelischer Ebene läufst du ziemlich schnell Gefahr, deine Grenzen zu übertreten und auszubrennen.

5 Ebenen der Selbstfürsorge, um Hochsensibilität im Alltag gesund zu leben

Versuche deshalb, deine Selbstfürsorge gut im Blick zu behalten und deine Hochsensibilität im Alltag zu pflegen. Gerade für uns Hochsensible ist es extrem wichtig, dass wir uns gut um unsere zarte Seele kümmern. Die Welt verlangt schließlich viel von uns ab – und wenigstens wir selbst sollten uns den Raum und die Zeit nehmen, damit wir uns gut um uns kümmern können.

Menschen mit Hochsensibilität verstehen unter Selbstfürsorge oft ganz andere Dinge, als Menschen mit weniger feinen Antennen. Während andere sich entspannen, wenn sie unter vielen Leuten sind, suchen wir eher die Stille und sind gern allein.

 

5 Ideen für eine gesunde Selbstfürsorge im Alltag 

  1. Schalte dein Smartphone ab, sorge dafür, dass du allein bist und gönne dir ein paar Stunden in deiner Badewanne. Mach es dir richtig gemütlich (z. B. mit einer Duftlampe und Kerzen). Vielleicht magst du entspannende Musik hören oder etwas lesen.
  2. Frage einen vertrauten Menschen, ob er dir eine Massage gibt – ohne Erwartungen und auch wirklich nur, wenn du dich sicher fühlst. Damit unsere Körper entspannen können, brauchen wir etwas Zeit und viel Vertrauen.
  3. Triff dich mit Menschen, bei denen du dir erlauben kannst, du selbst zu sein. Du musst gar nicht viel erzählen. Oft hilft es schon, in verständnisvolle Augen zu sehen. Vielleicht rollen ein paar Tränen, vielleicht möchtest du auch nach einer Lösung für ein Problem fragen. Alles ist OK. Es geht darum, psychischen Stress gesund abzubauen.
  4. Pflege dein inneres Kind, indem du einen Tag lang machst, was ihm Freude bereitet. Einen Kinderfilm schauen, ein Märchen anhören, eine Bude bauen, Süßigkeiten essen: Erlaube dir, dich mit all dem zu versorgen, was du als Kind schon als angenehm gefunden hast. So kannst du deine Hochsensibilität im Alltag richtig ausleben und die Verbindung zu dir selbst stärken.
  5. Schnapp dir dein Auto und fahre einfach mal für ein paar Stunden weg. Gib niemandem Bescheid und schalte dein Smartphone aus. Genieße einfach die Zeit allein, mach einen Spaziergang durch die Gegend und atme richtig tief ein und aus.

 

7. Austausch mit Gleichgesinnten suchen

Menschen sind bekanntlich soziale Wesen – und wir Hochsensiblen haben eine ganz besonders stark ausgeprägte Ader. Wir fühlen uns so sehr mit anderen verbunden, dass es manchmal schon fast weh tut. Und wenn wir uns in einem eher toxischen Umfeld befinden, leiden wir umso mehr.

Der Kontakt zu anderen Menschen mit Hochsensibilität im Alltag ist für unsere Seele kein „nice-to-have“, sondern notwendig. Deshalb solltest du auf die Suche nach anderen Hochsensiblen gehen, die deine tiefe Wahrnehmung spiegeln können und dir das Gefühl geben, mit deiner komplexen Emotionalität nicht allein zu sein.

Um Kontakte zu anderen hochsensiblen Menschen aufzubauen, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Vernetze dich auf Social Media mit Content Creators, die sich mit Hochsensibilität beschäftigen.
  • Melde dich in Foren über Hochsensibilität an.
  • Nutze Portale wie z. B. Gleichklang, um dich in einem sicheren Raum mit hochsensiblen Menschen zu vernetzen und auszutauschen. Zwar ist das mit Kosten verbunden, dafür wirst du aber sehr gut betreut und musst keine Angst vor Leuten haben, die schlechte Absichten verfolgen.
  • Recherchiere, ob es in deiner Umgebung regelmäßige Treffen für Hochsensible gibt. In einigen Regionen haben sich Selbsthilfegruppen gebildet, die sich über den Alltag mit Hochsensibilität und all seine Herausforderungen austauschen.
  • Schaue in Netzwerken vorbei, um dich noch mehr über Hochsensibilität zu informieren, mit anderen auszutauschen und Unterstützung zu erhalten (z. B. Netzwerk Hochsensibilität oder Große Schwester).

Wie du als hochsensible Person das Leben genießen kannst

 

Tatsächlich ist es mit Hochsensibilität nicht ganz einfach, einen entspannten Alltag zu leben. Dennoch empfinde ich persönlich meine eigene Hochsensibilität als Geschenk, erinnere mich aber auch an Zeiten, in denen sie für mich eher ein Fluch war.

Deine Gabe bringt so viel Tiefe, Farbe und Komplexität mit sich. Und trotz dem die Welt noch nicht so wirklich erkannt hat, dass es beim „Menschsein“ in erster Linie um Emotionen und Schwingungen geht, kannst du eine Menge dafür tun, um mit deiner Hochsensibilität ein erfülltes Leben zu leben.

Hochsensibilität im Alltag erfüllt leben: 10 Tipps

Lass dich auf jeden Fall nicht von anderen Menschen beirren! Nur du selbst weißt, was du brauchst, um deine bunten Facetten gesund leben zu können!

 

Vorteile von Hochsensibilität

  • Empathie: Du bist ein Geschenk für diese Welt! Dein Einfühlungsvermögen macht dich zu einem extrem sozialen, verständnisvollen und liebevollen Menschen.
  • Kreativität: Du siehst Lösungen, statt Probleme! Dein guter Draht zur nicht sichtbaren Welt spiegelt sich in deiner ausgeprägten kreativen Ader wider und führt zu unkonventionellen, wenn nicht sogar revolutionären Lösungsansätzen.
  • Reflexion: Während andere sich in der Opferhaltung sehen, nimmst du ein bisschen Abstand zu dir ein uns setzt deine Empfindungen in Kontext. Deine Hochsensibilität hilft dir dabei, im Alltag einen kühlen Kopf zu bewahren und Strategien zu finden, um noch besser mit dir umzugehen.
  • Verständnis: Durch die gute Verbindung zu dir selbst, kannst du auch andere verstehen. Du verurteilst nicht, denn du kannst die Zusammenhänge nachvollziehen.
  • Flexibilität: Du kannst dich auf andere Menschen und Situationen einstellen. Manchmal braucht das etwas Zeit und das ist OK. Generell sind Hochsensible sehr offenherzig und neugierig, wodurch sie sich schnell in neue Dinge einarbeiten können und möchten.

 

Du siehst – neben all den Herausforderungen, die Hochsensibilität im Alltag mit sich bringt, so ist sie doch auch eine schützenswerte und wunderbare Gabe.

Hinweis: Um in dieser hektischen Welt nicht unterzugehen, solltest du dein Leben so gut es geht an deine Bedürfnisse anpassen. Scheue dich nicht davor, deine Grenzen zu ziehen und deine Meinung zu sagen, auch wenn du glaubst, damit anzuecken. Authentisch sein ist zwar manchmal anstrengend, aber langfristig der einzige Weg, um wirklich bei dir bleiben zu können.

 

Hochsensibilität im Alltag einsetzen – für ein erfülltes Leben

  1. Vertraue deinem Bauchgefühl: Deine Intuition ist dein Kompass. Während dein Kopf noch mit Glaubenssätzen, Gedanken und Normen kämpft, weiß dein Bauchgefühl schon längst, was zu tun ist. Versuche, immer besser darauf zu hören, auch wenn die Impulse im ersten Moment keinen Sinn ergeben sollten.
  2. Wohne, wie du willst: Städtischer Trubel ist auf Dauer nichts für Hochsensible. Überlege, wie du relativ reizarm und naturnah leben kannst. Manchmal ist es gar nicht nötig, viel Geld zu haben. Vielleicht hast du ja Lust, alternative Wohnkonzepte auszuprobieren (z. B. das Leben in einer Jurte, einem Camper oder einem Tiny House). Wichtig ist, dass du bedürfnisgerecht wohnst.
  3. Kommuniziere deine Emotionen: Für Menschen, die ihre Emotionen ständig verstecken und unterdrücken, kannst du einen großen Unterschied machen. Denn du zeigst ihnen, wie es dir geht, was dich bewegt und wie deine Emotionen dein Leben färben. Das hilft diesen Menschen vielleicht, sich mehr mit sich selbst auseinanderzusetzen und ihre Emotionen in die Heilung zu bringen.
  4. Probiere dich aus: Hochsensibilität zeigt sich im Alltag durch sich ständig verändernde Interessen. Das ist etwas Gutes, denn so kannst du ganz verschiedene Dinge in deinem Leben ausprobieren (z. B. Handwerken, Gärtnern, Nähen, Malen, Tanzen). Das macht dein Leben lebendig und bunt, aufregend und schön.
  5. Arbeite kreativ und flexibel: Hochsensible Menschen arbeiten gern allein und fühlen sich in kreativen Berufen mit vielen Freiräumen am wohlsten. Vielleicht kannst auch du dir ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem du die Möglichkeit hast, deine Hochsensibilität im Alltag auch beruflich auszuleben (z. B. als Künstlerin, Autor, Designer etc.).
Hochsensibel im Job: Darauf solltest du achten!

 

Fazit: Hochsensibilität im Alltag leben

 

Deine Hochsensibilität ist ein Teil von dir.

Auch wenn sie manchmal etwas herausfordernd ist, so bringt sie doch eine Menge Farbe, Tiefe und Schönheit in dein Leben. Versuche, deine Hochsensibilität zu akzeptieren und deinen Alltag so reizarm wie möglich zu gestalten. Scheue dich nicht davor, deinen Bedürfnissen nachzukommen – auch wenn sie vielleicht unkonventionell sind.

Je authentischer du lebst, desto erfüllter fühlt sich dein Alltag mit Hochsensibilität an.

 

Wenn du wissen möchtest, wie du dein hochsensibles Kind im Alltag unterstützen kannst, dann schau gern in meinen Blogartikel hinein!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Vor allem wir Hochsensiblen profitieren davon, wenn unser Alltag so reizarm und bedürfnisorientiert wie möglich ist.

In meiner Beratung helfe ich Hochsensiblen dabei, ihren Tagesablauf „hochsensiblenfreundlich“ zu gestalten, sodass ausreichend Zeit für Regeneration bleibt.

Gern unterstütze ich dich dabei, eine gesunde Balance zwischen Pflichten und Entspannung zu finden.

 

Hochsensibilität & Schwingungen: 3 Tipps für einen besseren Schutz

Hochsensibilität & Schwingungen: 3 Tipps für einen besseren Schutz

Du kennst das sicher: Du betrittst einen Raum und weißt sofort, wie die Atmosphäre ist. Oder du siehst einem Menschen an, wie es ihm tief im Inneren geht. Durch deine hochsensiblen Antennen können dich Schwingungen schnell überfordern. Ich zeige dir heute, wie du dich besser schützen kannst.

 

Du nimmst mit:

  • wie du im Alltag Reizen aus dem Weg gehst
  • warum es dir so schwer fällt, dich von Schwingungen abzugrenzen
  • was du tun kannst, um dich schnell und einfach zu regenerieren

 

Hochsensibilität & Schwingungen: Die Wahrnehmung des Unsichtbaren

 

Offensichtliche Reize sind die eine Sache.

Laute Geräusche, grelle Farben und kratzige Wolle auf der Haut sind schon anstrengend. Es ist eine Herausforderung, den Alltag so zu gestalten, dass die von HSP gefürchtete Reizüberflutung ausbleibt (Skills, um mit Reizen umzugehen, findest du in „Greta spürt einfach viel mehr“).

Aber dann sind da noch die ganzen Schwingungen. Jeder Mensch strahlt etwas aus. Immer. Und du kannst es wahrnehmen. Sich davor zu schützen, ist noch mal ein Stückchen schwieriger.

 

ABER NICHT UNMÖGLICH!

Das, was du wahrnimmst – ob bei Menschen oder Tieren, in Situationen oder auch in der Natur, ist real. Auch, wenn du dich deswegen als Hochsensibler unverstanden fühlst – vor allem von Nicht-HSP.

Hochsensibilität geht mit der Fähigkeit einher, Schwingungen intensiv zu spüren.

Und weil die Welt gerade etwas chaotisch ist, sind die Schwingungen – gelinde gesagt – ausbaufähig und anstrengend. Zumindest ist das mein Eindruck.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, dich vor allzu schlechten Schwingungen zu schützen, um dich und deine Hochsensibilität nicht unnötig überzustrapazieren.

Unsichtbare Dinge, die Hochsensible wahrnehmen: Energie, Schwingungen, Stimmungen, Unterbewusstsein

 

Praktische Alltagsgestaltung: So gehst du als HSP Schwingungen aus dem Weg

 

Wir leben alle auf dem gleichen Planeten.

So richtig entkommen kannst du all den Schwingungen nicht. Aber das musst du auch nicht! Meistens hilft es schon, wenn du dein Schwingungspensum ein bisschen reduzierst.

Ich habe versucht, die Strukturen meines Alltags so zu bauen, dass möglichst wenig Schwingungen auf mich einprasseln.

 

Mit diesen 10 Ideen kannst du Schwingungen um dich herum trotz Hochsensibilität etwas eindämmen:

  • Du arbeitest am besten von zuhause aus oder in einem Büro ganz für dich allein. Dort kannst du authentisch sein und minimierst das Risiko, mit anderen mitzuschwingen.
  • Du schaffst dir in deinem Zuhause einen Rückzugsort, der nur dir gehört.
  • Du hältst dich von Menschen fern, die permanent Unzufriedenheit oder latente Aggression ausstrahlen.
  • Du reduzierst die Zeit mit Menschen (vor allem mit denen von der anstrengenden Sorte) auf ein Minimum.
  • Du verbringst jeden Tag Zeit in der Natur, um dich zu erden.
  • Du gehst zum Einkaufen, wenn gerade nicht viel los ist (z. B. mittags).
  • Du planst deine Termine so, dass du mit wenigen Menschen in Kontakt kommst (z. B. beim Arzt).
  • Du erlaubst dir, zu Feiern und Treffen zu kommen und zu gehen, wann du willst.
  • Du schraubst deine Erwartungen an dich auf ein Minimum herunter, um dich zu erholen, wenn es sein muss.
  • Du nimmst dir regelmäßig Auszeiten, auch von Menschen, die du gernhast und mit denen du dich verbunden fühlst.

VERGISS NICHT: Du musst niemandem etwas beweisen und solltest deine Hochsensibilität im Alltag gut beschützen. Sie ist deine Superkraft!

Gesunder Umgang mit Schwingungen für Menschen mit Hochsensibilität

 

Hochsensibilität & Schwingungen: Darum fällt es dir schwer, dich abzugrenzen

 

Glaub mir: Ich weiß genau, wie schwer es ist, sich mit Hochsensibilität von Schwingungen abzugrenzen.

Es liegt in der Natur hochsensibler Menschen, mit anderen mitzuschwingen – aber in Zeiten wie diesen ist diese Fähigkeit oft eine Belastung und kann deiner Gesundheit schaden.

Ich habe mich deshalb gefragt:

Warum fällt es mir so schwer, bei mir zu bleiben? Warum habe ich oft das Gefühl, in den anderen einzutauchen und dabei den Kontakt zu mir selbst zu verlieren?

Mach ich das aus Angst, nicht gut genug zu sein?

 

Meine Antwort? Es ist eine Mischung aus einem Verantwortungsgefühl dem anderen Gegenüber und hat auch etwas damit zu tun, dass ich etwas von ihm haben möchte.

ICH HABE ERWARTET, DASS MIR MEIN GEGENÜBER DABEI HILFT, EIN INNERES ZUHAUSE ZU FINDEN.

So nach dem Motto: Vielleicht kann ich bei dir innere Geborgenheit finden und übernehme im Gegenzug die Verantwortung für dich.

DAS IST NICHT GESUND! Dieses Muster führt zu absoluter Überforderung und Selbstaufgabe.

Ich habe es erkannt und kann endlich gegensteuern. Konkret bedeutet das:

  1. Mehr Eigenverantwortung für mich tragen.
  2. In mir ein inneres Zuhause finden.
  3. Den anderen in seine Eigenverantwortung entlassen.

Vielleicht hast ja auch du irgendwelche ungelösten Konflikte oder Bedürfnisse, durch die es dir schwerfällt, dich und deine Hochsensibilität vor den Schwingungen der anderen zu schützen.

 

Alles zu viel? So regenerierst du dich von all den Schwingungen!

 

Passiert es dir noch oft, dass du so sehr mit anderen mitschwingst, dass du das Gefühl für dich selbst verlierst? Es dauert eine Weile, bis du sicher bei dir bleiben kannst. Und es ist auch normal, wenn du dich hin und wieder von Schwingungen überfordert fühlst.

Trotzdem solltest du kontinuierlich daran arbeiten, gut auf dich zu achten und Grenzen zu setzen.

Und wenn du dich wieder einmal fühlst, als ob du dich in jemand anderem völlig aufgelöst hast, dann verzweifle nicht! Es ist eine Kunst, Hochsensibilität gesund zu leben und dich vor Schwingungen zu schützen! Vor allem, wenn Hochsensible Intimität erleben, ist es schwierig, sich abzugrenzen.

3-Schritte-Soforthilfe, um sich von Schwingungen zu erholen - für Hochsensible

 

Hier sind ein paar Tipps, wie du die Verbindung zu dir selbst schnell wieder herstellen kannst:

  • Hochsensibilität und Intuition gehören zusammen! Atme tief ein und aus und versuche, wieder in Kontakt mit deinem Bauchgefühl und deinem Körper zu kommen.
  • Scheue dich nicht, dich anderen Menschen mitzuteilen! Menschen, die dich lieben, werden respektieren, dass du Zeit für dich brauchst und daher etwas Abstand nötig ist.
  • Probiere aus, was dir hilft, bei dir anzukommen und mache dir eine „Erste-Hilfe-Liste“. Starke Reize (z. B. eiskalt duschen, mit nackigen Füßen über Kies laufen) können helfen.
  • Sprich mit vertrauten Menschen darüber, dass du unbeabsichtigt in ihr Schwingungsfeld eintauchst. Vielleicht könnt ihr euer Verhalten so abändern, dass die Wahrscheinlichkeit dafür in Zukunft geringer wird.
  • Regelmäßige Rituale geben dir Sicherheit und können dir dabei helfen, dich besser abzugrenzen. Halte nach einem passenden Ritual Ausschau, das du immer dann machst, wenn du das Gefühl hast, dich zu verlieren.

Egal, ob es auf Anhieb klappt, oder nicht: AN DIR UND DEINER HOCHSENSIBILITÄT IST NICHTS FALSCH!

Auch wenn es manchmal unangenehm ist – ich bin mir sicher: Du wirst einen Weg finden, dich als HSP besser von den Schwingungen um dich herum zu schützen!

 

Fazit: Hochsensibilität & Schwingungen – Lerne, mehr bei dir zu bleiben!

 

Ich finde, es ist wahrlich eine Meisterschaft, als hochsensibler Mensch bei sich zu bleiben und nicht im Meer der Abertausend Schwingungen unterzugehen!

Wenn du gelernt hast, die Wellen wahrzunehmen, aber nicht mehr in ihnen einzutauchen, wird dein Leben einfacher. Bis dahin ist es ein Stück Weg.

Ich selbst habe da auch noch ein bisschen Arbeit vor mir.

 

ABER DU SCHAFFST DAS! Genauso, wie ich das auch schaffen werde.

Vielleicht fällt es dir leichter, deine Hochsensibilität vor den Schwingungen anderer zu beschützen, wenn du dich noch besser um deine Bedürfnisse kümmerst. Je mehr Eigenverantwortung du trägst, desto besser kannst du deine Grenzen (und die der anderen) wahren.

Ich wünsche dir auf deinem Weg viel Kraft, wunderbare Erkenntnisse und alles Liebe! Eine Beratung für Hochsensibilität kannst du lernen, noch besser mit dir selbst umzugehen.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Das Unsichtbare spüren – für Hochsensible eine Leichtigkeit, die in dieser schnelllebigen Welt schnell zur Herausforderung wird.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, sich vor Schwingungen zu schützen und das Bewusstsein für das eigene Energiefeld zu stärken.

Falls auch du einen gesünderen Umgang mit Schwingungen lernen möchtest, dann nimm gern Kontakt zu mir auf.