Erwartungen loslassen: Weniger Druck & mehr innere Freiheit

Erwartungen loslassen: Weniger Druck & mehr innere Freiheit

Spürst du manchmal Enge in der Brust, weil die Ansprüche von dir und anderen viel zu hoch sind? Ich kenne das gut! Heute möchte ich dir zeigen, wie du ein paar deiner Erwartungen loslassen kannst, um zu mehr innerer Freiheit zu finden.

 

Du nimmst mit:

  • wo die Erwartungen, die dir zu schaffen machen, überhaupt herkommen
  • welche Erwartungen du getrost loslassen kannst
  • warum dich zu hohe Ansprüche an dich und andere krank machen können

 

Woher kommt meine Erwartungshaltung überhaupt?

 In unserer Kindheit lernen wir, welche Ziele wir im Erwachsenenalter erreichen sollten, um gesellschaftlich anerkannt und wertvoll zu sein. Und natürlich auch, was passiert, wenn wir diesen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Dann gelten wir offiziell als gescheitert – und wer will das schon?

Zudem ist es Teil der menschlichen Natur, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Wir wollen mindestens denselben Lebensstandard erreichen wie unsere Altersgenossen, um uns zugehörig und nicht abgehängt zu fühlen. Die Angst, nicht gut genug zu sein, schwingt dabei immer mit.

 

Und das führt dazu, dass irgendwann eine riesige Erwartungshaltung im Raum steht und wir uns mächtig anstrengen müssen, um all die unterschiedlichen Ansprüche zu erfüllen. Außerdem plagen vor allem Menschen mit Hochsensibilität Schuldgefühle, wenn sie den Erwartungen ihres Umfelds nicht entsprechen.

Wie eine zu hohe Erwartungshaltung krankmacht

Wir erwarten ein perfektes, glückliches Leben mit einem gutbezahlten Job, dem Traumpartner/der Traumpartnerin, jeder Menge Zeit für Selbstverwirklichung, verständnisvolle Menschen um uns herum und lebenslänglich so viel Freude, dass wir mit der Sonne um die Wette strahlen.

DAS IST NATÜRLICH ABSOLUTER QUATSCH!

Egal, wie sehr du dich anstrengst – du wirst kein perfektes Leben führen. Kein Leben ist perfekt!

Was du bei solchen hohen Erwartungen ganz sicher bekommst, sind ein dauerhaftes Engegefühl in der Brust, jede Menge Stress und rapide abnehmende Lebensfreude.

Die eigene Erwartungshaltung ist meistens das Ergebnis eines Lernprozesses, bei dem andere uns beigebracht haben, wie unser Leben aussehen sollte, um zu genügen und glücklich zu sein. Gleichzeitig erwarten wir von anderen, dass sie uns so behandeln, wie wir es für richtig halten.

 

Zu hohe Erwartungen an sich selbst loslassen

Wenn du spürst, dass die Ansprüche an dein Leben viel zu hoch sind oder überhaupt nicht zu deinem Naturell passen, dann vertraue darauf! Du kannst lernen, zu hohe Erwartungen loszulassen und dich von all dem Druck zu befreien. Deine Intuition ist dabei ein hervorragender Wegweiser.

Ich persönlich bin nach vollendetem Studium in eine richtig fette Krise geschlittert.

Mir wurde schlagartig klar, dass ich ab jetzt erwachsen sein musste. In meinem Kopf war die Erwartungshaltung an mein Erwachsenenleben so immens hoch, dass ich wusste: „Das packe ich nicht. Diesen Erwartungen kann ich NIEMALS gerecht werden.“

 

Mir wurde beigebracht, dass ich nur dann akzeptiert bin, wenn ich:

  • keine Grenzen setze, sondern zu allen lieb und nett bin
  • einen anerkannten Beruf in Vollzeit ausübe und viel Geld verdiene
  • Kinder bekomme und in einer dauerhaften Beziehung lebe
  • bestenfalls ein eigenes Haus baue
  • niemals von diesem Weg abweiche und mein Leben konstant bleibt

Vielleicht haben einige Menschen kein Problem damit, diesen Weg zu gehen. Aber für mich hat sich diese Vorstellung wie ein Gefängnis angefühlt.

Denn ich bin nicht so leistungsfähig wie andere. Ich bin Sinnsucher, reagiere sensibel auf Schwingungen aller Art und brauche viel Ruhe und Zeit allein. Ich schätze Tiefgang, liebe Abwechslung und will authentisch sein!

Das zu begreifen UND dazu zu stehen, hat viele Jahre gedauert.

Doch je besser ich mich kenne und je mehr ich mich liebe, desto leichter fällt es mir, zu hohe Erwartungen an mich und mein Leben loszulassen.

Ich habe begriffen, dass das, was da in meinem Kopf unter „mein perfektes Leben“ verortet war, eigentlich die Idealvorstellung von anderen ist – und nichts mit mir zu tun hat.

4 Gründe, warum ein perfektes Leben als Hochsensibler langweilig ist

 

Ansprüche an andere abbauen: Erwartungen in einer Beziehung loslassen

Ob Freunde, Familie oder in der Partnerschaft: Selbstverständlich hast auch du Erwartungen an andere.

Du willst sicher, dass deine Grenzen respektiert werden, du vernünftig über Konflikte sprechen kannst und liebe Menschen dir Geborgenheit geben, wenn es dir schlecht geht.

Das sind ziemlich hohe Ansprüche, auch wenn du vielleicht denkst: „Das ist doch selbstverständlich! Ich würde mich ja auch so verhalten.“

Tatsächlich wünsche ich jedem Menschen, dass er in einem gesunden, respektvollen Umfeld leben kann. In der Praxis weißt du aber, dass sich manche Konflikte in Beziehungen nie auflösen werden. Und dass du immer mal wieder auf Unverständnis stößt, trotz dem du dich erklärt und mitgeteilt hast.

 

Deshalb solltest du die Erwartung, dass andere sich so verhalten, wie du es möchtest, loslassen. Du ziehst dabei deine persönlichen Grenzen.

Wenn du bemerkst, dass dir eine Beziehung langfristig schadet, ist es völlig OK, wenn du den Kontakt reduzierst oder abbrichst. Alternativ kannst du auch deine Einstellung zu diesen Menschen/diesen Beziehungen ändern.

Mich persönlich hat es befreit, zu verstehen, dass sich manche Menschen NIEMALS ÄNDERN werden, egal, wie viel Mühe ich mir mit ihnen gebe. Als ich das begriffen hatte, habe ich mich freier gefühlt. Denn ich habe meine Bittstellung abgelegt und meine Erwartungen diesbezüglich losgelassen.

 

Keine Erwartungen haben – ist das möglich?

Manche Menschen leben nach dem Motto: Keine Erwartungen, keine Enttäuschungen. Ich persönlich glaube nicht, dass ich so leben kann. Und das ist OK.

Jeder Mensch hat Ansprüche. Das ist normal und gesund!

Nur sollten sie sich in einem Rahmen bewegen, der realistisch ist, möglichst stressfrei aufrechterhalten werden kann und unserem Wohlbefinden dient. Dieser Rahmen sieht für jeden anders aus, weil wir alle so unterschiedlich sind.

Erwartungen können uns dabei helfen, zu wachsen. Wenn du aktiv auf ein Ziel hinsteuerst, das sich für dich richtig anfühlt, dann motiviert dich die Erwartung, dass es auch eintrifft.

Andernfalls können uns Ansprüche an uns selbst und andere einengen. Vor allem dann, wenn sie viel zu hoch sind und nicht zu unseren persönlichen Bedürfnissen passen. Wenn Hochsensible Intimität erleben, haben Erwartungen z. B. so gar keinen Platz.

 

Manche Erwartungen sind so destruktiv, dass du sie JETZT getrost loslassen kannst:

  • Die Erwartung, dass du perfekt sein musst, um liebenswert zu sein.
  • Die Erwartung, dass du es jedem recht machen musst.
  • Die Erwartung, dass du nur dann glücklich sein kannst, wenn du den richtigen Partner hast.
  • Die Erwartung, dass du erst etwas erreichen musst, um zu genügen und wertvoll zu sein.
  • Die Erwartung, dass andere Menschen deine Bedürfnisse erfüllen müssen.

Vielleicht hast du es bemerkt: Viele Erwartungen sind so absolut, dass sie mit dem Wörtchen „müssen“ verknüpft sind. Achte mal darauf, wie oft du dieses Wort denkst und sagst – und es dich spürbar unter Druck setzt.

Du MUSST nämlich gar nichts! Je weniger Erwartungen du an dich hast, desto authentischer bist du übrigens.

gesunde Erwartungshaltung für Menschen mit Hochsensibilität

 

Fazit: Erwartungshaltung abbauen und innere Freiheit genießen

Es ist ganz normal, dass du Ansprüche an dich, dein Leben und andere Menschen hast. Dennoch können die Erwartungen schnell überhandnehmen und dich in deiner Lebensfreude einschränken.

Spätestens dann, wenn du längerfristig inneren Druck verspürst oder sich Ängste entwickeln, ist es Zeit, zu hohe Erwartungen aufzuspüren und loszulassen. Vor allem die Angst vor Fehlern – also nicht perfekt zu sein – kann dich arg in die Enge treiben.

Oft sind die Vorstellungen von dem, was wir wollen, ziemlich idealistisch, haben eigentlich gar nichts mit uns zu tun und führen nur dazu, dass wir uns aufregen, wütend sind und leiden.

Beginne damit, herauszufinden, welche Erwartungen du an dich selbst hast und prüfe wohlwollend, ob und wie viele davon deinem Wohlbefinden und deinen persönlichen Zielen dienen. Zudem solltest du deine Zufriedenheit nicht von anderen Menschen abhängig machen.

 

Je realistischer deine Ansprüche sind, desto freier wirst du dich fühlen.

Zu hohe Erwartungen kannst du nach und nach einfach loslassen. Vielleicht hilft es dir, herauszufinden, was du für deine Zufriedenheit wirklich brauchst.

Distanziere dich von dem, was andere tun, denn Vergleichen bringt dich nicht weiter. Widme dich stattdessen eher dem Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens.

Ich wünsche dir viel Kraft dabei, deinen eigenen Weg zu gehen, dich von fremden Erwartungen zu befreien und dem zu vertrauen, was dein Herz dir zuflüstert! Natürlich unterstütze ich dich gern! Nimm einfach Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Erwartungen können sich für Hochsensible wie unausgesprochene Zwänge anfühlen: belastend, einengend, blockierend.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu befreien und ihr Leben nach den eigenen Maßstäben zu gestalten.

Gern helfe ich dir, Erwartungen aufzuspüren und abzulegen – für ein freies, authentisches Leben nach deiner Facon.

 

Hochsensibel und unverstanden: Gesunder Umgang mit Unverständnis

Hochsensibel und unverstanden: Gesunder Umgang mit Unverständnis

Fühlst du dich manchmal wie ein Alien, das keiner versteht? Du bist nicht allein! Vielen hochsensiblen Menschen geht es so und sie alle leiden darunter, kaum Verständnis zu bekommen. Ich zeige dir heute, wie du damit umgehst und dich trotzdem wohlfühlen kannst.

 

Du nimmst mit:

  • warum es anderen Menschen schwerfällt, sich in dich hineinzuversetzen
  • was du tun kannst, damit andere dich besser verstehen können
  • wie du unabhängiger davon wirst, ob andere deine Hochsensibilität verstehen oder nicht

Tipp: Falls du auf der Suche nach einfühlsamen Geschichten zum Thema Hochsensibilität bist, dann schau gern mal bei meinen Kinderbüchern und Hörbüchern vorbei!

 

Hochsensibilität verstehen – für Unbetroffene oft schwer

Kennst du das?

Du kannst dich in fast jeden Menschen hineinversetzen, seine Gefühle wahrnehmen und spüren, wie es ihm wirklich geht. Aber andersherum erfährst du oft, dass du in deiner Einzigartigkeit und Hochsensibilität nicht verstanden und vielleicht sogar infrage gestellt wirst? Nimmst du oft die Opferrolle ein, weil du glaubst, mit deiner Wahrnehmung ganz allein zu sein?

Das liegt einfach daran, dass wir HSP in der Unterzahl sind!

Du mit deinen feinen Antennen bist größtenteils von Menschen umgeben, deren Gehirn ein bisschen anders arbeitet als deins.

Menschen, die nicht so sensibel sind, nehmen von Natur aus viel weniger Reize wahr als du. Ihr Gehirn filtert mehr Eindrücke und beschränkt sich auf das Wesentliche. Deshalb können sie nicht verstehen, warum du als hochsensibler Mensch emotional stärker reagierst, anderen förmlich in die Seele schauen kannst und Probleme beim Grenzen setzen hast.

 

JEDER MENSCH HAT EINEN ANDEREN ZUGANG ZUR WELT.

Und da Hochsensible auch das Ungesagte hören und das Verborgene sehen, haben sie oft das Gefühl, unverstanden zu sein. Dabei geschieht das meistens nicht aus böser Absicht – sondern schlicht aus der Tatsache heraus, dass die Mehrheit der Menschen die Welt weniger detailliert wahrnimmt als du.

Darum können Nicht-Hochsensible Menschen mit Hochsensibilität nicht verstehen

 

Was du als hochsensibler Mensch gegen Unverständnis tun kannst

Als erstes solltest du die Erwartung loslassen, von weniger sensiblen Menschen in der Tiefe wirklich emotional verstanden zu werden. Sie verfügen schlicht nicht über die Energiesensibilität, die für dich normal ist.

SIE KÖNNEN ES NICHT. Egal, wie sehr sie sich anstrengen.

Das tut vielleicht im ersten Moment weh. Aber irgendwann wirst du akzeptieren können, dass es so ist. Du kannst immerhin dafür sorgen, dass sie kognitiv verstehen, wie du als hochsensibler Mensch funktionierst. Damit sie auf dich besser Rücksicht nehmen und du dich sicherer fühlst.

 

Hochsensibel und unverstanden? Versuche, deine Mitmenschen aufzuklären, indem du:

  • ihnen mitteilst, wie dein Gehirn arbeitet und dass du viel mehr Reize aufnimmst
  • authentisch bist und ihnen Einblicke in deine Gefühlswelt gibst (in einem Rahmen, der sich gut anfühlt)
  • deine Hochsensibilität einsetzt, um z. B. eine angespannte Situation aufzulösen

Du bestimmst natürlich, inwieweit du dich anderen Menschen gegenüber öffnest. Da Hochsensibilität und Intuition meist zusammenspielen, weißt du, welches Maß an Öffnung angebracht ist.

Erwarte nicht zu viel!

Mir passiert es leider immer noch, dass manche Menschen mit Angriff und Unverständnis auf meine Hochsensibilität reagieren. In diesen Fällen ist es für mich völlig OK, den Kontakt auf das absolute Minimum zu reduzieren.

 

Hochsensibel und unverstanden? Finde andere hochsensible Menschen!

Wenn du dich in deiner Hochsensibilität einsam fühlst, dann kannst du versuchen, andere Menschen mit dieser Gabe zu finden. Du bist ja zum Glück nicht der einzige Mensch mit feinen Antennen! 

Ich selbst habe gute Erfahrungen mit HSP-Austauschforen gemacht.

Es gibt ganz verschiedene Angebote, viele davon sind auch kostenfrei. In meinem Fall konnte ich einfach einen kleinen Steckbrief zu meiner Person im Forum hinterlassen und wurde dann von interessierten Hochsensiblen per Mail angeschrieben. Auch ich konnte HSP, deren Steckbrief mich ansprach, per Mail anschreiben.

 

Daraus hat sich ein reger Austausch mit ganz tollen hochsensiblen Persönlichkeiten entwickelt, der mich wirklich bereichert hat. Und ich habe bemerkt, wie ähnlich die Themen sind, die uns bewegen, z. B. die Angst, nicht gut genug zu sein.

Vielleicht findest du auch in deiner unmittelbaren Umgebung hochsensible Menschen, die verstehen können, wie du die Welt siehst.

Vor allem für hochsensible introvertierte Männer ist Austausch wichtig, um gemeinschaftlich ein neues Verständis einer gesunden Männlichkeit aufzubauen.

So können sich Hochsensible gegenseitig supporten: emotional, sozial, Alltagsbewältigung, inneres Wachstum, spirituell

 

Übe dich als hochsensibler Mensch in mehr Verständnis für dich selbst!

Du bist die einzige Person, die dich in- und auswendig kennt.

Kein anderer Mensch kann zu 100 % nachempfinden, was in dir vorgeht. Selbst andere hochsensible Menschen können nicht wissen, was genau du für Erfahrungen gemacht hast und warum du in welcher Situation reagierst, wie du es tust.

Darum solltest du dir selbst das geben, was du brauchst, um dich nicht ewig hochsensibel und unverstanden zu fühlen: Selbstakzeptanz, Selbstwert, Selbstliebe und Verständnis für dich! Lass dich nicht von Reizschuld unterkriegen, wenn du für dich selbst sorgst, sondern lerne, für dich einzustehen.

 

Tipp: Eine Beratung zum Thema Hochsensibilität kann dich dabei unterstützen, dein Selbstvertrauen zu stärken.

Davon protifieren Hochsensible, wenn Selbstverständnis wächst: Authentizität, Sicherheit, Unabhängigkeit

 

Versuche, dir selbst ein guter Freund/eine gute Freundin zu werden, indem du dich noch besser kennenlernst und dich in deiner Einzigartigkeit schätzt. So wirst du auf lange Sicht unabhängiger von anderen Menschen und lebst zufriedener.

Das kann dir dabei helfen, mehr Verständnis für dich und deine Hochsensibilität aufzubringen:

  • Erkenne an, aus welchen Lebensumständen du erwachsen bist und was du bereits alles geschafft hast (auch wenn es manchmal schwierig war und du dich einsam gefühlt hast).
  • Gib dir die innere Geborgenheit, die du bisher bei anderen Menschen gesucht hast.
  • Behandle dich gut! Iss gesund, nimm dir viel Zeit für dich und feiere dich für deine Einzigartigkeit.
  • Sei gut zu dir, wenn du mal einen schlechten Tag hast und vergleiche dich nie mit Nicht-HSP.
  • Mache deine Hochsensibilität im Beruf zu deiner Superkraft und sei dankbar dafür, dass du die Welt viel bunter, facettenreicher und tiefer wahrnehmen kannst, als die breite Masse!

DU BIST EIN GESCHENK!

Je mehr Verständnis du für dich selbst aufbringen kannst, desto größer werden dein Selbstvertrauen und dein Selbstbewusstsein. Irgendwann wird es dir nicht mehr so wichtig sein, ob andere Menschen dich verstehen können.

 

 

Fazit: Hochsensibel und unverstanden? Das muss nicht so bleiben!

HSP fühlen sich in der Welt, die sich viel zu schnell dreht und manchmal viel zu laut ist, in ihrer Hochsensibilität oft unverstanden und allein.

Wenn es auch dir so geht, dann kannst du Einiges dafür tun, dass dein Wohlbefinden nicht darunter leidet.

Versuche, Nicht-HSP über deine hohe Sensibilität zu informieren. Du wirst bemerken, wer dir wirklich zuhört und wer eher mit Abneigung reagiert. Menschen, denen du etwas bedeutest, werden dir mit Offenheit und Wohlwollen begegnen.

Zudem kannst du auf HSP-Austauschforen nach anderen Hochsensiblen Ausschau halten, die sich in ihrer Umgebung vielleicht auch unverstanden fühlen.

 

Wenn du dich hochsensibel und unverstanden fühlst, ist es wichtig, selbstmitfühlend mit dir zu sein und liebevoll mit dir umzugehen.

Falls du dabei ein wenig Unterstützung brauchen solltest, dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Es macht mich oft traurig, wie viele Hochsensible sich einsam und unverstanden fühlen, wo wir uns doch nach Verbundenheit sehnen.

In meiner Beratung unterstütze ich HSP dabei, soziale Kontakte zu knüpfen und gesund mit Unverständnis umzugehen.

Falls auch du wissen möchtest, wie du dich mit anderen Hochsensiblen vernetzen kannst, dann kontaktiere mich gern.

 

Sich selbst Geborgenheit geben dank Vorstellungskraft

Sich selbst Geborgenheit geben dank Vorstellungskraft

Wir alle kennen Phasen in unserem Erwachsenenleben, da ist es mit der inneren Geborgenheit nicht gut bestellt. Wie du es trotzdem schaffen kannst, dich innerlich immer wieder zu erden, zeige ich dir jetzt!

 

Du nimmst mit:

  • warum du keine perfekte Kindheit brauchst, um Wärme und Halt spüren zu können
  • wie du das perfekte Szenario für deinen inneren Ort der Geborgenheit schaffst
  • weshalb Menschen nicht unbedingt geeignet sind, um dir dauerhaft Geborgenheit zu geben

 

 

Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit in unsicheren Zeiten

 

Wir sind fühlende Wesen.

Egal, wie alt wir sind – der Wunsch nach innerem Halt ist immer vorhanden. Da ist es natürlich hinderlich, dass die Welt gerade so ist, wie sie ist. Wohin man auch schaut, überall scheinen sich Unsicherheit und Chaos zu verbreiten. Keine guten Voraussetzungen, um sich gehalten zu fühlen und optimistisch zu bleiben, oder?

Sicherheit durch inneren Halt vs Sicherheit durch äußere Umstände

Nun ja, auf den ersten Blick sind die Zeiten wahrlich nicht erbaulich.

Und dennoch weisen sie jeden einzelnen von uns darauf hin, wie gut es um den inneren Halt bestellt ist. Denn vor allem jetzt zeigt sich, wie gut wir zurechtkommen, obwohl unsere äußere Sicherheit zu zerfallen droht.

Sich selbst Geborgenheit geben – das ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, um in all dem Trubel nicht unterzugehen, klare Grenzen setzen zu können und einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn wer sich innerlich geliebt und gehalten fühlt, kommt auch in einer hektischen und unbeständigen Welt zurecht.

 

 

Sich selbst Geborgenheit geben – trotz unglücklicher Kindheit

 

Ich wünsche jedem Kind auf dieser Erde, dass es Geborgenheit in der Familie erfährt bzw. erfahren hat. Ein Blick in die Gesellschaft verrät allerdings: Das ist/war nicht selbstverständlich und wird vermutlich auch in Zukunft nicht so sein.

All unsere Vorfahren waren unterschiedlichen, teilweise extremen, Stressoren ausgesetzt (z. B. Krieg).

Dadurch war es vielen von ihnen nicht vergönnt, selbst in Geborgenheit groß zu werden, geschweige denn, ihren eigenen Kindern emotionale Wärme zu geben. Glücklicherweise gibt es zunehmend mehr Eltern, die ihren Fokus darauf legen, ihren Kindern eine gesunde Bindung zu ermöglichen. Sie geben sich alle Mühe, das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken.

Was auch immer du erfahren hast – es ist nicht zu spät, dir selbst Geborgenheit zu geben und dich mit der Wärme zu versorgen, die du brauchst! Je nachdem, was du genau erlebt hast, wird es dir schwerer oder leichter fallen, dieses Gefühl in dir zu entwickeln und bei Bedarf abzurufen. Bleib auf jeden Fall dran!

Du hast es verdient, dich gehalten zu fühlen!

Übrigens: Besonders, wenn in frühester Kindheit Trauma entstanden ist, ist es wichtig, dass du dir Geborgenheit gibst. In meinem kostenfreien PDF „Der Mensch als Schichtmodell – Warum Entwicklung in Spiralen erfolgt“ erfährst du, wie sich Trauma in verschiedenen Persönlichkeitsschichten bemerkbar macht.

Davon profitierst du als HSP, wenn dur dir selbst Geborgenheit gibst: emotionaler Unabhängigkeit, innerer Wärme und Sicherheit, Mut, selbstbestimmt zu leben, Stärke, um Krisen gut zu überstehen

 

Sicherheit und Anker bei anderen Menschen finden

 

Es ist ein herrliches Gefühl, sich von anderen Menschen gehalten und geliebt zu fühlen. Wir sind ja alle soziale Wesen und brauchen den Kontakt zu anderen, um nicht wie Einsiedler vor uns hinzuvegetieren.

Doch sollten wir uns darauf verlassen, dass ständig jemand parat ist, der uns im Notfall auffangen kann?

Klar, Kinder sind darauf angewiesen, von einem Erwachsenen reguliert (co-reguliert) zu werden. Aber wir Erwachsenen wissen nur allzu gut, dass manchmal keiner da ist, in dessen Armen wir für eine Weile Halt finden können.

 

Und das hat ganz verschiedene Gründe:

  • Jeder hat einen hektischen Alltag und ganz unterschiedliche Herausforderungen zu meistern.
  • Dein Herzensmensch, der dir immer Halt gibt, wird vielleicht irgendwann nicht mehr da sein.
  • Jeder Mensch durchläuft Entwicklungsprozesse und ist manchmal labil.
  • Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht und kann dir nicht genau das geben, was du gerade brauchst, trotz dem du es geäußert hast.
  • Obwohl du jemanden gut kennst, kann er dich enttäuschen, weil er womöglich in einer Krise steckt und sich selbst haltlos fühlt.
  • Vielleicht bist du selbst so verletzlich, dass du gar keinen anderen Menschen an dich heranlassen kannst und möchtest.

Du siehst: Die Erwartung, dass uns immer jemand gibt, was wir brauchen, macht eher Schaden, denn auf lange Sicht geraten wir in eine emotionale Unabhängigkeit. Die Fähigkeit, sich selbst Geborgenheit zu geben, ist langfristig gesehen deine einzige Chance, emotional unabhängig von anderen zu sein. 

Du kannst deine Hochsensibilität in der Partnerschaft auch viel besser ausleben, wenn du es schaffst, gut für dich selbst zu sorgen.

 

 

Geborgenheit und Halt finden mithilfe deiner Vorstellungskraft

 

Emotionale Wärme ist ein Gefühl, das du nicht nur im Kontakt mit anderen Menschen erfahren kannst, sondern auch allein. Sobald du weißt, wie sich Geborgenheit für dich anfühlt, kannst du versuchen, sie bei Bedarf mithilfe deiner Gedanken abzurufen.

Menschen mit schweren Entwicklungstraumata kennen dieses Gefühl manchmal gar nicht, weil sie nicht die Chance hatten, es zu erfahren.

Falls du nie die Möglichkeit hattest, Geborgenheit zu fühlen, dann taste dich ganz vorsichtig heran – am besten mit professioneller Hilfe. Lass dir alle Zeit der Welt und überfordere dich nicht!

Wenn du bereits solide Erfahrungen mit dem Gefühl der Geborgenheit gemacht hast, umso besser. Dann hast du Zugriff auf einen unsichtbaren, aber fühlbaren, Schatz.

 

Deine Vorstellungskraft kann dir dabei helfen, dieses wunderbare Gefühl zu pflegen und wachsen zu lassen. So findest du heraus, was du brauchst, um dir selbst Geborgenheit zu geben:

  • Nimm dir viel Zeit und verlagere deine Aufmerksamkeit in deine Intuition: Welche Erfahrungen bringst du mit dem Gefühl in Verbindung? Blicke von deinen Eltern? Eine Geste? Einen Ort? Schreibe alles auf.
  • Kommen irgendwelche Ängste in dir auf, z. B. negative Glaubenssätze oder fühlst du eine Blockade, die dich von diesem Gefühl zu trennen versucht? Dann notiere auch das. Vielleicht kannst du herausfinden, womit es zusammenhängt.
  • Versuche, ein Szenario zu schaffen, in dem die aufkommenden Ängste beruhigt werden können und du das Gefühl von Geborgenheit anwachsen lassen kannst.
  • Auch hier gilt: Nimm deine Ängste und Blockaden ernst und überfordere dich nicht! Glaub mir, all deine Ängste haben einen guten Grund und brauchen viel Liebe und Verständnis, um sich abbauen zu können.

Hinweis: Weitere Inspirationen, wie du dir selbst Geborgenheit schenken kannst, findest du in meinem kostenfreien PDF „Sich selbst Halt geben – Wie HSP lernen, sich fallenzulassen“.

Sich selbst Geborgenheit geben: Die perfekte Mutter vorstellen

 

Der Glaube an Gott oder eine höhere Instanz ist so alt, wie die Menschheit selbst.

Die Vorstellung, von irgendetwas oder irgendwem gehalten und getragen zu werden, beschreibt das Gefühl von Geborgenheit ziemlich gut.

Im besten Fall weißt du schon, wie du die Erfahrung abrufen kannst und wie dein innerer Ort dafür aussehen muss. Falls dir das noch schwerfällt, da sich Ängste und Blockaden aufbauen, dann hängt das vielleicht damit zusammen, dass deine ursprüngliche Erfahrung von Geborgenheit durch weniger schöne Erfahrungen getrübt wurde (z. B. weil dich eine frühe Bezugsperson schwer enttäuscht hat).

Dein Körper versucht, dich vor allem vor Gefahren und erneuten Verletzungen zu bewahren. Darum ist es manchmal ratsam, wenn du ein völlig neues Szenario erschaffst, das mit dem irdischen Leben (und den irdischen Gefahren) nichts zu tun hat.

 

Erzeuge deine Traumvorstellung von einem Wesen, das dich bei Bedarf mit Geborgenheit versorgt. Versuche, dir bewusst zu machen, dass es sich nicht um einen Menschen handelt, sondern um ein Wesen, das genau deinen Vorstellungen entspricht und sich so verhält, wie du es brauchst.

Du bist der Chef und kannst bestimmen, wie du dein persönliches Geborgenheitsszenario haben willst!

Vielleicht erschaffst du per Gedankenkraft die perfekte Mutter, die dich immer gütig anlächelt, in den Armen hält und mit Liebe versorgt. In diesem Zustand kannst du mal alle Verantwortung abgeben und dir eine große Portion Leichtigkeit und Geborgenheit abholen.

Die perfekte Mutter visualisieren ...das hilft dir dabei, dich mit innerer Wärme zu versorgen Stell dir die Mutter vor, die du früher gebraucht hättest

 

Fazit: Sich selbst Geborgenheit geben und langfristig Halt finden

 

Auch wenn du keine perfekten Eltern hattest und nicht das Glück hattest, Geborgenheit in der Familie zu erfahren, so kannst du trotzdem noch viel inneren Halt entwickeln.

Deiner Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit kommst du am besten nach, wenn du dir selbst ein Szenario vorstellst, in dem das Gefühl wachsen und gedeihen kann – egal, wo du gerade bist und wann immer du es brauchst.

Wichtig ist, dass du die Erfahrung von Geborgenheit kennst.

 

Diese bildet die Grundlage dafür, dass du das Gefühl mittels deiner Vorstellungskraft verstärken kannst. Wenn dir das schwerfällt, kannst du dich vielleicht an professionelle Therapeuten wenden oder sehr vertraute Menschen bitten, ob sie dir behutsam bei der Entwicklung von Geborgenheit helfen können.

Sobald die Grundlagen geschaffen sind, bist du ready, um langfristig unabhängiger von deinen Mitmenschen zu werden. Wenn du dir selbst Geborgenheit gibst, bist du freier, ausgeglichener und selbstbewusster!

Möchtest du zu diesem Thema weitere Informationen erhalten? Dann nimm gern Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ich begleite hochsensible Menschen, die unter innerer Leere und Haltlosigkeit leiden.

In meiner Beratung treffe ich auf HSP, die in einem Umfeld emotionaler Kälte aufgewachsen sind – und die sich nach Wärme, Geborgenheit und Halt sehnen.

Wenn auch du lernen möchtest, dir selbst eine liebevolle Bezugsperson zu sein, freue ich mich, von dir zu hören.

 

Zu hohes Verantwortungsbewusstsein: 3 Tipps für Hochsensible

Zu hohes Verantwortungsbewusstsein: 3 Tipps für Hochsensible

Du fühlst dich anderen gegenüber so sehr verantwortlich, dass du nach und nach ausbrennst? Vielen HSP geht es ähnlich. Ich möchte dir heute zeigen, wie Hochsensibilität und Verantwortung zusammenhängen und wie du es schaffen kannst, Verantwortung für andere abzugeben.

 

Du nimmst mit:

  • welche Gründe es haben könnte, dass du dich für andere verantwortlich fühlst
  • warum es sich lohnt, noch mehr in deine Eigenverantwortung zu kommen
  • dass du niemandem einen Gefallen tust, wenn du für Erwachsene Verantwortung übernimmst

Tipp: Was passiert, wenn ein hochsensibles Kind ein zu hohes Verantwortungsgefühl gegenüber seinem Haustier hat, kannst du dir in meinem Hörbuch „Mias Herz kann wieder lachen“ anhören.

Mias Herz kann wieder lachen, Kinderhörbuch für Hochsensible zum Thema Trauer

 

3 Gründe, warum Hochsensibilität & Verantwortungsgefühl zusammenhängen

Mir als HSP fällt es schwer, zwischenmenschliche Konflikte in meinem Umfeld auszuhalten.

Vielleicht geht es auch dir so, dass du alles dafür tun möchtest, damit es in deinen Beziehungen (Partnerschaft, Freundschaft, Familie) harmonisch zugeht. Viele hochsensible Erwachsene – und sogar hochsensible Kinder – neigen dazu, die Baustellen anderer aufzuräumen und viel zu viel soziale Verantwortung zu übernehmen.

Was lieb gemeint ist, führt aber nur dazu, dass du langfristig ausbrennst und keine Kraft mehr hast, dich um dein eigenes Leben zu kümmern.

Je mehr Verantwortung du für andere trägst, desto weniger Eigenverantwortung kannst du übernehmen.

 

Hier sind 3 Gründe, warum du dich als HSP für andere verantwortlich fühlen könntest:

  1. Du nimmst dank deiner Hochsensibilität Schwingungen deutlich wahr. Dadurch hast du schon als Kind gespürt, wenn deine Bezugspersonen Hilfe brauchten und Disharmonien das Familiengefüge in Gefahr brachten. Vielleicht musstest du für deine Eltern Verantwortung übernehmen, damit dein eigenes Überleben (Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit) gesichert war.
  2. Weil dir die innere Geborgenheit fehlt, erhoffst du dir, sie bei anderen zu finden. Du opferst dich für andere auf, um bei ihnen Anerkennung und das Gefühl von Zugehörigkeit zu erhalten. Selbst bei Menschen, die dir schon oft weh getan haben, fährst du diese Strategie – in der Hoffnung, doch noch irgendwann von ihnen das zu bekommen, was du früher gebraucht hättest.
  3. Ziemlich alte, verkrustete Rollenbilder haben Einfluss auf deine Persönlichkeit. Wenn du gelernt hast, dass z. B. eine Frau nur dann wertvoll ist, wenn sie sich für andere aufopfert, dann fällt es dir schwer, die Verantwortung für andere wieder abzugeben.

 

ABER: All das kannst du verändern, wenn du es dir bewusst machst. Die einzige Verantwortung, die du wirklich tragen musst, ist deine Eigenverantwortung.

Und je mehr Liebe und Wertschätzung du dir gegenüber empfindest, desto leichter fällt es dir, die Verantwortung für andere wieder abzugeben bzw. auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

 

Tipp 1: Hochsensibilität schützen & Verantwortung abgeben: Sprich darüber!

Ehrlich währt am längsten – so sagt man doch.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du von Menschen umgeben bist, die dich in deiner Einzigartigkeit lieben und schätzen. Scheue dich nicht, ihnen gegenüber offen und ehrlich mitzuteilen, wie du empfindest.

Wenn du das Gefühl hast, in hochsensiblen Freundschaften Verantwortung für andere zu übernehmen, sprich das offen an.

3 Sätze, mit denen du als Hochsensible anderen ihre Eigenverantwortung wiedergibst

Anschließend kümmerst du dich darum, deine Grenzen zu setzen und auch zu kommunizieren. Je reifer dein Gegenüber ist, desto mehr Verständnis wird es dafür haben.

Denn du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben! NIEMAND SONST.

In Jobangelegenheiten und in einem toxischen Umfeld brauchst du ein selbstbewusstes Auftreten, damit du Gehör findest. Sicher musst du mit Konfrontationen rechnen, denn viele finden es bequem, dir Verantwortung aufzudrücken.

Lass dich nicht auf Diskussionen ein und fall auch nicht darauf herein, wenn dich jemand emotional erpressen will (z. B. durch Schuldgefühle und dicke Kullertränen).

Hinweis: Hinter einem hohen Verantwortungsbewusstsein steckt oft die Angst, dass andere einem zu nahe kommen könnten. In meinem kostenfreien PDF „Angst vor Nähe – Bindungsvermeider verstehen“ findest du Infos darüber, wie Bindungsangst entsteht und wie du sichere Bindung lernen kannst.

 

Tipp 2: Als hochsensibler Mensch Verantwortung durch Akzeptanz abgeben

Manche Dinge lassen sich nicht ändern.

Egal, wie sehr du dich um dich und deine Heilung kümmerst – dein Umfeld wird es dir nicht unbedingt gleichtun. Daher solltest du die Erwartung loslassen, dass du durch deine Prozesse andere retten kannst oder sich bei ihnen etwas grundlegend verändert.

Wer z. B. ignorante, narzisstische Eltern hat, kann sich durch Erklärungen und Mitteilungen noch so sehr erhoffen, dass sie sich verändern.

 

Solche Eltern werden das nicht tun. Ihre Mechanismen und Ängste sind stark. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie dir mit Schulzuweisungen und Vorwürfen begegnen. Alles, was du bekommst, ist das Gefühl, hochsensibel und unverstanden zu sein.

Du tust dir einen Riesengefallen, wenn du sie in ihre Eigenverantwortung entlässt, denn du wirst mit deinem Verhalten nicht das bewirken, was du dir wünschst.

Je eher du akzeptieren kannst, dass sich einige Menschen nie ändern werden, desto besser kannst du die Verantwortung an sie zurückgeben.

 

Tipp 3: Als HSP Eigenverantwortung übernehmen & eigene Bedürftigkeit stillen

Sei mal ganz ehrlich: Auch wenn es auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, so verfolgst du doch auch eigene Interessen, wenn du die Verantwortung für andere übernimmst, oder nicht? Es ist ein tolles Gefühl, für seine Unterstützung Anerkennung und Bestätigung zu bekommen.

Warum hochsensible Menschen Verantwortng für andere übernehmen, anstatt Eigenverantwortung zu tragen

 

Das ist überhaupt kein Vorwurf!

Es soll dich nur ein bisschen zum Nachdenken anregen. Wir sind ja alle Menschen und handeln aus bestimmten Motiven.

 

Wer sich als hochsensibler Mensch für andere verantwortlich fühlt, hat oft ein Problem damit, die Kontrolle abzugeben, weil er sich innendrin unsicher fühlt. Mir ging das jedenfalls so.

Darum ist es wichtig, all die ungestillten Bedürfnisse des inneren Kindes zu beleuchten und sich anschließend um sie zu kümmern.

DENN:

  • Nur in dir selbst kannst du zuhause sein. Egal, wie sehr du dich für andere aufopferst: Die Anerkennung, die du dir erhoffst, ist nur von kurzer Dauer und ersetzt ein tiefes Gefühl von innerer Sicherheit nicht!
  • Du könntest als übergriffig wahrgenommen werden, wenn du aufgrund deiner Hochsensibilität die Verantwortung für andere übernimmst. Auch das kann grenzverletzendes Verhalten sein – denn du sprichst deinem Gegenüber die Eigenverantwortung ab.

Es ist gesünder für dich, wenn du deinen Fokus mehr auf dich selbst richtest und die Verantwortung für andere durch Eigenverantwortung für dich ersetzt.

All das, was du glaubst, von anderen Menschen zu brauchen, ist schon in dir. Und je mehr Zeit du dir für dich nimmst, desto eher wirst du in dir finden, was du bisher bei anderen gesucht hast. Schütze deine Hochsensibilität im Alltag und gib die Verantwortung für andere getrost an sie zurück.

 

Fazit: Hochsensibilität & Verantwortung – Komm in deine Kraft!

DU BIST JETZT ERWACHSEN.

Obwohl dein inneres Kind vielleicht noch glaubt, für irgendwen Verantwortung übernehmen zu müssen, um zu überleben: Tu dir selbst einen Gefallen und teile ihm mit, dass das nicht mehr nötig ist.

Übernimm stattdessen als hochsensibler Mensch Eigenverantwortung für dich und all das, was in dir verletzt ist.

Du bist nicht darauf angewiesen, dich aufzuopfern, um von anderen das zu bekommen, was du brauchst. Du kannst es dir selbst geben und bist so viel unabhängiger und freier.

 

Hochsensibilität und Intuition sind deine stärksten Tools, um mehr in deine Kraft zu kommen und deine eigene Bedürftigkeit zu stillen. So fällt es dir viel leichter, trotz Hochsensibilität die Verantwortung für andere abzugeben.

Möchtest du, dass mal jemand von außen auf dich und deine Lebenssituation schaut? Dann nimm gern Kontakt zu mir auf.

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ein zu hohes Verantwortungsbewusstsein fühlt sich wie eine Bürde an: schwer, überfordernd und einschränkend.

In meiner Beratung begegne ich Hochsensiblen, die sich aufopfernd um andere kümmern, und dabei vergessen, auf sich selbst zu achten.

Gern helfe ich dir, Verantwortung für andere gegen gesunde Eigenverantwortung einzutauschen. Für ein freies Leben nach deiner Facon!

 

Hochsensibilität & die Angst vor Fehlern: 5 Tipps für dich!

Hochsensibilität & die Angst vor Fehlern: 5 Tipps für dich!

Angst vor Fehlern hat wohl jeder. Doch bei Hochsensiblen ist dieses Gefühl oft stärker ausgeprägt. Hast du das Gefühl, dass dein Kopf nur damit beschäftigt ist, Fehler zu vermeiden – und deine Lebensqualität darunter leidet? Ich zeige dir 5 Tipps, wie du mit dieser Angst besser umgehen kannst.

Du nimmst mit:

  • warum HSP mehr als andere unter der Angst, Fehler zu machen, leiden
  • wie du durch schrittweise Konfrontation die Angst abbauen kannst
  • wie du es schaffst, dein Selbstwertgefühl zu steigern

 

 

Warum ist bei Hochsensiblen die Angst vor Fehlern stärker ausgeprägt?

Hochsensible Menschen sind sehr empathisch und zudem verletzlicher als Nicht-HSP. Das liegt an der stärkeren Reizverarbeitung – denn die hat zur Folge, dass dich das, was du erlebst,auf einer sehr tiefen Ebene berührt.

Du

  1. fühlst, wie es deinem Gegenüber gehen würde, wenn du einen Fehler machen würdest (z. B. etwas Gemeines sagst)
  2. weißt, wie beschämt und schuldig du dich fühlst, wenn du von anderen für Fehler verurteilt wirst
  3. weißt auch, wie sehr sich diese Beschämung tief in deine Seele eingräbt und dein Selbstwertgefühl beeinflusst

 

All das spüren Nicht-Hochsensible auch – aber nicht so tief wie du!

Darum neigen Menschen mit Hochsensibilität dazu, sich besonders vorsichtig in der Welt zu bewegen – oft auf Kosten der eigenen Lebensfreude.

Die Angst vor Fehlern ist (teilweise durch das Naturell, teilweise durch negative Erfahrungen) sehr stark ausgeprägt und kann schnell dazu führen, dass wir die Opferrolle einnehmen und Schamgefühle entwickeln.

Doch das muss nicht so bleiben! Hole dir ein Stück deiner Lebensqualität zurück, indem du aktiv an dieser Angst arbeitest!

5 Fakten zur Angst vor Fehlern

 

Tipp Nr. 1: Finde heraus, woher die Angst vor Fehlern kommen könnte!

Wie groß deine Angst vor Fehlern ist, liegt daran, welche Erfahrungen du mit Fehlern gemacht hast.

Je verurteilender die Blicke, je beschämender die Reaktion deiner Bezugspersonen und je weitreichender die Folgen waren (z. B. Entzug der Geborgenheit bis hin zu Bestrafungen), desto stärker ist die Angst in dir herangewachsen.

Vielleicht hast du als Kind auch erlebt, für dein Handeln zur Verantwortung gezogen zu werden, obwohl du noch viel zu klein warst und es nicht besser wissen konntest. Die Angst vor Fehlern konnte sich so immer tiefer in dein System eingraben.

 

ABER JETZT BIST DU ERWACHSEN!

Du bestimmst, wie sehr dich das, was jemand zu dir oder über dich sagt, verletzten darf. Du musst vor niemandem Rechenschaft ablegen. Und du bist für niemandem verantwortlich – außer natürlich für dich selbst.

Prüfe auch, wovor du Angst hast. Ist es die Angst, jemandem aus Versehen zu schaden? Oder ist es eher die Angst vor der Reaktion deines Umfeldes auf diese Situation?

 

Tipp Nr. 2: Hinterfrage deine Ängste! Wie realistisch sind sie?

Wenn du weißt, was der Grund für deine Angst vor Fehlern ist, dann solltest du einen Realitätscheck machen. Du bist ein umsichtiger Mensch und das ist gut!

Aber ist der potenzielle Schaden, der durch deinen möglichen Fehler entsteht, wirklich so groß, wie du denkst?

 

Mal angenommen: Du fürchtest dich davor, Auto zu fahren, weil du einen Unfall bauen könntest. Dein Worst Case Szenario sieht vielleicht so aus: Unfall, kaputte Autos, tote Autoinsassen. Tatsächlich kann das passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering!

Viel wahrscheinlicher wären ein paar Schrammen am Blech, aufgewühlte Insassen und ein bisschen Ärger mit der Versicherung. Und am allerwahrscheinlichsten ist es, dass du gar keinen Unfall baust!

 

Wenn du deine Angst vor Fehlern einem möglichst objektiven Check unterziehst, wird sie ganz automatisch kleiner. Sie versucht dich vor dem Schlimmsten zu bewahren. Aber das Schlimmste ist meistens nur eine Einbildung.

Versuche, den Horrorszenarien in deinem Kopf zuvor zu kommen, indem du lernst, deiner Angst Grenzen zu setzen (z. B. durch Ablenkung, starke körperliche Reize).

 

Tipp Nr. 3: Überwinde die Angst in kleinen Schritten!

Bleiben wir doch gleich bei dem Beispiel mit der Angst vorm Autofahren. Wenn es für dich noch unmöglich erscheint, Auto zu fahren, weil deine Angst davor vielleicht schon ein paar Jahre existiert, dann beginne in klitzekleinen Schritten, dich diesem inneren Ungeheuer zu stellen.

Hinweis: Eine Beratung – speziell für Hochsensible – kann dir dabei helfen, deine Angst Stück für Stück überwinden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Angst vor Fehlern als Hochsensibler zu besiegen

Ein Fahrtraining mit geschultem Personal auf einem Übungsgelände kann dir helfen, dass du dich beim Fahren wieder sicher fühlst. Anschließend fährst du mit einer vertrauten Person auf bekannten Wegen und Straßen. Und irgendwann, wenn du oft genug die Erfahrung gemacht hast, dass absolut nichts passiert, setzt du dich alleine hinters Steuer.

DANN HAST DU DIE ANGST VOR FEHLERN NÄMLICH BESIEGT.

 

Achte bei diesem Vorgehen immer darauf, deine Grenzen nicht allzu sehr zu strapazieren. Klar, du musst hin und wieder über deinen Schatten springen. Aber nimm dir trotzdem die Zeit, die du brauchst, um dein Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Hier noch ein paar Hinweise, die dir helfen, wenn du deine Angst vor Fehlern abbauen willst:

  • Setze dich nicht unter Druck! Schraube deine Erwartungen runter und freue dich umso mehr über Teilerfolge!
  • Lasse dich von niemandem hetzen! Lass auch nicht zu, dass toxische Menschen deinen Prozess kleinreden oder sich über deine Angst lustig machen.
  • Gönne dir ausreichend Zeit in der Komfortzone, um Kraft zu tanken.
  • Authentisch sein kann dir dabei helfen, Ängste weiter abzubauen. Halte nach empathischen Menschen Ausschau, die dir zuhören, wenn du über deine Angst vor Fehlern sprechen möchtest.

 

Tipp Nr. 4: Betrachte Fehler als Lernerfahrung, nicht als scheitern!

Kein Mensch ist perfekt. Du nicht, ich nicht, und die anderen sind es auch nicht.

FEHLER ZU MACHEN, IST NORMAL.

Fehler sind menschlich und gehören dazu. Wir haben nur so große Angst vor ihnen, weil uns irgendjemand erzählt hat, dass es inakzeptabel ist, unvollkommen zu sein. Dadurch fällt uns die Entscheiungsfindung irgendwann schwer und wir bleiben stecken.

 

Aber die Wahrheit ist: Fehler sind wichtig, um etwas zu lernen. Keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen, sondern muss sie sich erst mühsam aneignen.

Wann immer du etwas in deinen Augen falsch gemacht hast oder von anderen für einen vermeintlichen Fehler gerügt wirst, dann sage dir:

„Ich habe gerade mein Bestes gegeben und verzeihe mir liebevoll, dass nicht das eingetreten ist, was ich angestrebt habe. Ich habe dabei Informationen erhalten, die mir helfen können, es das nächste Mal noch besser zu machen.“

Wenn du es so sehen kannst, verhinderst du, dass die Angst vor Fehlern weiter anwächst. Im Gegenteil: Sie wird kleiner und du wirst mutiger, neue Dinge auszuprobieren.

 

Tipp Nr. 5: Mache deinen Selbstwert als HSP nicht von Fehlern abhängig!

Die Angst, nicht gut genug zu sein und die Angst vor Fehlern sind sich gar nicht so unähnlich. Sie haben gemeinsam, dass du deinen Selbstwert in Gefahr siehst – und das fühlt sich nie gut an.

Darum habe ich eine ziemlich wichtige und befreiende Botschaft an dich: Ob du nun Fehler machst, oder nicht – deine Handlungen ändern niemals etwas an deinem Wert!

DU BIST IMMER GLEICH WERTVOLL!

Als HSP liebevoll mit den eigenen Ängsten umgehen lernen

 

Je stärker du als hochsensibler Mensch daran glauben kannst, desto mehr wird die Angst vor Fehlern automatisch abnehmen. Denn du hast ihr die Grundlage – nämlich ihren Einfluss auf deinen Selbstwert – entzogen.

Das ist natürlich auch ein mühsamer Lernprozess. Aber er lohnt sich! Denn du befreist dich damit selbst aus der Angstspirale. Deine Intuition und Hochsensibilität können sich so noch mehr entfalten!

 

Fazit: Was tun bei Angst vor Fehlern?

Bei hochsensiblen Menschen ist diese Angst oft überdimensional stark ausgeprägt. Das liegt zum einen am unsensiblen Umgang mit Fehlern, der in der Gesellschaft stattfindet, und zum anderen an der höheren Verletzlichkeit von HSP.

Prüfe, ob deine Angst vor Fehlern wirklich begründet ist oder ob das Szenario in deinem Kopf nicht eher das Ergebnis traumatischer Erfahrungen ist. Stelle dich deiner Angst in kleinen Schritten und scheue dich nicht, vertraute Menschen dabei um Hilfe zu bitten!

Es ist ein Zeichen der Stärke, über Ängste sprechen zu können!

 

Lerne auch, dass es OK ist, Fehler zu machen und betrachte sie vielmehr als Lernerfahrung. Denn du bist ein Mensch und brauchst diese Erfahrungen, um Wissen zu gewinnen.

Am wichtigsten ist: DU BIST WERTVOLL! Deine vermeintlichen Fehler machen dich kein bisschen wertloser! Dein Selbstwert bleibt immer gleich groß! Wenn du wissen möchtest, wie es in einem hochsensiblen Kind aussieht, wenn es Angst hat, dann hör gern mal in mein Hörbuch „Greta spürt einfach viel mehr“ hinein.

 

Ich wünsche dir, dass du das Leben ein bisschen leichter nehmen kannst, indem du die Angst vor Fehlern abbaust! Brauchst du ein wenig Unterstützung, um noch besser mit deiner Hochsensibilität zurechtzukommen?

Dann nimm gern Kontakt zu mir auf!

 

Nicole Trojahn

Nicole Trojahn

Freiberufliche Autorin, Texterin und Beraterin für Hochsensible


Ich arbeite mit hochsensiblen Menschen, die durch ihre Angst vor Fehlern zum Stillstand gezwungen worden sind – weil sie zu oft Beschämung erfahren mussten.

In meiner Beratung bestärke ich HSP, ihrer Angst in kleinen Schritten zu begegnen und sich von ihren inneren Zwängen zu befreien.

Denn Fehler sollten Helfer sein und dir beim Wachstum helfen. Keine Blockaden, die dich davon abhalten, deine hochsensiblen Gaben in die Welt zu bringen!