Hochsensibilität & Schwingungen: 3 Tipps für einen besseren Schutz

Hochsensibilität & Schwingungen: 3 Tipps für einen besseren Schutz

Du kennst das sicher: Du betrittst einen Raum und weißt sofort, wie die Atmosphäre ist. Oder du siehst einem Menschen an, wie es ihm tief im Inneren geht. Durch deine hochsensiblen Antennen können dich Schwingungen schnell überfordern. Ich zeige dir heute, wie du dich besser schützen kannst.

 

Du nimmst mit:

  • wie du im Alltag Reizen aus dem Weg gehst
  • warum es dir so schwer fällt, dich von Schwingungen abzugrenzen
  • was du tun kannst, um dich schnell und einfach zu regenerieren

 

Hochsensibilität & Schwingungen: Die Wahrnehmung des Unsichtbaren

 

Offensichtliche Reize sind die eine Sache.

Laute Geräusche, grelle Farben und kratzige Wolle auf der Haut sind schon anstrengend. Es ist eine Herausforderung, den Alltag so zu gestalten, dass die von HSP gefürchtete Reizüberflutung ausbleibt (Skills, um mit Reizen umzugehen, findest du in „Greta spürt einfach viel mehr“).

Aber dann sind da noch die ganzen Schwingungen. Jeder Mensch strahlt etwas aus. Immer. Und du kannst es wahrnehmen. Sich davor zu schützen, ist noch mal ein Stückchen schwieriger.

 

ABER NICHT UNMÖGLICH!

Das, was du wahrnimmst – ob bei Menschen oder Tieren, in Situationen oder auch in der Natur, ist real. Auch, wenn du dich deswegen als Hochsensibler unverstanden fühlst – vor allem von Nicht-HSP.

Hochsensibilität geht mit der Fähigkeit einher, Schwingungen intensiv zu spüren.

Und weil die Welt gerade etwas chaotisch ist, sind die Schwingungen – gelinde gesagt – ausbaufähig und anstrengend. Zumindest ist das mein Eindruck.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, dich vor allzu schlechten Schwingungen zu schützen, um dich und deine Hochsensibilität nicht unnötig überzustrapazieren.

Unsichtbare Dinge, die Hochsensible wahrnehmen: Energie, Schwingungen, Stimmungen, Unterbewusstsein

 

Praktische Alltagsgestaltung: So gehst du als HSP Schwingungen aus dem Weg

 

Wir leben alle auf dem gleichen Planeten.

So richtig entkommen kannst du all den Schwingungen nicht. Aber das musst du auch nicht! Meistens hilft es schon, wenn du dein Schwingungspensum ein bisschen reduzierst.

Ich habe versucht, die Strukturen meines Alltags so zu bauen, dass möglichst wenig Schwingungen auf mich einprasseln.

 

Mit diesen 10 Ideen kannst du Schwingungen um dich herum trotz Hochsensibilität etwas eindämmen:

  • Du arbeitest am besten von zuhause aus oder in einem Büro ganz für dich allein. Dort kannst du authentisch sein und minimierst das Risiko, mit anderen mitzuschwingen.
  • Du schaffst dir in deinem Zuhause einen Rückzugsort, der nur dir gehört.
  • Du hältst dich von Menschen fern, die permanent Unzufriedenheit oder latente Aggression ausstrahlen.
  • Du reduzierst die Zeit mit Menschen (vor allem mit denen von der anstrengenden Sorte) auf ein Minimum.
  • Du verbringst jeden Tag Zeit in der Natur, um dich zu erden.
  • Du gehst zum Einkaufen, wenn gerade nicht viel los ist (z. B. mittags).
  • Du planst deine Termine so, dass du mit wenigen Menschen in Kontakt kommst (z. B. beim Arzt).
  • Du erlaubst dir, zu Feiern und Treffen zu kommen und zu gehen, wann du willst.
  • Du schraubst deine Erwartungen an dich auf ein Minimum herunter, um dich zu erholen, wenn es sein muss.
  • Du nimmst dir regelmäßig Auszeiten, auch von Menschen, die du gernhast und mit denen du dich verbunden fühlst.

VERGISS NICHT: Du musst niemandem etwas beweisen und solltest deine Hochsensibilität im Alltag gut beschützen. Sie ist deine Superkraft!

Gesunder Umgang mit Schwingungen für Menschen mit Hochsensibilität

 

Hochsensibilität & Schwingungen: Darum fällt es dir schwer, dich abzugrenzen

 

Glaub mir: Ich weiß genau, wie schwer es ist, sich mit Hochsensibilität von Schwingungen abzugrenzen.

Es liegt in der Natur hochsensibler Menschen, mit anderen mitzuschwingen – aber in Zeiten wie diesen ist diese Fähigkeit oft eine Belastung und kann deiner Gesundheit schaden.

Ich habe mich deshalb gefragt:

Warum fällt es mir so schwer, bei mir zu bleiben? Warum habe ich oft das Gefühl, in den anderen einzutauchen und dabei den Kontakt zu mir selbst zu verlieren?

Mach ich das aus Angst, nicht gut genug zu sein?

 

Meine Antwort? Es ist eine Mischung aus einem Verantwortungsgefühl dem anderen Gegenüber und hat auch etwas damit zu tun, dass ich etwas von ihm haben möchte.

ICH HABE ERWARTET, DASS MIR MEIN GEGENÜBER DABEI HILFT, EIN INNERES ZUHAUSE ZU FINDEN.

So nach dem Motto: Vielleicht kann ich bei dir innere Geborgenheit finden und übernehme im Gegenzug die Verantwortung für dich.

DAS IST NICHT GESUND! Dieses Muster führt zu absoluter Überforderung und Selbstaufgabe.

Ich habe es erkannt und kann endlich gegensteuern. Konkret bedeutet das:

  1. Mehr Eigenverantwortung für mich tragen.
  2. In mir ein inneres Zuhause finden.
  3. Den anderen in seine Eigenverantwortung entlassen.

Vielleicht hast ja auch du irgendwelche ungelösten Konflikte oder Bedürfnisse, durch die es dir schwerfällt, dich und deine Hochsensibilität vor den Schwingungen der anderen zu schützen.

 

Alles zu viel? So regenerierst du dich von all den Schwingungen!

 

Passiert es dir noch oft, dass du so sehr mit anderen mitschwingst, dass du das Gefühl für dich selbst verlierst? Es dauert eine Weile, bis du sicher bei dir bleiben kannst. Und es ist auch normal, wenn du dich hin und wieder von Schwingungen überfordert fühlst.

Trotzdem solltest du kontinuierlich daran arbeiten, gut auf dich zu achten und Grenzen zu setzen.

Und wenn du dich wieder einmal fühlst, als ob du dich in jemand anderem völlig aufgelöst hast, dann verzweifle nicht! Es ist eine Kunst, Hochsensibilität gesund zu leben und dich vor Schwingungen zu schützen! Vor allem, wenn Hochsensible Intimität erleben, ist es schwierig, sich abzugrenzen.

3-Schritte-Soforthilfe, um sich von Schwingungen zu erholen - für Hochsensible

 

Hier sind ein paar Tipps, wie du die Verbindung zu dir selbst schnell wieder herstellen kannst:

  • Hochsensibilität und Intuition gehören zusammen! Atme tief ein und aus und versuche, wieder in Kontakt mit deinem Bauchgefühl und deinem Körper zu kommen.
  • Scheue dich nicht, dich anderen Menschen mitzuteilen! Menschen, die dich lieben, werden respektieren, dass du Zeit für dich brauchst und daher etwas Abstand nötig ist.
  • Probiere aus, was dir hilft, bei dir anzukommen und mache dir eine „Erste-Hilfe-Liste“. Starke Reize (z. B. eiskalt duschen, mit nackigen Füßen über Kies laufen) können helfen.
  • Sprich mit vertrauten Menschen darüber, dass du unbeabsichtigt in ihr Schwingungsfeld eintauchst. Vielleicht könnt ihr euer Verhalten so abändern, dass die Wahrscheinlichkeit dafür in Zukunft geringer wird.
  • Regelmäßige Rituale geben dir Sicherheit und können dir dabei helfen, dich besser abzugrenzen. Halte nach einem passenden Ritual Ausschau, das du immer dann machst, wenn du das Gefühl hast, dich zu verlieren.

Egal, ob es auf Anhieb klappt, oder nicht: AN DIR UND DEINER HOCHSENSIBILITÄT IST NICHTS FALSCH!

Auch wenn es manchmal unangenehm ist – ich bin mir sicher: Du wirst einen Weg finden, dich als HSP besser von den Schwingungen um dich herum zu schützen!

 

Fazit: Hochsensibilität & Schwingungen – Lerne, mehr bei dir zu bleiben!

 

Ich finde, es ist wahrlich eine Meisterschaft, als hochsensibler Mensch bei sich zu bleiben und nicht im Meer der Abertausend Schwingungen unterzugehen!

Wenn du gelernt hast, die Wellen wahrzunehmen, aber nicht mehr in ihnen einzutauchen, wird dein Leben einfacher. Bis dahin ist es ein Stück Weg.

Ich selbst habe da auch noch ein bisschen Arbeit vor mir.

 

ABER DU SCHAFFST DAS! Genauso, wie ich das auch schaffen werde.

Vielleicht fällt es dir leichter, deine Hochsensibilität vor den Schwingungen anderer zu beschützen, wenn du dich noch besser um deine Bedürfnisse kümmerst. Je mehr Eigenverantwortung du trägst, desto besser kannst du deine Grenzen (und die der anderen) wahren.

Ich wünsche dir auf deinem Weg viel Kraft, wunderbare Erkenntnisse und alles Liebe! Eine Beratung für Hochsensibilität kannst du lernen, noch besser mit dir selbst umzugehen.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Das Unsichtbare spüren – für Hochsensible eine Leichtigkeit, die in dieser schnelllebigen Welt schnell zur Herausforderung wird.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, sich vor Schwingungen zu schützen und das Bewusstsein für das eigene Energiefeld zu stärken.

Falls auch du einen gesünderen Umgang mit Schwingungen lernen möchtest, dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

 

Erwartungen loslassen: Weniger Druck & mehr innere Freiheit

Erwartungen loslassen: Weniger Druck & mehr innere Freiheit

Spürst du manchmal Enge in der Brust, weil die Ansprüche von dir und anderen viel zu hoch sind? Ich kenne das gut! Heute möchte ich dir zeigen, wie du ein paar deiner Erwartungen loslassen kannst, um zu mehr innerer Freiheit zu finden.

 

Du nimmst mit:

  • wo die Erwartungen, die dir zu schaffen machen, überhaupt herkommen
  • welche Erwartungen du getrost loslassen kannst
  • warum dich zu hohe Ansprüche an dich und andere krank machen können

 

Woher kommt meine Erwartungshaltung überhaupt?

 In unserer Kindheit lernen wir, welche Ziele wir im Erwachsenenalter erreichen sollten, um gesellschaftlich anerkannt und wertvoll zu sein. Und natürlich auch, was passiert, wenn wir diesen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Dann gelten wir offiziell als gescheitert – und wer will das schon?

Zudem ist es Teil der menschlichen Natur, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Wir wollen mindestens denselben Lebensstandard erreichen wie unsere Altersgenossen, um uns zugehörig und nicht abgehängt zu fühlen. Die Angst, nicht gut genug zu sein, schwingt dabei immer mit.

 

Und das führt dazu, dass irgendwann eine riesige Erwartungshaltung im Raum steht und wir uns mächtig anstrengen müssen, um all die unterschiedlichen Ansprüche zu erfüllen. Außerdem plagen vor allem Menschen mit Hochsensibilität Schuldgefühle, wenn sie den Erwartungen ihres Umfelds nicht entsprechen.

Wie eine zu hohe Erwartungshaltung krankmacht

Wir erwarten ein perfektes, glückliches Leben mit einem gutbezahlten Job, dem Traumpartner/der Traumpartnerin, jeder Menge Zeit für Selbstverwirklichung, verständnisvolle Menschen um uns herum und lebenslänglich so viel Freude, dass wir mit der Sonne um die Wette strahlen.

DAS IST NATÜRLICH ABSOLUTER QUATSCH!

Egal, wie sehr du dich anstrengst – du wirst kein perfektes Leben führen. Kein Leben ist perfekt!

Was du bei solchen hohen Erwartungen ganz sicher bekommst, sind ein dauerhaftes Engegefühl in der Brust, jede Menge Stress und rapide abnehmende Lebensfreude.

Die eigene Erwartungshaltung ist meistens das Ergebnis eines Lernprozesses, bei dem andere uns beigebracht haben, wie unser Leben aussehen sollte, um zu genügen und glücklich zu sein. Gleichzeitig erwarten wir von anderen, dass sie uns so behandeln, wie wir es für richtig halten.

 

Zu hohe Erwartungen an sich selbst loslassen

Wenn du spürst, dass die Ansprüche an dein Leben viel zu hoch sind oder überhaupt nicht zu deinem Naturell passen, dann vertraue darauf! Du kannst lernen, zu hohe Erwartungen loszulassen und dich von all dem Druck zu befreien. Deine Intuition ist dabei ein hervorragender Wegweiser.

Ich persönlich bin nach vollendetem Studium in eine richtig fette Krise geschlittert.

Mir wurde schlagartig klar, dass ich ab jetzt erwachsen sein musste. In meinem Kopf war die Erwartungshaltung an mein Erwachsenenleben so immens hoch, dass ich wusste: „Das packe ich nicht. Diesen Erwartungen kann ich NIEMALS gerecht werden.“

 

Mir wurde beigebracht, dass ich nur dann akzeptiert bin, wenn ich:

  • keine Grenzen setze, sondern zu allen lieb und nett bin
  • einen anerkannten Beruf in Vollzeit ausübe und viel Geld verdiene
  • Kinder bekomme und in einer dauerhaften Beziehung lebe
  • bestenfalls ein eigenes Haus baue
  • niemals von diesem Weg abweiche und mein Leben konstant bleibt

Vielleicht haben einige Menschen kein Problem damit, diesen Weg zu gehen. Aber für mich hat sich diese Vorstellung wie ein Gefängnis angefühlt.

Denn ich bin nicht so leistungsfähig wie andere. Ich bin Sinnsucher, reagiere sensibel auf Schwingungen aller Art und brauche viel Ruhe und Zeit allein. Ich schätze Tiefgang, liebe Abwechslung und will authentisch sein!

Das zu begreifen UND dazu zu stehen, hat viele Jahre gedauert.

Doch je besser ich mich kenne und je mehr ich mich liebe, desto leichter fällt es mir, zu hohe Erwartungen an mich und mein Leben loszulassen.

Ich habe begriffen, dass das, was da in meinem Kopf unter „mein perfektes Leben“ verortet war, eigentlich die Idealvorstellung von anderen ist – und nichts mit mir zu tun hat.

4 Gründe, warum ein perfektes Leben als Hochsensibler langweilig ist

 

Ansprüche an andere abbauen: Erwartungen in einer Beziehung loslassen

Ob Freunde, Familie oder in der Partnerschaft: Selbstverständlich hast auch du Erwartungen an andere.

Du willst sicher, dass deine Grenzen respektiert werden, du vernünftig über Konflikte sprechen kannst und liebe Menschen dir Geborgenheit geben, wenn es dir schlecht geht.

Das sind ziemlich hohe Ansprüche, auch wenn du vielleicht denkst: „Das ist doch selbstverständlich! Ich würde mich ja auch so verhalten.“

Tatsächlich wünsche ich jedem Menschen, dass er in einem gesunden, respektvollen Umfeld leben kann. In der Praxis weißt du aber, dass sich manche Konflikte in Beziehungen nie auflösen werden. Und dass du immer mal wieder auf Unverständnis stößt, trotz dem du dich erklärt und mitgeteilt hast.

 

Deshalb solltest du die Erwartung, dass andere sich so verhalten, wie du es möchtest, loslassen. Du ziehst dabei deine persönlichen Grenzen.

Wenn du bemerkst, dass dir eine Beziehung langfristig schadet, ist es völlig OK, wenn du den Kontakt reduzierst oder abbrichst. Alternativ kannst du auch deine Einstellung zu diesen Menschen/diesen Beziehungen ändern.

Mich persönlich hat es befreit, zu verstehen, dass sich manche Menschen NIEMALS ÄNDERN werden, egal, wie viel Mühe ich mir mit ihnen gebe. Als ich das begriffen hatte, habe ich mich freier gefühlt. Denn ich habe meine Bittstellung abgelegt und meine Erwartungen diesbezüglich losgelassen.

 

Keine Erwartungen haben – ist das möglich?

Manche Menschen leben nach dem Motto: Keine Erwartungen, keine Enttäuschungen. Ich persönlich glaube nicht, dass ich so leben kann. Und das ist OK.

Jeder Mensch hat Ansprüche. Das ist normal und gesund!

Nur sollten sie sich in einem Rahmen bewegen, der realistisch ist, möglichst stressfrei aufrechterhalten werden kann und unserem Wohlbefinden dient. Dieser Rahmen sieht für jeden anders aus, weil wir alle so unterschiedlich sind.

Erwartungen können uns dabei helfen, zu wachsen. Wenn du aktiv auf ein Ziel hinsteuerst, das sich für dich richtig anfühlt, dann motiviert dich die Erwartung, dass es auch eintrifft.

Andernfalls können uns Ansprüche an uns selbst und andere einengen. Vor allem dann, wenn sie viel zu hoch sind und nicht zu unseren persönlichen Bedürfnissen passen. Wenn Hochsensible Intimität erleben, haben Erwartungen z. B. so gar keinen Platz.

 

Manche Erwartungen sind so destruktiv, dass du sie JETZT getrost loslassen kannst:

  • Die Erwartung, dass du perfekt sein musst, um liebenswert zu sein.
  • Die Erwartung, dass du es jedem recht machen musst.
  • Die Erwartung, dass du nur dann glücklich sein kannst, wenn du den richtigen Partner hast.
  • Die Erwartung, dass du erst etwas erreichen musst, um zu genügen und wertvoll zu sein.
  • Die Erwartung, dass andere Menschen deine Bedürfnisse erfüllen müssen.

Vielleicht hast du es bemerkt: Viele Erwartungen sind so absolut, dass sie mit dem Wörtchen „müssen“ verknüpft sind. Achte mal darauf, wie oft du dieses Wort denkst und sagst – und es dich spürbar unter Druck setzt.

Du MUSST nämlich gar nichts! Je weniger Erwartungen du an dich hast, desto authentischer bist du übrigens.

gesunde Erwartungshaltung für Menschen mit Hochsensibilität

 

Fazit: Erwartungshaltung abbauen und innere Freiheit genießen

Es ist ganz normal, dass du Ansprüche an dich, dein Leben und andere Menschen hast. Dennoch können die Erwartungen schnell überhandnehmen und dich in deiner Lebensfreude einschränken.

Spätestens dann, wenn du längerfristig inneren Druck verspürst oder sich Ängste entwickeln, ist es Zeit, zu hohe Erwartungen aufzuspüren und loszulassen. Vor allem die Angst vor Fehlern – also nicht perfekt zu sein – kann dich arg in die Enge treiben.

Oft sind die Vorstellungen von dem, was wir wollen, ziemlich idealistisch, haben eigentlich gar nichts mit uns zu tun und führen nur dazu, dass wir uns aufregen, wütend sind und leiden.

Beginne damit, herauszufinden, welche Erwartungen du an dich selbst hast und prüfe wohlwollend, ob und wie viele davon deinem Wohlbefinden und deinen persönlichen Zielen dienen. Zudem solltest du deine Zufriedenheit nicht von anderen Menschen abhängig machen.

 

Je realistischer deine Ansprüche sind, desto freier wirst du dich fühlen.

Zu hohe Erwartungen kannst du nach und nach einfach loslassen. Vielleicht hilft es dir, herauszufinden, was du für deine Zufriedenheit wirklich brauchst.

Distanziere dich von dem, was andere tun, denn Vergleichen bringt dich nicht weiter. Widme dich stattdessen eher dem Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens.

Ich wünsche dir viel Kraft dabei, deinen eigenen Weg zu gehen, dich von fremden Erwartungen zu befreien und dem zu vertrauen, was dein Herz dir zuflüstert! Natürlich unterstütze ich dich gern! Nimm einfach Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Erwartungen können sich für Hochsensible wie unausgesprochene Zwänge anfühlen: belastend, einengend, blockierend.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu befreien und ihr Leben nach den eigenen Maßstäben zu gestalten.

Gern helfe ich dir, Erwartungen aufzuspüren und abzulegen – für ein freies, authentisches Leben nach deiner Facon.

 

Hochsensibel und unverstanden: Gesunder Umgang mit Unverständnis

Hochsensibel und unverstanden: Gesunder Umgang mit Unverständnis

Fühlst du dich manchmal wie ein Alien, das keiner versteht? Du bist nicht allein! Vielen hochsensiblen Menschen geht es so und sie alle leiden darunter, kaum Verständnis zu bekommen. Ich zeige dir heute, wie du damit umgehst und dich trotzdem wohlfühlen kannst.

 

Du nimmst mit:

  • warum es anderen Menschen schwerfällt, sich in dich hineinzuversetzen
  • was du tun kannst, damit andere dich besser verstehen können
  • wie du unabhängiger davon wirst, ob andere deine Hochsensibilität verstehen oder nicht

Tipp: Falls du auf der Suche nach einfühlsamen Geschichten zum Thema Hochsensibilität bist, dann schau gern mal bei meinen Kinderbüchern und Hörbüchern vorbei!

 

Hochsensibilität verstehen – für Unbetroffene oft schwer

Kennst du das?

Du kannst dich in fast jeden Menschen hineinversetzen, seine Gefühle wahrnehmen und spüren, wie es ihm wirklich geht. Aber andersherum erfährst du oft, dass du in deiner Einzigartigkeit und Hochsensibilität nicht verstanden und vielleicht sogar infrage gestellt wirst? Nimmst du oft die Opferrolle ein, weil du glaubst, mit deiner Wahrnehmung ganz allein zu sein?

Das liegt einfach daran, dass wir HSP in der Unterzahl sind!

Du mit deinen feinen Antennen bist größtenteils von Menschen umgeben, deren Gehirn ein bisschen anders arbeitet als deins.

Menschen, die nicht so sensibel sind, nehmen von Natur aus viel weniger Reize wahr als du. Ihr Gehirn filtert mehr Eindrücke und beschränkt sich auf das Wesentliche. Deshalb können sie nicht verstehen, warum du als hochsensibler Mensch emotional stärker reagierst, anderen förmlich in die Seele schauen kannst und Probleme beim Grenzen setzen hast.

 

JEDER MENSCH HAT EINEN ANDEREN ZUGANG ZUR WELT.

Und da Hochsensible auch das Ungesagte hören und das Verborgene sehen, haben sie oft das Gefühl, unverstanden zu sein. Dabei geschieht das meistens nicht aus böser Absicht – sondern schlicht aus der Tatsache heraus, dass die Mehrheit der Menschen die Welt weniger detailliert wahrnimmt als du.

Darum können Nicht-Hochsensible Menschen mit Hochsensibilität nicht verstehen

 

Was du als hochsensibler Mensch gegen Unverständnis tun kannst

Als erstes solltest du die Erwartung loslassen, von weniger sensiblen Menschen in der Tiefe wirklich emotional verstanden zu werden. Sie verfügen schlicht nicht über die Energiesensibilität, die für dich normal ist.

SIE KÖNNEN ES NICHT. Egal, wie sehr sie sich anstrengen.

Das tut vielleicht im ersten Moment weh. Aber irgendwann wirst du akzeptieren können, dass es so ist. Du kannst immerhin dafür sorgen, dass sie kognitiv verstehen, wie du als hochsensibler Mensch funktionierst. Damit sie auf dich besser Rücksicht nehmen und du dich sicherer fühlst.

 

Hochsensibel und unverstanden? Versuche, deine Mitmenschen aufzuklären, indem du:

  • ihnen mitteilst, wie dein Gehirn arbeitet und dass du viel mehr Reize aufnimmst
  • authentisch bist und ihnen Einblicke in deine Gefühlswelt gibst (in einem Rahmen, der sich gut anfühlt)
  • deine Hochsensibilität einsetzt, um z. B. eine angespannte Situation aufzulösen

Du bestimmst natürlich, inwieweit du dich anderen Menschen gegenüber öffnest. Da Hochsensibilität und Intuition meist zusammenspielen, weißt du, welches Maß an Öffnung angebracht ist.

Erwarte nicht zu viel!

Mir passiert es leider immer noch, dass manche Menschen mit Angriff und Unverständnis auf meine Hochsensibilität reagieren. In diesen Fällen ist es für mich völlig OK, den Kontakt auf das absolute Minimum zu reduzieren.

 

Hochsensibel und unverstanden? Finde andere hochsensible Menschen!

Wenn du dich in deiner Hochsensibilität einsam fühlst, dann kannst du versuchen, andere Menschen mit dieser Gabe zu finden. Du bist ja zum Glück nicht der einzige Mensch mit feinen Antennen! 

Ich selbst habe gute Erfahrungen mit HSP-Austauschforen gemacht.

Es gibt ganz verschiedene Angebote, viele davon sind auch kostenfrei. In meinem Fall konnte ich einfach einen kleinen Steckbrief zu meiner Person im Forum hinterlassen und wurde dann von interessierten Hochsensiblen per Mail angeschrieben. Auch ich konnte HSP, deren Steckbrief mich ansprach, per Mail anschreiben.

 

Daraus hat sich ein reger Austausch mit ganz tollen hochsensiblen Persönlichkeiten entwickelt, der mich wirklich bereichert hat. Und ich habe bemerkt, wie ähnlich die Themen sind, die uns bewegen, z. B. die Angst, nicht gut genug zu sein.

Vielleicht findest du auch in deiner unmittelbaren Umgebung hochsensible Menschen, die verstehen können, wie du die Welt siehst.

Vor allem für hochsensible introvertierte Männer ist Austausch wichtig, um gemeinschaftlich ein neues Verständis einer gesunden Männlichkeit aufzubauen.

So können sich Hochsensible gegenseitig supporten: emotional, sozial, Alltagsbewältigung, inneres Wachstum, spirituell

 

Übe dich als hochsensibler Mensch in mehr Verständnis für dich selbst!

Du bist die einzige Person, die dich in- und auswendig kennt.

Kein anderer Mensch kann zu 100 % nachempfinden, was in dir vorgeht. Selbst andere hochsensible Menschen können nicht wissen, was genau du für Erfahrungen gemacht hast und warum du in welcher Situation reagierst, wie du es tust.

Darum solltest du dir selbst das geben, was du brauchst, um dich nicht ewig hochsensibel und unverstanden zu fühlen: Selbstakzeptanz, Selbstwert, Selbstliebe und Verständnis für dich! Lass dich nicht von Reizschuld unterkriegen, wenn du für dich selbst sorgst, sondern lerne, für dich einzustehen.

 

Tipp: Eine Beratung zum Thema Hochsensibilität kann dich dabei unterstützen, dein Selbstvertrauen zu stärken.

Davon protifieren Hochsensible, wenn Selbstverständnis wächst: Authentizität, Sicherheit, Unabhängigkeit

 

Versuche, dir selbst ein guter Freund/eine gute Freundin zu werden, indem du dich noch besser kennenlernst und dich in deiner Einzigartigkeit schätzt. So wirst du auf lange Sicht unabhängiger von anderen Menschen und lebst zufriedener.

Das kann dir dabei helfen, mehr Verständnis für dich und deine Hochsensibilität aufzubringen:

  • Erkenne an, aus welchen Lebensumständen du erwachsen bist und was du bereits alles geschafft hast (auch wenn es manchmal schwierig war und du dich einsam gefühlt hast).
  • Gib dir die innere Geborgenheit, die du bisher bei anderen Menschen gesucht hast.
  • Behandle dich gut! Iss gesund, nimm dir viel Zeit für dich und feiere dich für deine Einzigartigkeit.
  • Sei gut zu dir, wenn du mal einen schlechten Tag hast und vergleiche dich nie mit Nicht-HSP.
  • Mache deine Hochsensibilität im Beruf zu deiner Superkraft und sei dankbar dafür, dass du die Welt viel bunter, facettenreicher und tiefer wahrnehmen kannst, als die breite Masse!

DU BIST EIN GESCHENK!

Je mehr Verständnis du für dich selbst aufbringen kannst, desto größer werden dein Selbstvertrauen und dein Selbstbewusstsein. Irgendwann wird es dir nicht mehr so wichtig sein, ob andere Menschen dich verstehen können.

 

 

Fazit: Hochsensibel und unverstanden? Das muss nicht so bleiben!

HSP fühlen sich in der Welt, die sich viel zu schnell dreht und manchmal viel zu laut ist, in ihrer Hochsensibilität oft unverstanden und allein.

Wenn es auch dir so geht, dann kannst du Einiges dafür tun, dass dein Wohlbefinden nicht darunter leidet.

Versuche, Nicht-HSP über deine hohe Sensibilität zu informieren. Du wirst bemerken, wer dir wirklich zuhört und wer eher mit Abneigung reagiert. Menschen, denen du etwas bedeutest, werden dir mit Offenheit und Wohlwollen begegnen.

Zudem kannst du auf HSP-Austauschforen nach anderen Hochsensiblen Ausschau halten, die sich in ihrer Umgebung vielleicht auch unverstanden fühlen.

 

Wenn du dich hochsensibel und unverstanden fühlst, ist es wichtig, selbstmitfühlend mit dir zu sein und liebevoll mit dir umzugehen.

Falls du dabei ein wenig Unterstützung brauchen solltest, dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Es macht mich oft traurig, wie viele Hochsensible sich einsam und unverstanden fühlen, wo wir uns doch nach Verbundenheit sehnen.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, soziale Kontakte zu knüpfen und gesund mit Unverständnis umzugehen.

Falls auch du wissen möchtest, wie du dich mit anderen Hochsensiblen vernetzen kannst, dann kontaktiere mich gern.

 

Sich selbst Geborgenheit geben dank Vorstellungskraft

Sich selbst Geborgenheit geben dank Vorstellungskraft

Wir alle kennen Phasen in unserem Erwachsenenleben, da ist es mit der inneren Geborgenheit nicht gut bestellt. Wie du es trotzdem schaffen kannst, dich innerlich immer wieder zu erden, zeige ich dir jetzt!

 

Du nimmst mit:

  • warum du keine perfekte Kindheit brauchst, um Wärme und Halt spüren zu können
  • wie du das perfekte Szenario für deinen inneren Ort der Geborgenheit schaffst
  • weshalb Menschen nicht unbedingt geeignet sind, um dir dauerhaft Geborgenheit zu geben

 

 

Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit in unsicheren Zeiten

 

Wir sind fühlende Wesen.

Egal, wie alt wir sind – der Wunsch nach innerem Halt ist immer vorhanden. Da ist es natürlich hinderlich, dass die Welt gerade so ist, wie sie ist. Wohin man auch schaut, überall scheinen sich Unsicherheit und Chaos zu verbreiten. Keine guten Voraussetzungen, um sich gehalten zu fühlen und optimistisch zu bleiben, oder?

Sicherheit durch inneren Halt vs Sicherheit durch äußere Umstände

Nun ja, auf den ersten Blick sind die Zeiten wahrlich nicht erbaulich.

Und dennoch weisen sie jeden einzelnen von uns darauf hin, wie gut es um den inneren Halt bestellt ist. Denn vor allem jetzt zeigt sich, wie gut wir zurechtkommen, obwohl unsere äußere Sicherheit zu zerfallen droht.

Sich selbst Geborgenheit geben – das ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, um in all dem Trubel nicht unterzugehen, klare Grenzen setzen zu können und einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn wer sich innerlich geliebt und gehalten fühlt, kommt auch in einer hektischen und unbeständigen Welt zurecht.

 

 

Sich selbst Geborgenheit geben – trotz unglücklicher Kindheit

 

Ich wünsche jedem Kind auf dieser Erde, dass es Geborgenheit in der Familie erfährt bzw. erfahren hat. Ein Blick in die Gesellschaft verrät allerdings: Das ist/war nicht selbstverständlich und wird vermutlich auch in Zukunft nicht so sein.

All unsere Vorfahren waren unterschiedlichen, teilweise extremen, Stressoren ausgesetzt (z. B. Krieg).

Dadurch war es vielen von ihnen nicht vergönnt, selbst in Geborgenheit groß zu werden, geschweige denn, ihren eigenen Kindern emotionale Wärme zu geben. Glücklicherweise gibt es zunehmend mehr Eltern, die ihren Fokus darauf legen, ihren Kindern eine gesunde Bindung zu ermöglichen. Sie geben sich alle Mühe, das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken.

Was auch immer du erfahren hast – es ist nicht zu spät, dir selbst Geborgenheit zu geben und dich mit der Wärme zu versorgen, die du brauchst! Je nachdem, was du genau erlebt hast, wird es dir schwerer oder leichter fallen, dieses Gefühl in dir zu entwickeln und bei Bedarf abzurufen. Bleib auf jeden Fall dran!

Du hast es verdient, dich gehalten zu fühlen!

Übrigens: Besonders, wenn in frühester Kindheit Trauma entstanden ist, ist es wichtig, dass du dir Geborgenheit gibst. In meinem kostenfreien PDF „Der Mensch als Schichtmodell – Warum Entwicklung in Spiralen erfolgt“ erfährst du, wie sich Trauma in verschiedenen Persönlichkeitsschichten bemerkbar macht.

Davon profitierst du als HSP, wenn dur dir selbst Geborgenheit gibst: emotionaler Unabhängigkeit, innerer Wärme und Sicherheit, Mut, selbstbestimmt zu leben, Stärke, um Krisen gut zu überstehen

 

Sicherheit und Anker bei anderen Menschen finden

 

Es ist ein herrliches Gefühl, sich von anderen Menschen gehalten und geliebt zu fühlen. Wir sind ja alle soziale Wesen und brauchen den Kontakt zu anderen, um nicht wie Einsiedler vor uns hinzuvegetieren.

Doch sollten wir uns darauf verlassen, dass ständig jemand parat ist, der uns im Notfall auffangen kann?

Klar, Kinder sind darauf angewiesen, von einem Erwachsenen reguliert (co-reguliert) zu werden. Aber wir Erwachsenen wissen nur allzu gut, dass manchmal keiner da ist, in dessen Armen wir für eine Weile Halt finden können.

 

Und das hat ganz verschiedene Gründe:

  • Jeder hat einen hektischen Alltag und ganz unterschiedliche Herausforderungen zu meistern.
  • Dein Herzensmensch, der dir immer Halt gibt, wird vielleicht irgendwann nicht mehr da sein.
  • Jeder Mensch durchläuft Entwicklungsprozesse und ist manchmal labil.
  • Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und kann dir nicht genau das geben, was du gerade brauchst, trotz dem du es geäußert hast.
  • Obwohl du jemanden gut kennst, kann er dich enttäuschen, weil er womöglich in einer Krise steckt und sich selbst haltlos fühlt.
  • Vielleicht bist du selbst so verletzlich, dass du gar keinen anderen Menschen an dich heranlassen kannst und möchtest.

Du siehst: Die Erwartung, dass uns immer jemand gibt, was wir brauchen, macht eher Schaden, denn auf lange Sicht geraten wir in eine emotionale Unabhängigkeit. Die Fähigkeit, sich selbst Geborgenheit zu geben, ist langfristig gesehen deine einzige Chance, emotional unabhängig von anderen zu sein. 

Du kannst deine Hochsensibilität in der Partnerschaft auch viel besser ausleben, wenn du es schaffst, gut für dich selbst zu sorgen.

 

 

Geborgenheit und Halt finden mithilfe deiner Vorstellungskraft

 

Emotionale Wärme ist ein Gefühl, das du nicht nur im Kontakt mit anderen Menschen erfahren kannst, sondern auch allein. Sobald du weißt, wie sich Geborgenheit für dich anfühlt, kannst du versuchen, sie bei Bedarf mithilfe deiner Gedanken abzurufen.

Menschen mit schweren Entwicklungstraumata kennen dieses Gefühl manchmal gar nicht, weil sie nicht die Chance hatten, es zu erfahren.

Falls du nie die Möglichkeit hattest, Geborgenheit zu fühlen, dann taste dich ganz vorsichtig heran – am besten mit professioneller Hilfe. Lass dir alle Zeit der Welt und überfordere dich nicht!

Wenn du bereits solide Erfahrungen mit dem Gefühl der Geborgenheit gemacht hast, umso besser. Dann hast du Zugriff auf einen unsichtbaren, aber fühlbaren, Schatz.

 

Deine Vorstellungskraft kann dir dabei helfen, dieses wunderbare Gefühl zu pflegen und wachsen zu lassen. So findest du heraus, was du brauchst, um dir selbst Geborgenheit zu geben:

  • Nimm dir viel Zeit und verlagere deine Aufmerksamkeit in deine Intuition: Welche Erfahrungen bringst du mit dem Gefühl in Verbindung? Blicke von deinen Eltern? Eine Geste? Einen Ort? Schreibe alles auf.
  • Kommen irgendwelche Ängste in dir auf, z. B. negative Glaubenssätze oder fühlst du eine Blockade, die dich von diesem Gefühl zu trennen versucht? Dann notiere auch das. Vielleicht kannst du herausfinden, womit es zusammenhängt.
  • Versuche, ein Szenario zu schaffen, in dem die aufkommenden Ängste beruhigt werden können und du das Gefühl von Geborgenheit anwachsen lassen kannst.
  • Auch hier gilt: Nimm deine Ängste und Blockaden ernst und überfordere dich nicht! Glaub mir, all deine Ängste haben einen guten Grund und brauchen viel Liebe und Verständnis, um sich abbauen zu können.

Hinweis: Weitere Inspirationen, wie du dir selbst Geborgenheit schenken kannst, findest du in meinem kostenfreien PDF „Sich selbst Halt geben – Wie HSP lernen, sich fallenzulassen“.

Sich selbst Geborgenheit geben: Die perfekte Mutter vorstellen

 

Der Glaube an Gott oder eine höhere Instanz ist so alt, wie die Menschheit selbst.

Die Vorstellung, von irgendetwas oder irgendwem gehalten und getragen zu werden, beschreibt das Gefühl von Geborgenheit ziemlich gut.

Im besten Fall weißt du schon, wie du die Erfahrung abrufen kannst und wie dein innerer Ort dafür aussehen muss. Falls dir das noch schwerfällt, da sich Ängste und Blockaden aufbauen, dann hängt das vielleicht damit zusammen, dass deine ursprüngliche Erfahrung von Geborgenheit durch weniger schöne Erfahrungen getrübt wurde (z. B. weil dich eine frühe Bezugsperson schwer enttäuscht hat).

Dein Körper versucht, dich vor allem vor Gefahren und erneuten Verletzungen zu bewahren. Darum ist es manchmal ratsam, wenn du ein völlig neues Szenario erschaffst, das mit dem irdischen Leben (und den irdischen Gefahren) nichts zu tun hat.

 

Erzeuge deine Traumvorstellung von einem Wesen, das dich bei Bedarf mit Geborgenheit versorgt. Versuche, dir bewusst zu machen, dass es sich nicht um einen Menschen handelt, sondern um ein Wesen, das genau deinen Vorstellungen entspricht und sich so verhält, wie du es brauchst.

Du bist der Chef und kannst bestimmen, wie du dein persönliches Geborgenheitsszenario haben willst!

Vielleicht erschaffst du per Gedankenkraft die perfekte Mutter, die dich immer gütig anlächelt, in den Armen hält und mit Liebe versorgt. In diesem Zustand kannst du mal alle Verantwortung abgeben und dir eine große Portion Leichtigkeit und Geborgenheit abholen.

Die perfekte Mutter visualisieren ...das hilft dir dabei, dich mit innerer Wärme zu versorgen Stell dir die Mutter vor, die du früher gebraucht hättest

 

Fazit: Sich selbst Geborgenheit geben und langfristig Halt finden

 

Auch wenn du keine perfekten Eltern hattest und nicht das Glück hattest, Geborgenheit in der Familie zu erfahren, so kannst du trotzdem noch viel inneren Halt entwickeln.

Deiner Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit kommst du am besten nach, wenn du dir selbst ein Szenario vorstellst, in dem das Gefühl wachsen und gedeihen kann – egal, wo du gerade bist und wann immer du es brauchst.

Wichtig ist, dass du die Erfahrung von Geborgenheit kennst.

 

Diese bildet die Grundlage dafür, dass du das Gefühl mittels deiner Vorstellungskraft verstärken kannst. Wenn dir das schwerfällt, kannst du dich vielleicht an professionelle Therapeuten wenden oder sehr vertraute Menschen bitten, ob sie dir behutsam bei der Entwicklung von Geborgenheit helfen können.

Sobald die Grundlagen geschaffen sind, bist du ready, um langfristig unabhängiger von deinen Mitmenschen zu werden. Wenn du dir selbst Geborgenheit gibst, bist du freier, ausgeglichener und selbstbewusster!

Möchtest du zu diesem Thema weitere Informationen erhalten? Dann nimm gern Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ich begleite hochsensible Menschen, die unter innerer Leere und Haltlosigkeit leiden.

In meiner Beratung treffe ich auf HSP, die in einem Umfeld emotionaler Kälte aufgewachsen sind – und die sich nach Wärme, Geborgenheit und Halt sehnen.

Wenn auch du lernen möchtest, dir selbst eine liebevolle Bezugsperson zu sein, freue ich mich, von dir zu hören.

 

Zu hohes Verantwortungsbewusstsein: 3 Tipps für Hochsensible

Zu hohes Verantwortungsbewusstsein: 3 Tipps für Hochsensible

Du fühlst dich anderen gegenüber so sehr verantwortlich, dass du nach und nach ausbrennst? Vielen HSP geht es ähnlich. Ich möchte dir heute zeigen, wie Hochsensibilität und Verantwortung zusammenhängen und wie du es schaffen kannst, Verantwortung für andere abzugeben.

 

Du nimmst mit:

  • welche Gründe es haben könnte, dass du dich für andere verantwortlich fühlst
  • warum es sich lohnt, noch mehr in deine Eigenverantwortung zu kommen
  • dass du niemandem einen Gefallen tust, wenn du für Erwachsene Verantwortung übernimmst

Tipp: Was passiert, wenn ein hochsensibles Kind ein zu hohes Verantwortungsgefühl gegenüber seinem Haustier hat, kannst du dir in meinem Hörbuch „Mias Herz kann wieder lachen“ anhören.

Mias Herz kann wieder lachen, Kinderhörbuch für Hochsensible zum Thema Trauer

 

3 Gründe, warum Hochsensibilität & Verantwortungsgefühl zusammenhängen

Mir als HSP fällt es schwer, zwischenmenschliche Konflikte in meinem Umfeld auszuhalten.

Vielleicht geht es auch dir so, dass du alles dafür tun möchtest, damit es in deinen Beziehungen (Partnerschaft, Freundschaft, Familie) harmonisch zugeht. Viele hochsensible Erwachsene – und sogar hochsensible Kinder – neigen dazu, die Baustellen anderer aufzuräumen und viel zu viel soziale Verantwortung zu übernehmen.

Was lieb gemeint ist, führt aber nur dazu, dass du langfristig ausbrennst und keine Kraft mehr hast, dich um dein eigenes Leben zu kümmern.

Je mehr Verantwortung du für andere trägst, desto weniger Eigenverantwortung kannst du übernehmen.

 

Hier sind 3 Gründe, warum du dich als HSP für andere verantwortlich fühlen könntest:

  1. Du nimmst dank deiner Hochsensibilität Schwingungen deutlich wahr. Dadurch hast du schon als Kind gespürt, wenn deine Bezugspersonen Hilfe brauchten und Disharmonien das Familiengefüge in Gefahr brachten. Vielleicht musstest du für deine Eltern Verantwortung übernehmen, damit dein eigenes Überleben (Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit) gesichert war.
  2. Weil dir die innere Geborgenheit fehlt, erhoffst du dir, sie bei anderen zu finden. Du opferst dich für andere auf, um bei ihnen Anerkennung und das Gefühl von Zugehörigkeit zu erhalten. Selbst bei Menschen, die dir schon oft weh getan haben, fährst du diese Strategie – in der Hoffnung, doch noch irgendwann von ihnen das zu bekommen, was du früher gebraucht hättest.
  3. Ziemlich alte, verkrustete Rollenbilder haben Einfluss auf deine Persönlichkeit. Wenn du gelernt hast, dass z. B. eine Frau nur dann wertvoll ist, wenn sie sich für andere aufopfert, dann fällt es dir schwer, die Verantwortung für andere wieder abzugeben.

 

ABER: All das kannst du verändern, wenn du es dir bewusst machst. Die einzige Verantwortung, die du wirklich tragen musst, ist deine Eigenverantwortung.

Und je mehr Liebe und Wertschätzung du dir gegenüber empfindest, desto leichter fällt es dir, die Verantwortung für andere wieder abzugeben bzw. auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

 

Tipp 1: Hochsensibilität schützen & Verantwortung abgeben: Sprich darüber!

Ehrlich währt am längsten – so sagt man doch.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du von Menschen umgeben bist, die dich in deiner Einzigartigkeit lieben und schätzen. Scheue dich nicht, ihnen gegenüber offen und ehrlich mitzuteilen, wie du empfindest.

Wenn du das Gefühl hast, in hochsensiblen Freundschaften Verantwortung für andere zu übernehmen, sprich das offen an.

3 Sätze, mit denen du als Hochsensible anderen ihre Eigenverantwortung wiedergibst

Anschließend kümmerst du dich darum, deine Grenzen zu setzen und auch zu kommunizieren. Je reifer dein Gegenüber ist, desto mehr Verständnis wird es dafür haben.

Denn du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben! NIEMAND SONST.

In Jobangelegenheiten und in einem toxischen Umfeld brauchst du ein selbstbewusstes Auftreten, damit du Gehör findest. Sicher musst du mit Konfrontationen rechnen, denn viele finden es bequem, dir Verantwortung aufzudrücken.

Lass dich nicht auf Diskussionen ein und fall auch nicht darauf herein, wenn dich jemand emotional erpressen will (z. B. durch Schuldgefühle und dicke Kullertränen).

Hinweis: Hinter einem hohen Verantwortungsbewusstsein steckt oft die Angst, dass andere einem zu nahe kommen könnten. In meinem kostenfreien PDF „Angst vor Nähe – Bindungsvermeider verstehen“ findest du Infos darüber, wie Bindungsangst entsteht und wie du sichere Bindung lernen kannst.

 

Tipp 2: Als hochsensibler Mensch Verantwortung durch Akzeptanz abgeben

Manche Dinge lassen sich nicht ändern.

Egal, wie sehr du dich um dich und deine Heilung kümmerst – dein Umfeld wird es dir nicht unbedingt gleichtun. Daher solltest du die Erwartung loslassen, dass du durch deine Prozesse andere retten kannst oder sich bei ihnen etwas grundlegend verändert.

Wer z. B. ignorante, narzisstische Eltern hat, kann sich durch Erklärungen und Mitteilungen noch so sehr erhoffen, dass sie sich verändern.

 

Solche Eltern werden das nicht tun. Ihre Mechanismen und Ängste sind stark. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie dir mit Schulzuweisungen und Vorwürfen begegnen. Alles, was du bekommst, ist das Gefühl, hochsensibel und unverstanden zu sein.

Du tust dir einen Riesengefallen, wenn du sie in ihre Eigenverantwortung entlässt, denn du wirst mit deinem Verhalten nicht das bewirken, was du dir wünschst.

Je eher du akzeptieren kannst, dass sich einige Menschen nie ändern werden, desto besser kannst du die Verantwortung an sie zurückgeben.

 

Tipp 3: Als HSP Eigenverantwortung übernehmen & eigene Bedürftigkeit stillen

Sei mal ganz ehrlich: Auch wenn es auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, so verfolgst du doch auch eigene Interessen, wenn du die Verantwortung für andere übernimmst, oder nicht? Es ist ein tolles Gefühl, für seine Unterstützung Anerkennung und Bestätigung zu bekommen.

Warum hochsensible Menschen Verantwortng für andere übernehmen, anstatt Eigenverantwortung zu tragen

 

Das ist überhaupt kein Vorwurf!

Es soll dich nur ein bisschen zum Nachdenken anregen. Wir sind ja alle Menschen und handeln aus bestimmten Motiven.

 

Wer sich als hochsensibler Mensch für andere verantwortlich fühlt, hat oft ein Problem damit, die Kontrolle abzugeben, weil er sich innendrin unsicher fühlt. Mir ging das jedenfalls so.

Darum ist es wichtig, all die ungestillten Bedürfnisse des inneren Kindes zu beleuchten und sich anschließend um sie zu kümmern.

DENN:

  • Nur in dir selbst kannst du zuhause sein. Egal, wie sehr du dich für andere aufopferst: Die Anerkennung, die du dir erhoffst, ist nur von kurzer Dauer und ersetzt ein tiefes Gefühl von innerer Sicherheit nicht!
  • Du könntest als übergriffig wahrgenommen werden, wenn du aufgrund deiner Hochsensibilität die Verantwortung für andere übernimmst. Auch das kann grenzverletzendes Verhalten sein – denn du sprichst deinem Gegenüber die Eigenverantwortung ab.

Es ist gesünder für dich, wenn du deinen Fokus mehr auf dich selbst richtest und die Verantwortung für andere durch Eigenverantwortung für dich ersetzt.

All das, was du glaubst, von anderen Menschen zu brauchen, ist schon in dir. Und je mehr Zeit du dir für dich nimmst, desto eher wirst du in dir finden, was du bisher bei anderen gesucht hast. Schütze deine Hochsensibilität im Alltag und gib die Verantwortung für andere getrost an sie zurück.

 

Fazit: Hochsensibilität & Verantwortung – Komm in deine Kraft!

DU BIST JETZT ERWACHSEN.

Obwohl dein inneres Kind vielleicht noch glaubt, für irgendwen Verantwortung übernehmen zu müssen, um zu überleben: Tu dir selbst einen Gefallen und teile ihm mit, dass das nicht mehr nötig ist.

Übernimm stattdessen als hochsensibler Mensch Eigenverantwortung für dich und all das, was in dir verletzt ist.

Du bist nicht darauf angewiesen, dich aufzuopfern, um von anderen das zu bekommen, was du brauchst. Du kannst es dir selbst geben und bist so viel unabhängiger und freier.

 

Hochsensibilität und Intuition sind deine stärksten Tools, um mehr in deine Kraft zu kommen und deine eigene Bedürftigkeit zu stillen. So fällt es dir viel leichter, trotz Hochsensibilität die Verantwortung für andere abzugeben.

Möchtest du, dass mal jemand von außen auf dich und deine Lebenssituation schaut? Dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ein zu hohes Verantwortungsbewusstsein fühlt sich wie eine Bürde an: schwer, überfordernd und einschränkend.

In meiner Beratung begegne ich Hochsensiblen, die sich aufopfernd um andere kümmern, und dabei vergessen, auf sich selbst zu achten.

Gern helfe ich dir, Verantwortung für andere gegen gesunde Eigenverantwortung einzutauschen. Für ein freies Leben nach deiner Facon!